CIDER Spring Workshop 2026

The Future of Education: AI and the Digitalization of Education

Location: ZEW – Leibniz Centre for European Economic Research, L7 1, 68161, Mannheim

BPF26 – Sprache(n) als Potential gesellschaftlicher und ökonomischer Teilhabe

„Sprache(n) als Potential gesellschaftlicher und ökonomischer Teilhabe“

Das Bildungspolitische Forum 2026 findet am 07. Oktober 2026 in der Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin, als Präsenzveranstaltung statt.

Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):

ZAS | Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaften
IDS | Leibniz Institut für Deutsche Sprache
DIE – Deutsches Institut für Erwachsenenbildung | Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache

Die Anmeldung für die Veranstaltung startet am 30. Juni 2026 auf dieser Seite.

Weitere Informationen folgen.

LERN-Jahrestagung 2026 – Nachhaltige Entwicklung und die Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen

Die nächste Gelegenheit vom lebhaften Austausch innerhalb der LERN-Mitgliedsinstitute zu profitieren und hilfreiche interdisziplinäre Einblicke für eigene Forschungsfragen zu erhalten haben Forschende der Mitgliedsinstitute des Forschungsnetzwerks hier:

“Nachhaltige Entwicklung und die Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen”

Die interne Wissenschaftliche Jahrestagung 2026 findet vom 05. bis 06. März 2026 im Leibnizhaus in Hannover statt und wird vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ausgerichtet.

Der Call for Papers für LERN-Mitglieder war bis 15. Dezember 2025 geöffnet. Zum Call for Papers

Die Anmeldung für die LERN-Jahrestagung war vom 15. Januar bis 27. Februar 2026 geöffnet.


Ziel der Wissenschaftlichen Jahrestagungen von LERN ist es, für das Netzwerk strategisch wichtige Themenfelder aufzugreifen, die im Netzwerk vorhandene Forschung und Expertise dazu sichtbar zu machen und weiterführende Forschungsbedarfe zu identifizieren, welche künftig im Rahmen des Netzwerks angegangen werden können.

Die LERN-Jahrestagung 2026 will sich mit Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung und die Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen befassen. Die Welt steht vor großen Herausforderungen aufgrund von (negativem) Bevölkerungswachstum, zunehmender Urbanisierung, anhaltender Armut, nach wie vor bestehender sozialer Ungleichheit, aber auch durch Überbeanspruchung der Ressourcen und Klimawandel. Ein wichtiger Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung ist Bildung und lebenslanges Lernen. So hat beispielsweise die UNESCO das Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (Education for Sustainable Development) ins Leben gerufen, um es Lernenden aller Altersgruppen zu ermöglichen, Wissen, Fähigkeiten, Werte und Handlungskompetenzen zu erlangen und die genannten Herausforderungen anzugehen.

Für die LERN-Jahrestagung 2026 möchten wir dazu das Lernen oder den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten, Werte und Handlungskompetenzen an unterschiedlichen Orten und Zeitpunkten im Lebensverlauf beleuchten und dabei Bildungsstationen von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter abbilden. Es soll gefragt werden, ob und wie durch Bildung und lebenslangem Lernen innerhalb des gesamten Bildungssystems Wissen, Fähigkeiten und Werten zur nachhaltigen Entwicklung gefördert werden können. Wie müssen unterstützende Lern- und Lehrumgebungen aussehen für den Erwerb entsprechender Fähigkeiten und Werte? Wie können Politik und Praxis die Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem bewältigen.

In der LERN-Jahrestagung 2026 möchten wir daher insbesondere den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Handlungskompetenzen an unterschiedlichen Orten und somit auch unterschiedlichen Abschnitten im Lebensverlauf in den Blick nehmen.

Beiträge können dabei Themenfeldern adressieren, die Bildung und lebenslanges Lernen als möglichen Schlüssel zu

▪ Reduzierung sozialer Ungleichheit(en)

▪ Ermöglichung von Geschlechtergleichstellung

▪ Reduzierung/Entgegenwirken des (negativen) Bevölkerungswachstums

▪ Studentischem Engagement, Interessenvertretung und Handlungskompetenz

▪ Nutzung von KI und neuer Technologien im Arbeitsmarkt

▪ Förderung von Metakognition (Meinungen, Einstellungen, Kreativität)

▪ Gesundheit und Well-Being

erforschen.

Alle Personen an LERN-Mitgliedseinrichtungen sind dazu eingeladen, Vorschläge für Beiträge einzureichen. Vorgestellt werden können sowohl Ergebnisse abgeschlossener Forschungsprojekte, „Work in Progress“ oder auch (größere) Forschungsvorhaben, die sich noch am Anfang befinden und noch keine Ergebnisse vorweisen können. Gerade für Projekte, die sich noch im Anfangsstadium oder in der Planung befinden, kann das Format Knowledge Café produktiv sein.

Einreichung von Beiträgen:

Bitte mailen Sie ein kurzes Abstract (ca. 200 bis 300 Wörter) bis spätestens 15.12.2025 an unter Angabe der gewünschten Beitragsart (Vortrag, Impulsvortrag, Poster, Knowledge Café), Titel, Name und Affiliation der Referierenden (Vortragende sind zu unterstreichen). Sollten zu viele Beiträge eingereicht werden, behält sich das Organisationsteam vor, eine Auswahl zu treffen. Hierbei wird berücksichtigt, dass möglichst viele Mitgliedsinstitute des Netzwerks mit Beiträgen vertreten sind.

Wissenschafts-Praxis-Kooperationen in der Erwachsenenbildung: Eine Mixed-Methods Analyse der Kooperationsbereitschaft von Praxisakteur*innen

Moritz Sahlender, Lisa de Vries, Andreas Martin, Hannes Schröter, Josef Schrader (DIE)

Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxisakteur*innen in der Erwachsenenbildung werden zunehmend als dialogischer, ko-konstruktiver Prozess verstanden, bleiben in der Praxis aber durch strukturelle und organisationale Barrieren erschwert (z. B. Demski, 2017; Duveneck, 2024; Gräsel, 2010; Schmiedl, 2022; Schrader, 2014). Zwar wurden zentrale Herausforderungen bereits untersucht, ihre Auswirkungen auf die Kooperationsbereitschaft von Praxisakteur:innen jedoch bislang kaum systematisch analysiert. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedingungen Akteur:innen aus der Bildungspraxis als förderlich oder hinderlich für eine Kooperation mit wissenschaftlichen Projekten wahrnehmen und welche dieser Bedingungen die Bereitschaft zur Kooperation nachweislich erhöhen. Im ersten Schritt wurden 18 leitfadengestützte Interviews mit Praxisakteur:innen mittels qualiativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen vier zentrale Herausforderungen: (1) fehlende frühe Einbindung, (2) geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten, (3) mangelnde Unterstützung bei der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und (4) unzureichende zeitliche bzw. finanzielle Ressourcen. Zur Untersuchung des Einflusses der zentralen Herausforderungen auf die Kooperationsbereitschaft von Praxisakteur:innen wurde aufbauend auf den qualitativen Interviews ein Surveyexperiment im Rahmen der deutschlandweiten wbmonitor-Befragung durchgeführt an dem N = 1.081 Weiterbildungseinrichtungen teilnahmen. In einem Vignettenszenario wurden die vier Dimensionen variiert und die Befragten schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Kooperation ein. Die Datenerhebung wurde im Oktober 2026 abgeschlossen. Erste Ergebnisse des Surveyexperiments können auf der LERN 2026 vorgestellt werden. Der Beitrag ermöglicht durch die Verwendung eines Mixed-Methods Ansatzes die empirische Bestimmung zentraler Gelingensbedingungen sowie die Ableitung konkreter Empfehlungen für nachhaltige Kooperationsformate.


Weiterbildungswahlkompetenz – ein Konstrukt zur Erklärung und Förderung individueller Weiterbildungsbeteiligung

Prof. Dr. Tim Stanik, Joshua Wilhelm (Universität Münster)

Mit einer nach wie vor hohen Teilnahmeselektivität an (non-)formaler Weiterbildung sind grundlegende Fragen der Bildungsgerechtigkeit und sozialen Teilhabe verknüpft. So ist die Weiterbildungsbeteiligung auch seit Dekaden ein zentraler Gegenstand der Weiterbildungsforschung (Schulenberg, 1978). Während ein großer Teil der Weiterbildungsbeteiligung auf die betriebliche Weiterbildung entfällt und hierbei die Weiterbildungsaktivität der Betriebe der zentrale Prädiktor darstellt, finden sich heterogene Zugänge zur Analyse und Erklärung für die (Nicht-)Teilnahme an beruflicher und/oder allgemeiner Weiterbildung/Erwachsenenbildung (Wittpoth, 2018). Zu nennen sind strukturalistische Zugänge, die Effekte der Soziodemografie (BMBF, 2024) des Sozialraums (Mania, 2018) der der Milieuzugehörigkeit (Barz & Tippelt, 2007) untersuchen, sowie subjekttheoretische Zugänge, bei denen z.B. rationale Entscheidungen (Behringer, 2003), Interessen (Grotlüschen, 2010), lernbiografische Motivationen (Gorges, 2015) oder Emotionen (Gieseke, 2007) untersucht werden. Weitere Zugänge vor dem Hintergrund der Kritischen Theorie oder postmoderner Diskurse bieten wiederum Erklärungen für Widerstände, zum Teil explizit (Holzer, 2017) oder implizit, wenn z.B. die empfundene Nicht-Zugehörigkeit zu einer (lernenden) Gesellschaft erörtert wird (hooks, 2020). Der eingereichte Beitrag exploriert hingegen mit Hilfe eines kompetenztheoretischen Zugangs die Frage, welche Kompetenzfacetten Weiterbildungsinteressierte für ihre Entscheidungen für eine begründete (Nicht-)Teilnahme an (non-)formaler Weiterbildung benötigen. Neben eines narrativen Literaturreviews werden Ergebnisse einer qualitativen Expert*innenbefragung von Weiterbildungsberatenden (n=20) im Hinblick auf das Konstrukt der „Weiterbildungswahlkompetenz“ dargelegt. Es zeigt sich, dass sich Weiterbildungswahlkompetenz als ein mehrdimensionales Konstrukt (Weinert, 2001) modellieren lässt, das sich aus deklarativen und reflexiven Weiterbildungswissen, weiterbildungsbezogenen Selbstwirksamkeitserwartungen, Motivationen und einem weiterbildungsbezogenen Selbstkonzept zusammensetzt. Ausgehend von diesen Befunden lassen sich weitere Fragen der Messung und Förderungen von Weiterbildungswahlkompetenz adressieren (Stanik & Wilhelm 2025).


Education and skill mismatches in the German labour market: the role of vocational and occupational specificity from a career perspective

Stephan Bischof (BiB)

Previous research shows that individuals’ educational level is associated with skill mismatches, i.e. having too low (underskilling) or too high skill levels (overskilling) for the job. To date, however, knowledge about the influence of horizontal dimensions of education and education’s variation throughout the career is limited. Because specialisation varies within levels and education’s effects may change across career stages, both horizontal dimensions and a career perspective are needed. Therefore, this study analyses the link between education and skill mismatch by considering educational level, vocational specificity, and occupational specificity from a career perspective.The analyses are based on the survey wave 2016 of the German NEPS Adult Cohort, using a multidimensional skill mismatch measure covering three key skill domains in today’s labour market: reading, mathematics, and ICT. The findings show that individuals with a higher educational level are less likely to be underskilled, but more likely to be overskilled. Conversely, higher vocational specificity is associated with a higher likelihood of underskilling but a lower likelihood of overskilling, whereas occupational specificity is not significantly related to skill mismatches. The findings also highlight that the link between education and skill mismatch varies substantially with time since graduation, and that the role of vocational and occupational specificity differs across educational levels.Given that one and the same education programme can have different implications for skill matching in the course of the career, education programmes should place greater emphasis on adaptability to new or changing tasks and on equipping individuals with relevant skills to navigate the digital transformation and to remain competitive an increasingly dynamic labour market.

Chair: Jessica Ordemann (DZHW)

Zusammenhänge zwischen den frühen Kompetenzen von Kindern, ihrem Erfolg in der Grundschule und dem sozioökonomischen Status ihrer Familie

Dr. Max Nachbauer (Department Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam)

In der vorliegenden Studie werden zwei Fragestellungen untersucht. Erstens wird überprüft, welche Rolle die frühen Kompetenzen von Kindern für ihren späteren Erfolg in der Grundschule spielen. Zweitens wird überprüft, wie stark diese frühen Kompetenzen vom sozioökonomischen Status der Familie abhängen und inwieweit frühe Kompetenzunterschiede spätere Unterschiede im Schulerfolg erklären können. Erfolg in der Grundschule umfasst neben den Fachkompetenzen der Kinder (Lesen, Mathematik) und ihrer Lernmotivation in der vierten Jahrgangsstufe auch einen günstigen Verlauf des Übergangs auf die Sekundarschule (Wechsel auf ein Gymnasium). Als potentiell relevante frühe Kompetenzen werden die Sprachkompetenzen, Mathematikkompetenzen, kognitiven Grundkompetenzen und Selbstregulationskompetenzen von Kindern untersucht. Hierbei wird jeweils der Kompetenzstand betrachtet, über den die Kinder bereits vor Schuleintritt verfügen. Der sozioökonomische Status wird anhand des Bildungsstandes, der Berufsposition und des Einkommens der Eltern operationalisiert. Als Datengrundlage wird die Startkohorte 2 des Nationalen Bildungspanels verwendet. Die Daten werden mithilfe von Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die frühen Kompetenzen von Kindern bedeutsam ihre Fachkompetenzen in der vierten Jahrgangsstufe vorhersagen. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen frühen Kompetenzen deutlich in ihrer prädiktiven Kraft. Die Lernmotivation in der vierten Jahrgangsstufe und die Wahrscheinlichkeit eines Übergangs auf ein Gymnasium hängen weniger stark mit den frühen Kompetenzen zusammen. Weiterhin bestehen bedeutsame Zusammenhänge zwischen den frühen Kompetenzen und dem sozioökonomischen Status der Familie. Ein beträchtlicher Teil der Kompetenzunterschiede in der vierten Jahrgangsstufe wird durch frühe Kompetenzunterschiede erklärt. Die Erkenntnisse ermöglichen ein tiefergehendes Verständnis darüber, welche frühen Kompetenzen Kinder benötigen, um in der Grundschule erfolgreich zu sein und welche Rolle frühe Kompetenzen für die Entstehung von sozialen Bildungsungleichheiten spielen.


Zwischen Aufstieg und Abbruch: „First-in-Family“-Studierende an staatlichen und privaten Hochschulen

Ulrike Schwabe, Frederike Gerdes, Dr. Julia Steinkühler (DZHW)

Der Zugang zu hochschulischer Bildung ist in Deutschland weiterhin durch die soziale Herkunft bestimmt (Bachsleitner et al., 2022). Zwar entscheiden sich immer mehr Schüler*innen für ein Studium, allerdings hängt dies nach wie vor vom familiären Hintergrund ab (Kracke et al., 2024). Nach der Aufnahme eines Studiums stehen „First-in-Family“-Studierende vor weiteren Herausforderungen: sie fühlen sich im Vergleich zu Akademikerkindern schlechter in das Hochschulsystem integriert (Käpplinger et al., 2019) und ziehen häufiger einen Studienabbruch in Betracht (Unger, 2024).Tintos Integrationsmodell (1975) zufolge, ist eine gelungene akademische und soziale Integration in das Hochschulsystem eine zentrale Voraussetzung, um Studienabbrüche zu verhindern. Auch an deutschen Hochschulen tragen die beiden Integrationsdimensionen zur Erklärung sozial differenzieller Studienabbrü- che bei (Heublein et al., 2017; Klein, 2019). Die Bedeutung des institutionellen Kontextes wird hingegen kaum adressiert – zumeist wird nur die Hochschulart berücksichtigt. Diese Unterscheidung greift jedoch zu kurz, da sowohl die Anzahl der privaten Hochschulen (AGBB, 2024) als auch der Studierendenanteil an diesen stark gestiegen sind (Kroher et al., 2023). Insbesondere zu „First-in-Family“-Studierenden gibt es bisher kaum Forschung zum Studienerfolg an privaten Hochschulen.Wir greifen diese Forschungslücke auf und analysieren, ob sich die Studienabbruchintention von „First-inFamily“-Studierenden nach der Hochschulträgerschaft unterscheidet. Ausgehend von Tintos Integrationsmodell gehen wir von geringeren Abbruchintentionen bei „First-in-Family“-Studierenden an privaten Hochschulen aus, was sich auf eine bessere akademische und soziale Integration zurückzuführen lässt. Für die Analysen nutzen wir die Daten von „Die Studierendenbefragung in Deutschland (2021)” (Beuße et al., 2022). Betrachtet werden Studierende im Erststudium (Bachelor-/Staatsexamen). Es werden die Ergebnisse logistischer Regressionen als Average Marginal Effects präsentiert.Die Ergebnisse bestätigen den erwarteten Herkunftseffekt: „First-in-Family“-Studierende denken signifikant häufiger über einen Studienabbruch nach als Akademikerkinder – allerdings nur an staatlichen Hochschulen. An privaten Hochschulen zeigt sich kein signifikanter Zusammenhang. Gemäß den theoretischen Erwartungen verringern die Integrationsdimensionen die Abbruchintentionen an staatlichen und privaten Hochschulen.


Availability over Ability? The Role of Gender and Care Work on Academic Output of Full-Time Professors in Germany

Claudia Begemann (DZHW), Fabian Trennt (DZHW), Sandra Buchholz (DZHW/LUH)

Lifelong learning is a cornerstone of sustainable development and higher education institutions play a crucial role in fostering the knowledge, skills and values necessary to address societal changes. Professors are not only central actors in teaching these competencies, but they also themselves engage in continuous learning throughout their careers. Yet, the conditions under which academic learning and performance occur are far from equitable. Academic careers exemplify a “greedy job” (Goldin, 2014, 2024), characterised by high workloads, expectations of constant availability and mobility (Afonso, 2016; Blome, 2023). Conditions that disadvantage caregivers, particularly women, by assuming an “ideal academic” free from care responsibilities (Glogowsky et al., 2025; Jessen et al., 2022; OECD, 2017). This paper investigates how far care obligations (have) shape(d) the scientific output of male and female professors and whether prevailing performance metrics implicitly reward availability over ability.Drawing on data from the first wave of the DZHW-prof*panel (2022) which includes a representative sample of professors appointed between 2010 and 2022 in Germany, this study examines how gender and parenthood shape academic performance. Preliminary findings reveal a persistent gender gap in publication numbers and third-party funding acquisition. However, our results suggest that these differences do not reflect disparities in ability but are instead shaped by gendered temporal availability patterns, which become especially pronounced once parenthood is taken into account. These results suggest that commonly accepted performance indicators are attainable only under gendered conditions, as availability significantly shapes professors’ performance, calling their validity as neutral measures of academic excellence into question.

Chair: David Nika (DZHW)

Caught between two stools: The effect of higher education dropout on Big Five personality traits

Frauke Peter, Johann Carstensen, Fabian Trennt (DZHW)

Up to 30% of all German bachelor degree students leave higher education (HE) without obtaining a degree. Against the backdrop of demographic change, leaving HE without a degree is mostly seen as a waste of public resources because numerically significant HE dropout may intensify shortage of skilled labour. However, more recent research is asking whether dropouts may have at least acquired some skills that could be beneficial either on the labor market or in subsequent vocational education and training (VET). In order to examine whether HE dropout is solely a bad investment we address the question whether a relatively brief exposure to HE affects non-cognitive skills by comparing HE dropouts to apprentices with respect to Big Five personality traits. Building on social investment theory that emphasizes the influence of social contexts on personality, we argue that each context (VET vs. HE) develops its own professional roles according to respective domain-specific demands to which new entrants must adopt. We expect that HE dropouts and apprentices differ in personality traits that complement the respective demands. We use data from the DZHW panel of school leavers with HE entrance qualification and apply entropy balancing to possibly identify a causal effect of HE dropout on Big Five personality traits. We find a significant negative effect of HE dropout on conscientiousness (i.e., dropouts being less conscientious) which we discuss as complementing the demands of complex work environments where being too much conscientious might be detrimental with respect to adaptability to new circumstances. Therefore, leaving HE without obtaining a degree is not necessarily a bad investment, because HE dropouts have acquired non-cognitive skills during their time in HE. However, whether some HE experience helps to counteract shortage of skilled labour due to demographic change ultimately depends on employers acknowledging acquired but not certified skills.


Digitale Wörternetze mit neurodidaktischem Ansatz:Erforschung der Wirksamkeit für lernförderliches, nachhaltiges und autonomes Wortschatzlernen im Französischunterricht der Sekundarstufe I mittels Befragung, Testung und Dokumentenanalyse

Sarah Sunke (Universität Münster)

Kommunikatives Handeln gilt als übergeordnetes Ziel des Fremdsprachenunterrichts (vgl. KMK 2023, 7) und gewinnt im Kontext zunehmender Globalisierung immer mehr an Bedeutung. Damit Kommunikation gelingt, ist der Aufbau lexikalischer Kompetenz ein zentraler Bestandteil des Fremdsprachenlernens. Allerdings wird der damit einhergehende, unabdingbare Einprägungsprozess – insbesondere beim institutionalisierten Fremdsprachenlernen – von den Lernenden häufig mit negativen Emotionen wie Verzweiflung und Anstrengung assoziiert (vgl. Plikat 2020, 114-115). Mündet dies in Demotivation, besteht das Risiko, dass erfolgreiches Wortschatzlernen behindert wird (vgl. Böttger 2023, 161).Digitale und multimediale Angebote, die in den letzten Jahren verstärkt in den Fremdsprachenunterricht integriert wurden, bieten an diesem Punkt innovative Potentiale, die sich positiv auf den Lernprozess auswirken beitragen können (vgl. Clark/ Mayer 2016, Mayer 2009). Vor dem Hintergrund des Anspruchs, die Wortschatzarbeit lernförderlicher, nachhaltiger und zunehmend autonomer zu gestalten, rückt der Einsatz konkreter digitaler Tools wie etwa Gamification-Formate (vgl. Vogel 2024; Kanngiesser-Krebs 2022, 45-46) oder Vokabel-Lernapps (vgl. Rössler/ Wengler 2022, 4-7) verstärkt in den Fokus aktueller unterrichtspraktischer Vorschläge und empirischer Forschungsvorhaben. Im Sinne der Neurodidaktik gilt es dabei auch, diese motivationsfördernden Hilfen der Wortschatzarbeit dahingehend zu überprüfen, inwiefern sie kognitive Prozesse der Sprachverarbeitung – wie etwa der Funktionalität des mentalen Lexikons (vgl. ebd., 2) oder der Gedächtnisbildung – bei der Handhabung und der unterrichtlichen Einbindung berücksichtigen.Eine fokussierte Betrachtung der Lernwirksamkeit digitaler Wörternetze ist in diesem Rahmen noch nicht erforscht worden, wodurch sich das vorliegende Promotionsprojekt diesem Anliegen widmet. Der nachgewiesene Lernerfolg analoger Wörternetze (vgl. Neveling 2004) dient dabei als Ausgangspunkt. Das Wortschatzlernen mittels Wörternetzen, die sich insbesondere durch das Potential auszeichnen, Abbilder des mentalen Lexikons darzustellen, wird im vorzustellenden Forschungsvorhaben erweitert um die dynamische und multimediale Anwendbarkeit digitaler Wörternetz-Tools, ohne Risiken wie einen Cognitive Overload außer Acht zu lassen (vgl. Sweeler/ van Merrienboer/ Paas 1998, 275; Rummer et al. 2008, 105). Die empirische Überprüfung hinsichtlich ihres lernförderlichen, nachhaltigen und autonomen Gehalts folgt dabei dem methodischen Dreischritt aus Befragung, Testung und Dokumentenanalyse im Sinne eines Mixed Method-Ansatzes.


Participation in volunteering, internships, and stays abroad during the ‘gap year’: Are there inequalities by social origin, migration background and gender?

Michael Grüttner (DZHW), David Nika (DZHW), Sandra Buchholz (DZHW/LUH)

Economics has found some evidence that volunteer work, internships, or stays abroad are beneficial in the labor market. Benefits may result both from skill acquisition and signals. Participation in these activities depends to a large extent on the opportunity structures available throughout the course of life and the motives for taking advantage of such opportunities. A typical window of opportunity for such activities is the so-called “gap year” between graduating from high school and before starting university. Given the potential benefits, social inequalities in participation in gap year activities would suggest that these activities could act as an additional mechanism for reproducing inequalities across the life course. We adopt an intersectional approach to inequalities, taking into account social origin, migration background, and gender. We use pooled data from two cohorts of the DZHW’s Student Life Cycle Panel Study (SLC) to analyze disparities in participation in volunteer activities, internships, and stays abroad during the gap between school graduation and college enrollment. Our results show evidence of unequal participation based on social origin, migration background, and gender, as well as significant interaction between these different social dimensions. We discuss implications for further research and education policy and practice for sustainable development.


Studentisches Engagement – Förderung und Effekte

Daryoush Danaii, Kai Mühleck, Susanne in der Smitten (DZHW)

Angeboten wird ein Knowledge Café zum Thema „Studentisches Engagement – Förderung und Effekte“, das den Leitfragen nachgeht, wie demokratisches Wissen und Werte an der Hochschule vermittelt und studentische Partizipation innerhalb der Hochschulen, aber auch außerhalb, gefördert werden kann.Den Input gibt das Projekt „Partizipation und Studierendenengagement an Hochschulen. Gelingensbedingungen und Wirkung (PuSH)“ des DZHW. Dieses Projekt wird voraussichtlich ab März 2026 durch das BMFTR gefördert und geht den Fragen nach, welche individuellen, institutionellen und strukturell-rechtlichen Faktoren studentisches Engagement begünstigen und welche Effekte dieses Engagement entfalten kann. Hintergrund ist die an Hochschulen gerichtete Erwartung, einen Beitrag zur Demokratieförderung zu leisten. Dabei geht es um die Entwicklung entsprechender Wertvorstellungen und Handlungsprädispositionen ebenso wie um die konkrete Förderung studentischer Partizipation. Vorgestellt werden sowohl das zugrunde gelegte civic voluntarism student modell (CVSM) und dessen mögliche Operationalisierung anhand der Daten der Studierendenbefragung in Deutschland als auch der Mixed-Methods-Ansatz des Projekts insgesamt.In den nachfolgenden Diskussionsgruppen sollen sowohl das Modell und theoretische Ansätze einerseits als auch die Methodik andererseits anhand einleitender Fragen weiter diskutiert werden, um Hinweise für die weitere Projektdurchführung zu erhalten. Von Interesse ist darüber hinaus ein übergreifender Austausch zum Themenfeld der studentischen Partizipation und des studentischen Engagements insgesamt, zum aktuellen Forschungsstand, drängenden Forschungsfragen und Hinweisen zu Vernetzungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund sollen in Abhängigkeit von der Teilnehmendenzahl drei bis vier Kleingruppen für einen vertiefenden Austausch gebildet werden.


Supporting Career Choices for Students with Special Educational Needs: A Conceptual Framework for Evaluating Intensified Career Counseling in an Experimental Design

Silke Anger, Gökay Demir, Pascal Heß, Ute Leber (IAB)

This study evaluates the planned introduction of intensified career counseling in special needs schools and aims to assess its effects on students’ counseling take-up, career orientation, and early labor market outcomes. The intervention is designed to expand the scope and intensity of career guidance provided to students in graduating cohorts as well as in the two preceding cohorts (pre-graduation and prepre-graduation classes), with the aim of improving information, decision-making, and transitions from school into vocational training or employment. The evaluation is structured around two main research questions. First, we examine how an expanded counseling offer affects the use of career guidance services, focusing on the reach of counseling (take-up), the number of counseling sessions, and the timing of first and subsequent contacts. Second, we study how enhanced information and counseling influence students’ career orientation and occupational choices, as well as their integration into the labor market. Empirically, the study is designed as a randomized controlled trial (RCT). Randomization is planned at the school level within each of approximately 20 local employment agency districts, ensuring balanced treatment and control group within regions. The study is intended to include around 220 special needs schools in total, with roughly 110 schools randomly assigned to receive the intensified career counseling and the remaining schools continuing with standard counseling services.Outcomes related to counseling take-up, career orientation, and transitions into vocational training or employment are planned to be measured primarily using administrative data, complemented, where feasible, by survey data on decision certanity, perceived informedness, and satisfaction.

Moderation: tba

Die One Health Teaching Clinic: Ein skalierbares Modell zur Integration nachhaltiger Gesundheit und One Health in schulische Bildung

Jan Heht, Benedikt Heuckmann (Universtität Münster)

Wirksame und zeitgemäße Bildungsstrategien sind zentrale Voraussetzungen dafür, das Konzept von One Health in der (formalen) schulischen Bildung zu verankern. Es beruht auf der Erkenntnis, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt untrennbar miteinander verbunden ist. Bekannte Beispiele hierfür sind zoonotische Erkrankungen wie COVID-19 und Ebola, die Ausbreitung für uns noch unbekannter Pathogenen durch den Klimawandel, aber auch Fragen zur Lebensmittelsicherheit, Verbreitung der Antibiotikaresistenz, Artensterben, Biodiversitätsverlust und Wildtiergesundheit. In diesem Vortrag stellen wir die One Health Teaching Clinic (OHTC) als einen innovativen Ansatz vor, der angehende Lehrkräfte der Naturwissenschaften mit One Health-Expert:innen aus Medizin, Veterinärmedizin und Umweltwissenschaften zusammenbringt, um drängende Forschungs- und Nachhaltigkeitsfragen im Sinne von One Health zu analysieren, als Lerngelegenheiten zu rekonstruieren und in formale schulische Bildungsprozesse zu übersetzen.Fundiert im One Health-Ansatz fördert die OHTC interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie praxisorientiertes Problemlösen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Im Rahmen eines einsemestrigen Kurses entwickeln Lehramtsstudierende ko-konstruktiv im Tandem aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik Lerngelegenheiten, die schulisches Lernen mit realweltlichen Herausforderungen und Fragen nachhaltiger Gesundheit verbinden. Anschließend führen die Studierenden Unterrichtsinterventionen an Schulen durch, analysieren die Lernprozesse im Sinne des forschenden Lernens und reflektieren die Lerngelegenheiten gemeinsam mit Fachwissenschaft und Fachdidaktik.Das OHTC-Programm wird über die Universität Münster hinaus auch an weiteren Standorten in Europa umgesetzt und hat bereits rund 200 angehende Lehrkräfte sowie über 1.000 Schüler:innen der Jahrgangsstufen 5 bis 13 erreicht. Neben positiven Effekten für die Lernprozesse der Schüler:innen (u. a. Fachwissenszuwachs, Sensibilisierung für Fragen nachhaltiger Gesundheit) deuten erste Ergebnisse in der empirischen Begleitforschung für die Professionalisierung der Studierenden auf deutliche Kompetenzzuwächse in Wissenschaftskommunikation, systemischem Denken und dem akademischen Selbstkonzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (Erkennen, Bewerten, Handeln) hin. Die OHTC bietet damit ein skalierbares Modell, um die nächste Generation von Lehrkräften darauf vorzubereiten, als wirkungsvolle Akteur:innen an der Schnittstelle von schulischer Bildung und One Health–Forschung zu agieren.


Internal migration and young adults’ life satisfaction: Effects of socio-spatial stratification

Rafael Warkotsch (DZHW/Uni Hildseheim)

Internal migration is an integral part of modern societies, common among young adults and associated with substantial changes in well-being. Especially at life course transitions such as entering post-secondary education and entering employment, internal migration allows young adults to move to suitable locations for training, working and living. However, because internal migration also requires substantial material and non-material resources, social stratification affects the utility and outcomes of internal migration. Furthermore, the way in which social stratification influences decisions for internal migration and its outcomes depends on the spatial context: for example, individuals living in central areas may benefit from access to educational institutions and employers, while individuals living in more remote areas may require more personal resources to migrate and successfully enter post-secondary education and employment.

This study uses large-scale longitudinal data from the German National Educational Panel Study (NEPS) to investigate how social stratification and spatial resources interact to shape young adults’ experience of internal migration when they enter post-secondary education and the labour market. Using life satisfaction as an outcome it approximates the overall experience of quality of life during these transitions and models life satisfaction trajectories using fixed-effects regression models. Furthermore, it uses quantile regression to examine whether internal migration has the potential to narrow the life satisfaction distribution among young adults and increase the life satisfaction especially of less satisfied individuals.


Gesundheitskompetenzförderung an deutschen Volkshochschulen – Umsetzung und Analyse mithilfe von Transformer-Modellen

Dr. Kerstin Hoenig, Dr. Verena Ortmanns, Dr. Elisabeth Reichart (DIE)

Aktuelle Nachhaltigkeitsstrategien positionieren Gesundheit und Wohlergehen als zentrale Aspekte nachhaltiger Entwicklung und betonen die Bedeutung von Gesundheitskompetenz für individuelle und gesellschaftliche Teilhabe (Bundesministerium für Gesundheit, 2024; Allianz für Gesundheitskompetenz, 2024). Parallel entwickelt sich in der Public-HealthForschung Gesundheitskompetenz als multimodales und relationales Konstrukt, das nicht nur Informationsverarbeitungsfähigkeit, sondern auch digitale, interaktive und kritische Kompetenzen einschließt sowie zwischen allgemeinen und spezifischen Facetten differenziert (Jordan, 2023; Jordan et al., 2025). Empirische Studien zeigen zudem eine sozial ungleiche Verteilung von Gesundheitskompetenz in der erwachsenen Bevölkerung, wodurch normative Nachhaltigkeitsziele wie soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit berührt werden (Hurrelmann et al., 2022).Volkshochschulen (vhs) nehmen als öffentliche Bildungsakteure eine zentrale Rolle ein, da sie Gesundheitsbildung programmatisch verankern (Bundesarbeitskreis Politik-GesellschaftUmwelt, 2019). Ihre Konzepte greifen zentrale Dimensionen der Public-Health-Diskussion um Gesundheitskompetenz auf, indem Gesundheitsbildung Menschen zum reflektierten Beurteilen und Handeln in Gesundheitsfragen befähigen sowie unterschiedliche Zielgruppen und Themenfelder adressieren soll (Deutscher Volkshochschul-Verband e. V., 2025). Gleichzeitig wurde in der deutschen Medienöffentlichkeit kritisch diskutiert, inwieweit die vhs diesen Anspruch tatsächlich einlösen (Der Spiegel, 2018).Der Beitrag untersucht, inwieweit sich solche programmatischen Zielsetzungen, z.B. die Zielgruppenorientierung oder kritische Reflektion von Informationen, in den Titel- und Ankündigungstexten von vhs-Kursen im Programmbereich Gesundheit empirisch nachvollziehen lassen. Datengrundlage ist der vhs-Kursfinder, eine bundesweite Datenbank mit Kursen von über 400 vhs; allein im Jahr 2025 wurden dort 30.043 Gesundheitskurse angekündigt. Mithilfe multilingualer Transformer-Modelle (z. B. mDeBERTa) werden die Texte mittels Multi-Class-Multi-Label-Klassifikation, Zero-Shot-Prompting und KeywordBoosting analysiert. Die Performanz wird anhand eines Vergleichs mit einem händisch kodierten Subset bewertet. Ziel ist es zu prüfen, ob solche Modelle geeignet sind, die Umsetzung programmatischer Ansprüche in der Erwachsenenbildung über textuelle Daten sichtbar zu machen und damit eine Grundlage für weiterführende Analysen zum Wissensund Kompetenzerwerb Erwachsener in Gesundheitsfragen zu schaffen.

Chair: Frederike Gerdes (DZHW)

Diskriminierungserfahrungen und Arbeitsmarktperspektiven internationaler Studierender in Deutschland

Daniel Völk, Jessica Ordemann (DZHW)

Die Anzahl internationaler Studierender ist zwischen 2005 und 2025 von etwa 190.000 auf 400.000 gestiegen. Etwa 37 Prozent von ihnen haben die Absicht, in Deutschland zu bleiben und erwerbstätig zu sein. Die Chancen für eine Integration in den Arbeitsmarkt sind hoch. Der demografische Wandel führt in Deutschland zu einem drastischen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials. Zuwanderung gilt neben einer steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren als zentrale Strategie zur Abmilderung des Fachkräftemangels. Besonders in akademischen Mangelberufen wie Medizin, Lehramt und den MINT-Fächern besteht ein hoher Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften.Der Zugang zu diesen Berufen ist jedoch vielfach an im deutschen Bildungssystem erworbene Abschlüsse gebunden, über die zugewanderte Fachkräfte häufig nur eingeschränkt verfügen. Internationale Studierende nehmen vor diesem Hintergrund eine Schlüsselrolle ein, da sie ihre Qualifikationen bereits in Deutschland erwerben und somit besser an die Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarktes angepasst sind. Damit ihr Potenzial genutzt werden kann, ist nicht nur die langfristige Bleibebereitschaft entscheidend, sondern auch die Gründe, warum sich internationale Studierende gegebenenfalls gegen einen Verbleib in Deutschland entscheiden.Der Beitrag untersucht Diskriminierungserfahrungen von internationalen Studierenden in den MINTFächern und der Medizin mit Daten der Studierendenbefragung in Deutschland 2021 und vergleicht diese mit anderen Fächergruppen.3 Wir fragen: Welche Erfahrungen machen internationale Studierende in diesen Fächern mit Diskriminierungen? Mittels logistischer Regressionen zeigen unsere Auswertungen, dass gut ein Fünftel aller internationalen Studierenden Diskriminierung erleben, während 15,6 Prozent der Studierenden mit Migrationshintergrund Diskriminierungserfahrungen haben. Es ist jedoch auffällig, dass sich negative Erfahrungen der internationalen Studierenden in den unterschiedlichen Fächern unterscheiden, wie auch die Erwerbsabsichten. So erleben beispielsweise internationale Studierende in den MINT-Fächern und der Medizin/Gesundheitswissenschaften häufiger Diskriminierung. Vor dem Hintergrund dieser Befunde diskutieren wir abschließend, welche Bedeutung Diskriminierungserfahrungen für die Arbeitsmarktperspektiven von internationalen Studierenden haben.


Effekte von Stereotypen auf die Zusammenarbeit in virtuellen ComputerSupported Collaborative Learning Gruppen

Laura Froehlich, Niels Seidel, Martin Schulze, Jörg M. Haake, Nathalie Bick, Jan-Bennet Voltmer, Sarah E. Martiny, Jana Nikitin, Verena Walpurger, Sören Michallek, Stefan Stürmer (CATALPA, FernUniversität in Hagen)

Fernstudiengänge fördern durch Flexibilität Studienerfolge nicht-traditioneller Studierender. Nicht-Muttersprachler*innen oder Studierende mit Migrationsgeschichte sind häufiger Betroffene negativer Stereotypisierung, was sich in unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und sozialen Positionierungen innerhalb von Computer-Supported Collaborative Learning (CSCL)-Gruppen niederschlägt. Die Unterscheidung in Targets (stereotypisierte Minderheiten) und Perceivers beeinflusst Interaktionsmuster sowie individuelle und kollektive Leistungen (van Dijk et al., 2017). In virtuellen Kleingruppen verstärkt asynchrone Kommunikation die Aktivierung sozialer Kategorien und Stereotype (u. a. Flanagin et al., 2002), was Bildungsdisparitäten fördert. Besonders in heterogenen Gruppen berichten Targets häufiger Stereotypisierungssorgen, geringere Einbindung und reduzierte Beteiligung an Aufgaben (Bick et al., 2024; Froehlich et al., 2024). Gleichzeitig zeigen sich geringere Kohäsion und Leistungen in der Lerngruppe (u. a. Voltmer et al., 2022).Im Einführungsmodul des Psychologie-Bachelors an der FernUniversität in Hagen wurde eine Längsschnittstudie mit vier Messzeitpunkten durchgeführt. Eine kollaborative Schreibaufgabe (Zusammenfassung und Peer-Review eines wissenschaftlichen Artikels) erfolgte im in Moodle integrierten Texteditor. Kommunikation und Beteiligung von Targets und Perceivers wurden mittels Learning Analytics und sozialer Netzwerkanalyse, basierend auf Verhaltensdaten und Selbstauskünften, untersucht.Einbezogen wurden N = 2024 Studierende in 286 CSCL-Gruppen (60 % weiblich, 22 % mit Migrationsgeschichte, 12 % Nicht-Muttersprachler*innen): 25 % wurden als Targets eingestuft (mit Behinderung, chronischer Erkrankung, Migrationsgeschichte, NichtMuttersprache). Zu Semesterbeginn berichteten Targets vermehrt Sorgen um Stereotypisierung, verbunden mit geringerer Motivation, soziale Kontakte zu knüpfen, vermittelt über ein vermindertes Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe. Die Ergebnisse bestätigenfrühere Befunde: In heterogenen CSCL-Gruppen war die Zusammenarbeit weniger eng. Mehrebenenanalysen zeigten, dass Targets unabhängig von Gruppenhomogenität mehr Stereotypisierungsängste äußerten als Perceivers. Interventionsansätze können z. B. angeleitete Kommunikation in der Kennenlernphase (Fast-Friendship-Procedure; Stürmer et al., 2018), Maßnahmen zur Förderung von Gruppenkohäsion und Zugehörigkeit sein.


Studieren ohne Ablaufdatum? Ageism an deutschen HAWs

Frederike Gerdes, Dr. Jessica Ordemann (DZHW)

Demografische Entwicklungen und vielfältigere Bildungsverläufe führen dazu, dass Studierende in Deutschland zunehmend aus unterschiedlichen Lebensphasen heraus ein Studium aufnehmen (Kroher et al., 2023). Unter ihnen befinden sich immer mehr ältere Studierende, die sich hinsichtlich ihrer Lebenssituationen und Bildungswege von jüngeren, Studierenden unterscheiden (Hagelskamp & Bonnen, 2022). Älteren Studierenden können im Hochschulkontext jedoch mit altersbezogenen Stereotypen konfrontiert sein, die auf chrononormativen Erwartungen basieren. Ihr Alter passt nicht zur hochschulischen Bildungsphase, da sie nach gesellschaftlichen Erwartungen bereits arbeiten sollten. Altersdiskriminierende Annahmen können sich in ungerechter Behandlung im Studium äußern und Studienleistungen beeinträchtigen (Hagelskamp & Bonnen, 2022): Ältere Studierende erleben häufiger als ihre jüngeren Kommiliton*innen Diskriminierung und werden häufiger von Arbeitsgruppen ausgeschlossen (Gerdes et al., 2025). Allerdings beschränkt sich die vorliegende Evidenz auf Universitäten und lässt die Frage offen, ob die beobachtete Altersdiskriminierung auch an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) stattfindet.Der Beitrag liefert erstmals eine systematische Untersuchung von Diskriminierungserfahrungen unter älteren Studierenden an HAWs. Grundlage bildet die „Studierendenbefragung in Deutschland“ (2021) (Beuße et al., 2022), deren Stichprobe detaillierte Einblicke in die bislang unterforschte Gruppe älterer Studierender ermöglicht. Analysiert werden sechs Formen altersbezogener Benachteiligung – von Diskriminierung bei Bewertung und Anerkennung von Leistungen über soziale Ausgrenzung bis hin zu verbaler Herabsetzung. Logistische Regressionsanalysen zeigen, dass sich die Wahrscheinlichkeit Diskriminierung zu erleben nicht nach der Art der Hochschule unterscheiden. Allerdings erleben ältere Studierende an HAWs häufiger Beleidigungen und Beschimpfungen als ihre jüngeren Kommiliton*innen. Jüngere Studierende berichten dagegen häufiger von sexualisierten Kommentaren im Studienalltag. Die Ausgrenzung älterer Studierender in Arbeitsgruppen, wie sie für Universitäten gefunden wurde, kann an HAWs nicht beobachtet werden. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels, der wachsenden Bedeutung lebenslangen Lernens und der damit verbundenen stärkeren (Alters-)Diversität der Studierendenschaft sollten Hochschulen verstärkt Strategien gegen altersbezogene Benachteiligung entwickeln. Nur so können diskriminierungsfreie Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Studierenden aller Altersgruppen ermöglichen, erfolgreich zu studieren.

Chair: Marie Lena Muschik (DZHW)

Welche Kompetenzen braucht nachhaltige KI?AI Literacy im Einsatz KI-basierter Entscheidungsunterstützungssysteme

Friedrich Bach, Andreas Seiferth, Ninja Schmiedgen (Universität Münster)

Der Einsatz KI-basierter Entscheidungsunterstützungssysteme gewinnt im Kontext nachhaltiger Transformationsprozesse zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in Organisationen außerhalb hochspezialisierter Technologieumgebungen – etwa im Mittelstand oder in beratenden Professionen – wird Künstliche Intelligenz als Instrument zur Verdichtung komplexer Datenlagen, zur Strukturierung von Entscheidungsprozessen und zur Unterstützung strategischer Weichenstellungen eingesetzt. Damit rücken jedoch nicht nur technologische Möglichkeiten, sondern vor allem die damit verbundenen Kompetenzanforderungen in den Fokus.Der Vortrag verbindet eine bildungswissenschaftliche Perspektive auf AI Literacy mit der Analyse eines laufenden Forschungsprojekts zur Entwicklung eines KI-basierten Entscheidungsunterstützungssystems für die nachhaltige Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen. Ausgehend von aktuellen Diskursen zu lebenslangem Lernen wird AI Literacy als mehrdimensionale Kompetenz verstanden, die über instrumentelle Bedienkenntnisse hinausgeht und Aspekte des Verstehens von Funktionslogiken, der kritischen Bewertung generierter Ergebnisse sowie der verantwortungsvollen Einbettung von KI in organisationale Entscheidungsprozesse umfasst.Diese theoretische Rahmung wird anschließend anhand des Projekts SusAI konkretisiert, das ein KI-gestütztes System zur Unterstützung von Nachhaltigkeitsentscheidungen entwickelt und erprobt. Am Beispiel der Mensch-KI-Interaktion im Anwendungskontext zeigt der Beitrag, wie sich Anforderungen an AI Literacy praktisch manifestieren, welche Spannungsfelder zwischen Automatisierung und Verantwortung entstehen und wo spezifische Lern- und Qualifizierungsbedarfe sichtbar werden.Der Vortrag leistet damit einen Beitrag zur Diskussion der Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen in nachhaltigen Transformationsprozessen, indem er aufzeigt, dass AI Literacy eine zentrale Voraussetzung für den reflektierten und nachhaltigkeitsorientierten Einsatz KI-basierter Systeme darstellt.


Career Entry, Coal Exit:The effects of the green transition on young workers’ labor market trajectories

Nadine Fetsch, Pascal Heß, Vaios Triantafyllou (IAB)

Driven by the European Union’s climate targets, Germany has committed to a rapid coal phaseout and a substantial expansion of renewable energy. Not all occupations are transferable to other sectors, and the extent to which the expansion of renewable energy can offset negative employment effects remains to be seen. It is frequently argued that many workers in this industry are older and will have retired by the time the coal phase-out is completed. Yet this raises the important question of how young workers will be affected. In this paper, we study the effects of the 2014 German coal phase-out policy announcement on young trainees using a difference-in-differences design. We begin by studying firms’ responses in terms of hiring new trainees, comparing firms in the coal supplychain to other ones, within districts containing coal plants. We proceed by providing individual-level evidence, focusing on trainees who were completing their traineeship in either electricity or mining at the time of the announcement. Comparing affected cohorts to non-affected ones, i.e. those who completed their traineeship before and after 2014, to similar trainees in other industries, we estimate the causal impact of the announcement. We first estimate the impact on short-term outcomes, such as training duration, the probability of working in the same industry after training, and the likelihood of pursuing a second traineeship. We then analyze longer-term labor market impacts on those affected trainees such as the probability of being employed at 27, their total earnings by that time, the duration of their first employment, as well as their first employment earnings. Ultimately, we aim to understand how the green transition can affect young individuals who entered the market at the time of the phaseout. To do so, we work with different data sources as the Integrated Employment Biographies, the Establishment History Panel and lists of power generating facilities. We find a significant decline in trainee hiring following the announcement. First short-term results indicate that affected trainees experience shorter training durations and are less likely to remain in the same industry. At the same time the probability of pursuing a second vocational training increases, suggesting adjustment through occupational or sectoral switching.


Sprachdiagnostik im Kontext nachhaltiger Bildung: Entwicklung bilingualer Normen für Deutsch mit einer LITMUS-Testbatterie

Natalia Gagarina (ZAS), Angela Grimm (Goethe Universität Frankfurt), Tanja Rinker (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt), Anna-Lena Scherger (Technische Universität Dortmund)

Nachhaltige Entwicklung ist untrennbar mit Bildung und lebenslangem Lernen verbunden. Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie die Grundlage für Bildungsprozesse, fachliches Lernen in der Schule, berufliche Qualifikation sowie gesellschaftliche Teilhabe bildet. Als zentrale Handlungskompetenz trägt sprachliche Kompetenz zur Reduktion sozialer Ungleichheiten bei und ist eng mit Gesundheit und Wohlbefinden verknüpft. Eine verlässliche Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen ist daher entscheidend, um betroffenen Kindern eine angemessene Förderung und Therapie zu ermöglichen und ihre langfristige soziale Partizipation sicherzustellen. Derzeit zeigt sich jedoch eine problematische Entwicklung: Während die Prävalenz umschriebener Sprachentwicklungsstörungen (Developmental Language Disorder, DLD) bei etwa 7 % liegt, erhalten in der Praxis über 30 % der Kinder eine entsprechende Diagnose (GEK-Arztreport, 2012; Barmer Krankenkasse – Grobe & Szecsenyi, 2023). Besonders herausfordernd ist die Diagnostik bei bilingual aufwachsenden Kindern, da sprachliche Auffälligkeiten häufig nicht eindeutig von unzureichenden Kompetenzen in der Umgebungssprache Deutsch zu unterscheiden sind. Vor diesem Hintergrund zielt das hier vorgestellte Projekt darauf ab, eine bilinguale, sprachsensitiv standardisierte Testbatterie (TEBIK 4–8) zu normieren. TEBIK kombiniert vier multilingual-sensitive LITMUS-Skalen zu Wortschatz, Grammatik, Phonologie und narrativen Fähigkeiten, eingebettet in ein Serious-Game-Format, TEBIK. Auf Basis von Daten von über 450 bilingualen Kindern im Alter von vier bis acht Jahren werden altersbezogene Entwicklungsverläufe identifiziert und Normen erstellt. Erste Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Alter und Dauer des Sprachkontakts zentrale Variablen für eine valide Normierung darstellen. Die entwickelten Normen sollen künftig eine evidenzbasierte, bilinguale Diagnostik ermöglichen und damit zu mehr diagnostischer Präzision und Chancengleichheit beitragen.

Chair: Fabian Trennt (DZHW)

Die LERN-Jahrestagung 2026 findet am 05. und 06. März 2026 im

Leibnizhaus
Holzmarkt 5
30159 Hannover

statt und wird vom DZHW ausgerichtet.

An der LERN-Jahrestagung können alle Angehörigen der 29 Mitgliedsinstitute des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) teilnehmen. Da es sich um eine interne Veranstaltung handelt, ist eine Teilnahme durch externe Interessierte leider nicht möglich.

Die Veranstaltungsräume befinden sich nicht am DZHW, sondern im Leibnizhaus.

Adresse:
Leibnizhaus
Holzmarkt 5
30159 Hannover

Der Hauptbahnhof mit Anschluss an den Nah- und Fernverkehr ist vom Leibnizhaus in ca. 10 Minuten zu Fuß erreichbar. U-Bahn (Station Markthalle/Landtag) und Bushaltestelle (Friedrichswall) liegen in unmittelbarer Nähe.

Anreise vom Hauptbahnhof aus (ca. 2 min.): Nehmen Sie die U-Bahnen 3, 7, 9 oder 13 (Richtung Wettbergen, Empelde oder Hemmingen) und steigen Sie an der 2. Station (Markthalle/Landtag) aus. Verlassen Sie die U-Bahn Station in Richtung Marktkirche. Gehen Sie nach der Marktkirche links in die Kramerstraße. Am Ende der Straße finden Sie den Holzmarkt, den Brunnen und die historische Fassade des Leibnizhauses.

Für die Teilnehmenden der Jahrestagung stehen folgende Hotelkontingente zur Verfügung:

CENTRAL-HOTEL-KAISERHOF
Ernst-August-Platz 4
30159 Hannover

Bedingungen:
149,00€ bzw. 119,00€ inkl. Frühstück pro Nacht
Kostenlose Stornierung bis 21 Tage vor Anreise
Buchbar bis 21. Januar 2026

B&B Hannover City
Philipsbornstraße 2
30165 Hannover

Bedingungen:
2 Nächte, 77,90 € inkl. Frühstück pro Nacht
Kostenlose Stornierung bis zur Anreise
Buchbar bis 25. Februar 2026

Die Reisekosten müssen von den LERN-Mitgliedern selbst getragen werden. Eine Erstattung ist nicht möglich.

An beiden Veranstaltungstagen steht in den Pausen ein Catering zur Verfügung.

Sollten Sie doch nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, bitten wir um eine kurze Mitteilung via E-Mail an , sodass wir Sie von der Teilnehmendenliste abmelden können.

Call for Papers


CIDER-LERN Conference 2025

Educational Success: Support, Measurement and Evaluation

Die CIDER-LERN-Konferenz 2025 wird organisiert vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) und dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit der CIDER-Koordination. Die Konferenz, die auch Bildungsforschenden außerhalb des CIDER-Netzwerks offen steht, findet vom 10. bis 11. November 2025 am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg statt.

Die Konferenz bringt Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um Ergebnisse sowie methodische und konzeptionelle Fragen der Bildungsforschung zu diskutieren. Das Thema der Veranstaltung lautet „Educational Success: Support, Measurement and Evaluation“. Die Veranstaltungssprache ist englisch.

Im Anschluss an die Konferenz findet am 12. November ein Workshop für CIDER-Fellows statt.

Keynote

Prof. Orla Doyle, Ph.D. (University College Dublin)

Prof. Dr. Samuel Greiff (Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB), Technische Universität München)


Call for Papers

Der Call for Papers ist bis zum 15. Juni 2025 geöffnet.

Um an der CIDER-LERN-Konferenz teilzunehmen, wählen Sie bitte ein Format (Vortrag oder Posterpräsentation) und senden Sie ein Abstract (maximal 350 Wörter, ohne Literaturangaben) an .


Fristen

Einreichungsfrist für Beiträge: 15. Juni 2025

Benachrichtigung über die Annahme: 15. Juli 2025

Beginn der Konferenzanmeldung: 15. Juli 2025

Ende der Konferenzanmeldung: 15. September 2025


Organisationskomitee

Prof. Dr. Cordula Artelt (LIfBi)
Dr. Christina Haas (LIfBi)
Prof. Dr. Florian Schmiedek (Head of CIDER)
Dr. Sophia Schmitz (BiB)
Prof. Dr. C. Katharina Spieß (BiB)

BPF25 – Bildung in Zeiten von Transformation und beruflichem Wandel

„Bildung in Zeiten von Transformation und beruflichem Wandel”

Das Bildungspolitische Forum 2025 fand am 01. Oktober 2025 in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, Berlin als Präsenzveranstaltung statt. Ausgewählte Programmteile wurden per Livestream übertragen.

Inhaltlich widmete sich das diesjährige Forum einem der drängendsten Themen unserer Zeit: der Transformation des Arbeitsmarkts im Kontext von Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischem Wandel. Diese drei tiefgreifenden Veränderungen beeinflussen nicht nur unsere Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die Art und Weise, wie Bildung gestaltet und erlebt wird.

Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale veröffentlichte im Rahmen des diesjährigen Bildungspolitischen Forums erneut ein Positionspapier: Zum Positionspapier

Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):

IAB | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V.



Fotos: William Veder Eventfotografie


9:30 Uhr
Grußworte der Politik
im Livestream verfügbar

Dorothee Feller
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB NRW)

Dr. Petra Bahr
Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

9:50 Uhr
Begrüßung durch das Netzwerk
im Livestream verfügbar

Prof. Dr. Kai Maaz
Vorsitzender der Sprecher*innengruppe des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) & Geschäftsführender Direktor des DIPF

9:55 Uhr
Einführung in das Thema “Bildung als Befähigung zu stetigem Wandel”
im Livestream verfügbar

Prof. Dr. Ludger Wößmann
Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik,
Ludwig-Maximilians-Universität München

10:15 Uhr
Keynote
“Aus- und Weiterbildung in der Transformation”
im Livestream verfügbar

Prof. Bernd Fitzenberger, Ph.D.
Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB),
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

11:30 Uhr

FORUM I

Schule: Sicherung der unverzichtbaren Kompetenzen im allgemeinbildenden Schulsystem

Parallele Foren I und II

Prof. Dr. Susan Seeber
Georg-August-Universität Göttingen

Rainer Schulz
Staatsrat a. D. der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung

Dr. Donate Kluxen-Pyta
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Moderation: Prof. Dr. Kai Maaz
Vorsitzender der Sprecher*innengruppe des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) & Geschäftsführender Direktor des DIPF

FORUM II

Weiterbildung inklusiv, digital und zukunftsorientiert gestalten

Jun. Prof. Dr. Laura Naegele
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), TU Dortmund

Dr. Sven Rahner
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Stefanie Rander
Siemens Energy

Leitung: Prof. Dr. Martin Ehlert
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB),
Freie Universität Berlin

12:30 Uhr – Mittagspause

13:30 Uhr

FORUM III

Berufsausbildung in Zeiten der Transformation: Herausforderungen und Perspektiven

Parallele Foren III und IV

Dr. Monika Hackel
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Magdalena Polloczek
Hans-Böckler-Stiftung

Susanne Müller
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Leitung: Prof. Dr. Silke Anger
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB),
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

gemeinsam mit

Dr. Bernhard Christoph
Institut für Arbeitsmarkt- und Beurfsforschung (IAB)

FORUM IV

Strategien für zukunftsfähige Hochschulstrukturen in Zeiten des demografischen Wandels

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans
Leibniz Universität Hannover

Prof. Dr. Walter Rosenthal
Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Dr. Klaus Wiener
Mitglied des Deutschen Bundestages, CDU

Leitung: Prof. Dr. Kerstin Schneider
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Mitglied des erweiterten Vorstands, Bergische Universität Wuppertal

gemeinsam mit

Friederike Hertweck, Ph.D.
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

14:30 – Kaffeepause

15:00 Uhr
Bildungsdialog
im Livestream verfügbar

Transformation und
beruflicher Wandel:
Was bedeutet das für die Bildung?

Andrea Nahles
Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit

Prof. Dr. Heike Solga
Direktorin der Forschungsabteilung „Ausbildung und Arbeitsmarkt“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Thomas Hoppe
Bundesvorsitzender DIE JUNGEN UNTERNEHMER

Dr. Catrin Hannken
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Moderation durch Dr. Jan-Martin Wiarda

16:15 Uhr
Abschluss
im Livestream verfügbar

16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Einführung in das Thema

Bildung als Befähigung zu stetigem Wandel

Prof. Dr. Ludger Wößmann
Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik | Ludwig-Maximilians-Universität München

Ständige Transformationsprozesse führen in der Wirtschaft zu Strukturwandel und damit auch zu stetigem beruflichem Wandel und Veränderungen in den beruflichen Tätigkeitsprofilen. Dadurch kann es zu einem Mismatch kommen zwischen den Qualifikationsprofilen der Arbeitnehmende und denjenigen, die die Unternehmen in ihren aktuellen Arbeitsprozessen benötigen. Um zu verhindern, dass die Veränderungen für viele Menschen den Verlust der Betätigungsmöglichkeit am Arbeitsmarkt, Armut und soziale Ungleichheit bedeuten, müssen die Menschen in die Lage versetzt werden, von den Chancen des andauernden wirtschaftlichen Strukturwandels zu profitieren. Wie kann das Bildungssystem auf diese Transformationen reagieren? Und wie kann es agieren, um die weitere zukünftige Entwicklung aktiv zu gestalten? Klar ist: Das Bildungssystem muss die Menschen auf eine sich wandeln­de Zukunft vorbereiten. Aufgrund der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen besteht eine zentrale Herausforderung darin, den Menschen die Fähigkeit zur Veränderung zu vermitteln – sowohl Anpassungs- als auch Gestaltungsfähigkeit. Dabei geht es darum, das „Lernen zu lernen“, wofür grundlegende Basiskompetenzen unerlässlich sind. Der Kerngedanke von Anpassungsfähigkeit und Flexibilität hat wesentliche Auswirkungen auf allen Ebenen, vom Individuum über die Bildungseinrichtungen und Firmen bis zum Bildungssystem und seiner politischen Steuerung. Nicht zuletzt geht es um eine zielführende Governancestruktur, in der die Politik klare Vorgaben setzt, in der die Bildungseinrichtungen Freiheiten für die notwendigen Umsetzungsprozesse haben, und in der alle Ebenen Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen.


Keynote

Aus- und Weiterbildung in der Transformation

Prof. Bernd Fitzenberger, PhD
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Die aktuellen Transformationsprozesse – Digitalisierung, ökologische Transformation, Demographie sowie Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit – verändern in tiefgreifender Weise den Arbeitsmarkt in Deutschland. Mit dem Strukturwandel und insbesondere mit der zunehmenden Bedeutung neuer Technologien, insbesondere Künstlicher Intelligenz, steigt der Bedarf an Aus- und Weiterbildung, um Beschäftigungsfähigkeit und berufliche Mobilität zu sichern. Seit 2019 sind rund 300 neue Berufe entstanden, viele mit Fokus auf „Green Skills“ und digitale Kompetenzen. Gleichzeitig verschärfen hohe Anteile unbesetzter Ausbildungsplätze und steigende Abbruchquoten den Fachkräftemangel. Besonders junge Erwachsene ohne Berufsabschluss – häufig mit Migrationshintergrund – stellen ein bislang ungenutztes Potenzial dar. Betriebliche Weiterbildung ist trotz ihrer zentralen Rolle für Produktivität und Innovationsfähigkeit nach der Pandemie noch nicht auf Vorkrisenniveau zurückgekehrt und Beschäftigte in einfachen Tätigkeiten nehmen trotz Qualifizierungsbedarfen eher selten an einer Weiterbildung teil. Erfolgreiche Transformationsbewältigung erfordert daher eine systematische Stärkung beruflicher Orientierung, modernisierte Curricula sowie den Ausbau von Weiterbildungsangeboten, um Qualifikationsdefizite abzubauen und neue Chancen der Transformation zu nutzen. Die Keynote beleuchtet diese Herausforderungen anhand aktueller Daten und Projektionen und diskutiert Handlungsempfehlungen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.


FORUM I

Schule: Sicherung der unverzichtbaren Kompetenzen im allgemeinbildenden Schulsystem

Leitung: Olaf Köller / Moderation: Kai Maaz
Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)

Schulische Kompetenzen stellen die Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Ausbildung dar. Sie vermitteln nicht nur fachliches Wissen, sondern auch wichtige Fähigkeiten, die für das Bestehen in der Arbeitswelt unerlässlich sind. Basale Kompetenzen in den Bereichen Bildungssprache, Naturwissenschaften und Mathematik sind essenzielle Voraussetzungen für nahezu jede berufliche Tätigkeit, da sie die Basis für die Kommunikation, Informationsverarbeitung und Problemlösung bilden.
Darüber hinaus spielen übergreifende Kompetenzen wie kritisches Denken, Teamarbeit und Zeitmanagement eine zentrale Rolle. Diese Fähigkeiten unterstützen Auszubildende dabei, sich in dynamischen Arbeitsumfeldern zurechtzufinden und auf neue Herausforderungen flexibel zu reagieren. Besonders in einer zunehmend digitalisierten Welt wird die Fähigkeit, digitale Werkzeuge zu nutzen und zu verstehen, immer wichtiger.
Auch soziale Kompetenzen, die häufig im schulischen Kontext durch Gruppenarbeiten und Projekte erlernt werden, sind für die berufliche Ausbildung von großer Bedeutung. Sie fördern die Zusammenarbeit und die Anpassungsfähigkeit in Teams. Ohne diese Schlüsselkompetenzen fällt es Auszubildenden schwer, die Anforderungen moderner Arbeitsplätze zu erfüllen.
Entsprechend diesen Anforderungen an die Ziele schulischer Bildungsprozesse in der Sekundarstufe I hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der KMK ein Gutachten Anfang des Jahres 2025 vorgestellt, in dem die für die berufliche Ausbildung unverzichtbaren basalen und funktionalen Kompetenzen beschrieben werden. Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren das Gutachten bzw. die Anforderungen, die sich in der Sekundarstufe I des allgemeinbildenden Schulsystem ergeben.


FORUM II

Weiterbildung inklusiv, digital und zukunftsorientiert gestalten

Leitung: Prof. Dr. Martin Ehlert
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor an der Freien Universität Berlin

Die Transformation des Arbeitsmarktes durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischen Wandel bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie neue Kompetenzen erwerben müssen. Weiterbildung ist ein zentrales Instrument, um Beschäftigte auf die veränderten Anforderungen vorzubereiten und Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels zukunftsfähig aufzustellen. Doch gerade jene Beschäftigtengruppen, die von diesen Veränderungen besonders betroffen sind – etwa Geringqualifizierte, ältere Menschen oder Beschäftigte in schrumpfenden Berufsfeldern –, nehmen bislang am seltensten an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Darüber hinaus verändert sich Weiterbildung durch neue digitale Angebote. Dies schafft neue Möglichkeiten der Teilhabe aber auch neue Herausforderungen beim Zugang und der Gestaltung des Lernprozesses.
Das Panel beleuchtet diese Herausforderungen und diskutiert, wie betriebliches und politisches Handeln die Chancengleichheit und die Effektivität von Weiterbildung gezielt fördern können. Welche politischen Rahmenbedingungen sind förderlich, um Weiterbildung für alle Beschäftigten attraktiv und zugänglich zu machen? Welche betrieblichen Strukturen schaffen eine inklusive Lernkultur? Welche Ansätze und Formate sind wirksam, um bisher unterrepräsentierte Gruppen zu erreichen und zum lebenslangen Lernen zu motivieren? Welche Weiterbildungen sind besonders effektiv für Beschäftigte und Unternehmen im Strukturwandel? Erhöhen digitale Lernumgebungen die Chancengleichheit und Effektivität oder schaffen sie neue Ungleichheiten?
Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft geben dazu praxisnahe Einblicke und Impulse. Im Panel wird diskutiert, wie durch inklusive Weiterbildungskonzepte sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert als auch allen Beschäftigten ein fairer Zugang zu Lerngelegenheiten in der sich wandelnden Arbeits- und Weiterbildungswelt ermöglicht werden kann.


FORUM III

Berufsausbildung in Zeiten der Transformation: Herausforderungen und Perspektiven

Leitung: Prof. Dr. Silke Anger
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Forschungsbereichsleiterin und Professorin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

gemeinsam mit

Dr. Bernhard Christoph
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Digitalisierung, Dekarbonisierung und demographische Entwicklung setzen das Berufsbildungssystem aus unterschiedlichen Richtungen unter Veränderungsdruck. Digitalisierung und Dekarbonisierung bringen einen technologischen Wandel mit sich, der die Qualifikationsanforderungen in der beruflichen Bildung deutlich verschiebt. Durch neue technische Möglichkeiten werden beispielsweise zuvor manuelle Tätigkeiten durch Technologie oder Maschinen ersetzt. Die Notwendigkeit, den Umgang mit den neuen Technologien zu vermitteln, kann die Ausbildungsinhalte betroffener Berufe verändern oder gänzlich neue Berufsprofile erfordern. Ähnliches gilt für die Dekarbonisierung, in deren Rahmen alte Technologien durch umweltfreundlichere abgelöst werden, wodurch sich Tätigkeitsinhalte (und damit auch Ausbildungserfordernisse) in den betroffenen Bereichen ändern. Die Diskussion soll sich hier darauf konzentrieren, welche Veränderungen im Bereich der Berufsbildung und der Ausbildungsordnungen – oder gegebenenfalls auch im Bereich der vorgelagerten schulischen Bildung – wünschenswert sind, um diesem technologischen Veränderungsdruck zu begegnen.

Im Gegensatz dazu sind die Veränderungen aufgrund der demographischen Entwicklung gänzlich anderer Natur: bedingt durch geringere Jahrgangsstärken und die Tendenz der Jugendlichen, eher höhere Qualifikationen anzustreben, wird es für viele Betriebe schwieriger, Auszubildende zu finden. Diese Besetzungsprobleme können je nach Beruf sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie attraktiv dieser für Jugendliche ist. Besonders in weniger beliebten Berufen wird es zunehmend schwierig, offene Ausbildungsstellen zu besetzen. Insofern stellt sich hier zwar nicht zwingend die Frage nach der Attraktivität der Berufsausbildung als solcher, wohl aber nach der Attraktivität einzelner Berufe und den Faktoren, die diese beeinflussen.

Hinzu kommt, dass es trotz des aktuell hohen Bedarfs an Auszubildenden eine große Zahl unversorgter Jugendlicher gibt. Dies wirft die Frage auf, worin die Ursachen für diese überraschende Konstellation mit gleichzeitig hohem Ausbildungsbedarf einerseits und einer hohen Zahl unversorgter Bewerberinnen und Bewerber andererseits liegen. Wir wollen diskutieren, wie die Voraussetzungen geschaffen werden können, um mehr Jugendliche in Ausbildung zu bringen, und welche Anpassungen hierfür gegebenenfalls auch seitens der Ausbildungsordnungen und/oder der Arbeitgeber notwendig wären.


FORUM IV

Strategien für zukunftsfähige Hochschulstrukturen in Zeiten des demografischen Wandels

Leitung: Prof. Dr. Kerstin Schneider
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Mitglied des erweiterten Vorstands und Bergische Universität Wuppertal

gemeinsam mit

Dr. Friederike Hertweck
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Der demografische Wandel verändert die deutsche Hochschullandschaft tiefgreifend. Zwar sinken die Studierendenzahlen insgesamt, gleichzeitig wächst jedoch die Heterogenität der Studierendenschaft hinsichtlich Bildungsbiografien, sozialer Hintergründe, internationaler Herkunft und individueller Lernbedarfe. Dadurch sehen sich Hochschulen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sie müssen passgenaue, diversitätssensible und flexible Studienangebote entwickeln, die dieser zunehmenden Vielfalt gerecht werden. Zugleich verändern sich die Qualifikationsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt durch die großen Transformationsprozesse rasant. Hochschulen müssen daher nicht nur fachliche und digitale Kompetenzen vermitteln, sondern auch auf lebenslanges Lernen vorbereiten. Dies betrifft sowohl klassische Studiengänge als auch neue interdisziplinäre Felder und verstärkt die Notwendigkeit, Studium, Lehre und Forschung in einem strukturell recht trägen System kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu benötigen Hochschulen eine strategische und datenbasierte Steuerung, die sowohl demografische Trends als auch die digitale und ökologische Transformation berücksichtigt. Nur so können sie ihrer Rolle als zentrale Orte für akademische Bildung, Fachkräftesicherung und lebenslanges Lernen gerecht werden. Wie dies gelingen kann, diskutieren wir mit Wissenschaft, Politik und Hochschule in diesem Forum.

Portrait Silke Anger

Prof. Dr. Silke Anger

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Prof. Dr. Silke Anger leitet den Forschungsbereich „Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und ist Professorin für Bildungsökonomie an der Otto-Friedrich Universität Bamberg.

Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Bamberg an der University of South Carolina, Columbia, und promovierte sich 2005 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach war sie bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Während ihrer Promotion und Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte sie längere Forschungsaufenthalte an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona, an der University of Stirling und an der University of California, Santa Barbara.

Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen bildungs- und arbeitsökonomische Fragestellungen. Sie ist Research Fellow des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und des Research Centre for Education and the Labour Market (ROA) der Universität Maastricht und Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gremien wie auch wissenschaftliche Co-Leitung der Erwachsenenbefragung des Nationalen Bildungspanels.

Porträt Petra Bahr

Dr. Petra Bahr

Staatssekretärin im BMBFSFJ

Dr. Petra Bahr (*29. April 1966 in Lüdenscheid) ist Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Nach dem Abitur 1985 studierte sie Journalistik in Dortmund sowie Theologie und Philosophie in Münster, Bochum und Jerusalem. Im Jahre 2002 folgte die Promotion an der Universität Basel. Von 1999 bis 2006 leitete sie den Forschungsbereich „Recht, Ethik, Politik” an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg und war anschließend Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland in Berlin. Von 2014 bis 2016 war sie mit der Leitung der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin betraut bis sie 2017 Regionalbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover wurde. Im Jahr 2025 wurde sie dann von Bundesministerin Karin Prien zur Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ernannt.

Dr. Bernhard Christoph

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Bernhard Christoph ist seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAB. Seit 2009 arbeitet er im Forschungsbereich “Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe”. Er studierte Soziologie bzw. Sozialwissenschaften an den Universitäten Jena, Baton Rouge und an der HU Berlin. 2016 promovierte er an der FAU Erlangen-Nürnberg.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere Hochschul- und Berufsbildungsforschung sowie Armuts- und Berufsforschung.

Portrait Martin Ehlert

Prof. Dr. Martin Ehlert

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB),
Freie Universität Berlin

Martin Ehlert leitet die Forschungsgruppe „Nationales Bildungspanel: Berufsbildung und lebenslanges Lernen“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Gleichzeitig hat er eine Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt „Bildung und Digitalisierung“ an der Freien Universität Berlin inne. Er studierte Sozialwissenschaften in Osnabrück und an der HU Berlin und promovierte anschließend in Soziologie an der FU Berlin.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem soziale Ungleichheit beim Zugang zu und den Erträgen von Weiterbildung, berufliche Bildung und Übergänge in den Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkttransitionen sowie die Digitalisierung der Arbeitswelt und der Weiterbildung.

Prof. Bernd Fitzenberger, Ph.D.

Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB),
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Bernd Fitzenberger ist seit September 2019 Direktor des IAB und seit Oktober 2020 Professor für Quantitative Arbeitsökonomik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Er studierte an der Universität Konstanz und an der Stanford University in den USA Volkswirtschaftslehre, Mathematik und Statistik, promovierte an der Stanford University in Economics und wurde 1998 an der Universität Konstanz habilitiert. 1998 wurde er Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Sozialpolitik an der TU Dresden und kam, nach verschiedenen Stationen in Mannheim, Frankfurt, Freiburg und Berlin, 2019 als Direktor ans IAB und 2020 als Professor an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Er ist Research Fellow an verschiedenen Instituten, z.B. Institute for Fiscal Studies, London, er ist Co-Editor der internationalen Zeitschrift Labour Economics und Mitherausgeber des Journal for Labour Market Research.

Seine Hauptforschungsgebiete sind Einkommens- und Lohnungleichheit, Beschäftigungsentwicklung, Evaluation von Maßnahmen der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, Beschäftigung von Müttern, berufliche Bildung und Übergang von Schule zu Beruf.

Portrait Monika Hackel

Dr. Monika Hackel

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Dr. Monika Hackel ist Leiterin der Abteilung 2 “Struktur und Ordnung der Berufsbildung“ im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Nach beruflicher Erstausbildung und Familienphase absolvierte sie ein Magisterstudium und promovierte an der FernUniversität in Hagen. Sie arbeitete als selbstständige Unternehmensberaterin im Maschinen- und Anlagenbau und ist Mitglied der Gesellschaft für Arbeitswissenschaften. Im BIBB war sie in unterschiedlichen Projekten als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig bevor sie 2013 die Arbeitsbereichsleitung „Kaufmännische Berufe, Berufe der Medienwirtschaft und Logistik“ übernahm und 2016 mit der Abteilungsleitung betraut wurde.

Sie vertritt das Institut in unterschiedlichen Beiräten und Gremien (z.B. dem Arbeitskreis DQR oder dem Pakt für Berufliche Schulen) und ist mit einem breiten Themenspektrum rund um das Thema Bildung, Arbeit und Beruf befasst. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Systemstrukturen, Inklusion, Durchlässigkeit, Innovationen, Nachhaltigkeit und Demokratiebildung in der beruflichen Aus- und Fortbildung.

Porträt Catrin Hannken

Catrin Hannken

Unterabteilungsleiterin 31 Berufliche Bildung im BMFTR

Dr. Catrin Hannken ist seit 2019 Leiterin der Unterabteilung Berufliche Bildung im Bundesministerium für Technik, Forschung und Raumfahrt (BMFTR). Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehört die Ausgestaltung des Rechtsrahmens der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, genauso wie die Entwicklung und Umsetzung von Förderprogrammen zur Weiterentwicklung des Berufsbildungssystems. Sie ist seit 2008 im BMBF und war zuständig für verschiedene nationale und internationale Projekte und Programme im Bildungsbereich, u.a. für Bildung für nachhaltige Entwicklung, kommunales Bildungsmanagement und kulturelle Bildung. Vor ihrer Zeit im BMBF war Frau Hannken Dienststellenleiterin der Landesvertretung Bremen in Berlin. Die gebürtige Bremerhavenerin ist Juristin und hat an der Universität Bremen studiert.

Friederike Hertweck, Ph.D.

RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Dr. Friederike Hertweck ist Bildungsökonomin am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Dort leitet sie seit Juli 2025 die Nachwuchsforschungsgruppe CAM4transfo, die sich mit Bildungs- und Karriereentscheidungen junger Erwachsener in Zeiten der großen Transformationsprozesse befasst. Sie erhielt ihren Master of Science in Economics von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2016 und promovierte anschließend an der Freien Universität Bozen zu Themen der Hochschulökonomik.

Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Bildungsökonomik. In diesem Gebiet forscht sie insbesondere zu Bildungsübergängen und zur institutionellen Ausgestaltung des Hochschulsektors. Sie arbeitet überwiegend empirisch mit amtlichen Bildungsdaten verschiedener europäischer Länder. Daneben erhebt sie auch eigene Daten im Rahmen von verhaltensökonomischen Feldexperimenten im Schul- und Hochschulkontext.

Portrait Thomas Hoppe

Thomas Hoppe

Bundesvorsitzender DIE JUNGEN UNTERNEHMER

Thomas Hoppe ist seit November 2023 Bundesvorsitzender des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER. Der 37-Jährige aus Hannover ist Gründer und Geschäftsführer der Schülerkarriere GmbH, einem der größten Karriere-Netzwerke für Schüler in Deutschland, sowie der Office-Sharing-Plattform work connect GmbH. Seit Jahren engagiert er sich leidenschaftlich für bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für junge Unternehmer. Im Verband bringt er die Perspektive der Gründer in den politischen Diskurs ein und kämpft für weniger Bürokratie, mehr Gründertum und bessere ökonomische Bildung. Besonders wichtig ist ihm der Austausch zwischen Nachfolgern aus Familienunternehmen und innovativen Startups – als Grundlage für unternehmerischen Fortschritt in Deutschland. Kommunalpolitisch ist Hoppe seit 2011 im Stadtrat aktiv. Als früherer Hochschuldozent für Unternehmensgründung liegt ihm zudem der Gründungsmut junger Menschen besonders am Herzen.

Portrait Monika Jungbauer-Gans

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans

Leibniz Universität Hannover

Monika Jungbauer-Gans war bis September 2025 wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Aktuell ist sie Professorin für Hochschul- und Wissenschaftssoziologie an der Leibniz Universität Hannover. Sie studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie 1992 promovierte und 2001 habilitierte. Von 2002 bis 2004 übernahm sie die Vertretung der Professur für Allgemeine Soziologie an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2005 bis 2010 war sie Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und von 2010 bis 2015 Inhaberin des Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Ihre Forschungsgebiete sind Hochschul- und Arbeitsmarktforschung, Bildungssoziologie, Medizin- und Gesundheitssoziologie sowie qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung.

Portrait Donate Kluxen-Pyta

Dr. Donate Kluxen-Pyta

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Donate Kluxen-Pyta studierte ab 1980 Philosophie, Geschichte und Islamwissenschaft in Bonn, Köln und München. Nach dem Magister schloss sich die Promotion in Philosophie an.  1990 wirkte sie am Aufbau des Instituts für Wissenschaft und Ethik (IWE) an der Universität Bonn mit und hielt Lehrveranstaltungen ab. Das politische Interesse überwog schließlich und sie nahm das Angebot an, 1992 – 1994 im Stab der Grundsatzprogramm-Kommission der CDU mitzuwirken. 1994 bis 1997 war sie Mitarbeiterin eines CDU-Bundestagsabgeordneten.

Seit 1997 ist sie bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) tätig, zunächst in der Grundsatz-, dann in der Bildungsabteilung, seit 2005 als stellvertretende Abteilungsleiterin. In diesem Rahmen ist sie für die Themen frühkindliche Bildung, Schulpolitik und Lehrkräftebildung zuständig sowie für die Netzwerke SCHULEWIRTSCHAFT und Berufswahl-SIEGEL. Sie betreut zudem den Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung.

Portrait Kai Maaz

Prof. Dr. Kai Maaz

Vorsitzender der Sprecher*innengruppe des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) & Geschäftsführender Direktor des DIPF

Prof. Dr. Kai Maaz ist Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, wo er darüber hinaus die Abteilung „Struktur und Steuerung des Bildungswesens“ leitet. Zugleich ist er Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungssysteme und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die soziale Ungleichheit beim Bildungserwerb sowie der Abbau von Bildungsbarrieren, systemische Schul- und Systementwicklung, die Evaluation von Bildungsreformen und -programmen sowie das Bildungsmonitoring. Er ist u.a. Sprecher der Autor:innengruppe des nationalen Bildungsberichts, leitet den Forschungsverbund zur wissenschaftlichen Begleitung des Startchancen-Programms und ist Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz.

Susanne Müller

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Susanne Müller ist stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Schwerpunktmäßig befasst sie sich mit Themen der beruflichen Weiterbildung, der MINT-Bildung und der Digitalisierung. Sie wirkt für die BDA u. a. im Nationalen MINT Forum und der Nationalen Weiterbildungsstrategie mit und ist stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Saarbrücken und Bologna und dem Rechtsreferendariat in Berlin war sie zunächst als Referentin für Berufliche Bildung bei der BDA tätig. Es folgte ein Wechsel ins Kompetenzzentrum für Berufsbildung und Personalentwicklung im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Dort wirkte sie zuletzt als Geschäftsführerin, bevor sie in die aktuelle Funktion zur BDA zurückkehrte.

Portrait Laura Naegele

Jun. Prof. Dr. Laura Naegele

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), TU Dortmund

Laura Naegele ist seit 2024 Juniorprofessorin für Erwerbstätigkeit und Bildung im Alter an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Technischen Universität Dortmund und leitet parallel seit 2022 die Nachwuchsforschungsgruppe BeKomIng Digital (Betriebliches Kompetenzmanagement älterer Beschäftigter in digitalisierten Lernumwelten) am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. In ihrer Forschung befasst sie sich mit der Schnittstelle zweier zentraler gesellschaftlicher Megatrends: Digitalisierung und demografischer Wandel. Der Fokus liegt auf der erwerbsverlaufsbegleitenden Qualifizierung älterer Beschäftigter in digitalen Lernumgebungen sowie auf der Frage, wie digitale Technologien lebenslanges Lernen unterstützen können.

Weitere Forschungsinteressen umfassen Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, Alter(n)smanagement, vergleichende Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, Rentenübergänge sowie Erwerbstätigkeit nach dem Ruhestand.

Sie hat Soziologie an den Universitäten Bochum und Berlin studiert und im Fach Gerontologie am Institut für Gerontologie der Universität Vechta zum Thema betriebliches Kompetenzmanagement älterer Beschäftigter im Handwerk promoviert.

Portrait Andrea Nahles

Andrea Nahles

Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit

Andrea Nahles ist seit 1. August 2022 Vorsitzende des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit.

Von 2020 bis 2022 war sie Präsidentin der Bundesanstalt für Telekommunikation. Zuvor war Andrea Nahles in verschiedenen hochrangigen politischen Positionen tätig. Von 2013 bis 2017 war sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Von 1998 bis 2002 sowie von 2005 bis 2019 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und in dieser Zeit Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales.

Andrea Nahles hat Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Bonn studiert. Sie ist Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte und ist im Freundeskreis der Abtei Maria Laach.

Portrait Magdalena Polloczek

Magdalena Polloczek

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung

Magdalena Polloczek leitet am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung das Referat „Aus- und Weiterbildung in der transformierten Arbeitswelt“. Zuvor hat sie als Referentin für Forschungstransfer und Transformation am WSI gearbeitet. In ihrer Dissertation mit dem Titel „Skills in Changing Labor Markets. Comparative Analyses on Digitalization, Skill Formation, and Skill Demand during Recruiting in Estonia and Germany” untersuchte sie in einer ländervergleichenden Perspektive, wie Ungleichheiten beim Eintritt in den Arbeitsmarkt wirken und analysierte dabei berufliche Ausbildungssysteme, ausgewählte Ausbildungsgänge und die Nachfrage nach beruflichen Kompetenzen in der digitalen Transformation. Zu ihren aktuellen Interessen zählen Übergangsprozesse von der Schule in den Ausbildungsmarkt, Weiterbildungsmöglichkeiten von Beschäftigten sowie die Frage von Fachkräfteengpässen – im Kontext der sozial-ökologischen wie digitalen Transformation.

Dr. Sven Rahner

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Dr. Sven Rahner ist als Leiter des Referates „Grundsatzfragen der Weiterbildungspolitik, Nationale Weiterbildungsstrategie“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) tätig. Er studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Psychologie in Heidelberg und Toronto (Kanada) und promovierte zum Thema Fachkräftesicherung an der Universität Kassel. Er war im Herbst 2022 John F. Kennedy Memorial Policy Fellow am Center for European Studies der Harvard University.

Vor seiner Zeit im BMAS war er als Fachreferent für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im Deutschen Bundestag tätig. Im BMAS war er zudem als Referent für Grundsatzfragen der Gesellschafts- und Sozialpolitik sowie für Arbeitspolitik und Arbeitskräftesicherung zuständig und baute die Geschäftsstelle Nationale Weiterbildungsstrategie auf.

Sven Rahner ist Autor von zwei Büchern und zahlreichen Artikeln zur Zukunft von Arbeit und Bildung.

Stefanie Rander

Siemens Energy

Stefanie Rander ist eine erfahrene HR-Managerin und Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Personal-, Talent-, Führungskräfte- und Organisationsentwicklung sowie Change-Management. Aktuell ist sie Global Lead für Growth, Career & Talent Development bei Siemens Energy. Sie hat umfangreiche Erfahrung in der strategischen Personalplanung und der Förderung von Führungskräften sowie der Gestaltung von globalen Lern- und Entwicklungsprogrammen. Ihre Karriere umfasst verschiedene Positionen bei Siemens und der Vereinsbank, darunter Global HR Business Partner und Senior HR Strategy Consultant, Merger & Acquisition Integration Manager und Head of Recruiting. Stefanie ist zertifizierte systemische Beraterin, Coach und Supervisorin, damit nebenberuflich selbständig und leitet die unternehmensinterne Coaching Community. Sie hat Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert und zahlreiche Weiterbildungen in agilen Methoden, Design Thinking und systemischer Beratung absolviert. Sie spricht unter anderem fließend Deutsch und Englisch.

Portrait Walter Rosenthal

Prof. Dr. Walter Rosenthal

Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Walter Rosenthal ist seit Mai 2023 Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Von 1996 bis 2009 war er Direktor des heutigen Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin, ehe er als Stiftungsvorstand und Wissenschaftlicher Vorstand ans Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch wechselte (2009-2014). Von 2014 bis 2023 war er Präsident der Universität Jena. Rosenthal ist Mitglied der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina. 2022 wurde er zum „Hochschulmanager des Jahres“ gekürt.

Prof. Dr. Kerstin Schneider

RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Mitglied des erweiterten Vorstands, Bergische Universität Wuppertal

Prof. Dr. Kerstin Schneider ist Mitglied des erweiterten Vorstands des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und Vorsitzende von RatSWD  (Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten). Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft und Steuerlehre an der Bergischen Universität Wuppertal und Vorsitzende des WIB – Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung.

In ihrer Tätigkeit beim RatSWD setzt sie sich für eine bessere Forschungsdateninfrastruktur ein, insbesondere für ein gutes Forschungsdatengesetz und den Zugang zu besseren Bildungsdaten in Deutschland. Ihre Forschungsschwerpunkte am RWI liegen im Bereich Bildungsökonomik, insbesondere in der Hochschulforschung. In einer interdisziplinären Forschungsgruppe befasst sie sich mit den Effekten von Zulassungsvoraussetzungen und Regeln im Studium auf Studienerfolg und Erwerbsbiografien.

Rainer Schulz

Staatsrat a.D. der Hamburger Behörde für Schule- und Berufsbildung

Geboren am 14. November 1958 in Schleswig, verheiratet, erwachsene Kinder

  • Studium der Betriebswirtschaftslehre, Erziehungswissenschaft, Sportwissenschaft und Blindenpädagogik mit dem Abschluss Diplom-Handelslehrer/ 1. Staatsexamen an der Universität Hamburg
  • Weiterbildungsstudium zum Coach am Weiterbildungsinstitut der Universität Kiel
  • Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 1985- 1997: Tätigkeit als Studienrat an der Staatlichen Handelsschule für Blinde und Sehbehinderte in Hamburg und Leiter der Handelsschule für Blinde und Sehbehinderte
  • 1997-2004: Schulleiter der Staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik in Hamburg
  • 2004-2008: Oberschulrat am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung – Leitung der Ausbildung Berufliche Bildung –
  • 2008-2016: Geschäftsführer (Senatsdirektor) des Landesbetriebes Hamburger Institut für berufliche Bildung (HIBB).
  • 01.01.2017 – 08.05.2025: Staatsrat der Behörde für Schule und Berufsbildung
  • Seit 08.05.2025 Staatsrat a.D. freiberuflich tätig als Berater und Coach
Portrait Susan Seeber

Prof. Dr. Susan Seeber

Georg-August-Universität Göttingen

Prof. Dr. Susan Seeber studierte und promovierte in der Wirtschaftspädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Habilitation erfolgte an der Universität Hamburg. Seit 2010 ist sie Professorin für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen. Zuvor arbeitete sie an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF). Seit 2010 ist sie Mitglied der Autor:innengruppe des Nationalen Bildungsberichts, seit 2021 Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz (KMK).

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. das Monitoring beruflicher Aus- und Weiterbildung, Fragen des Übergangs in berufliche Ausbildung sowie der Kompetenzdiagnostik und -förderung in kaufmännischen und gesundheitsbezogenen Berufen mittels simulations- und technologiebasierter Verfahren.

Prof. Dr. Heike Solga

Direktorin der Forschungsabteilung „Ausbildung und Arbeitsmarkt“ am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB)

Prof. Dr. Heike Solga ist Direktorin der Abteilung „Ausbildung und Arbeitsmarkt“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Soziologie and der Freien Universität Berlin. Einer ihrer zentralen Forschungsschwerpunkte sind die Bildungsverläufe und Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen mit niedrigen Schulabschlüssen und gering qualifizierten Erwachsenen. Sie war Sachverständige in der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ des Deutschen Bundestages (2018-2021). Für ihre Arbeit erhielt sich den Berliner Wissenschaftspreis (2013) sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande (2023).

Portrait Jan-Martin Wiarda

Dr. Jan-Martin Wiarda

Bildungs- und Wissenschaftsjournalist

Dr. Jan-Martin Wiarda, Jahrgang 1976, ist freier Journalist und Blogger für Bildung und Wissenschaft. Von Januar 2013 bis Juli 2015 war er Leiter Kommunikation und Medien und Pressesprecher der Helmholtz-Gemeinschaft. Von 2004 bis 2012 war Wiarda Redakteur und zuletzt stellvertretender Leiter des Bildungsressorts „Chancen“ der Wochenzeitung „DIE ZEIT“. Er studierte Politologie, Volkswirtschaft und Soziologie in München, besuchte dort die Deutsche Journalistenschule und wechselte dann an die University of North Carolina at Chapel Hill, USA, wo er sein Journalismusstudium fortsetzte.

Dr. Klaus Wiener

Mitglied des Deutschen Bundestages, CDU

Dr. Klaus Wiener MdB ist seit 2021 direkt gewähltes Mitglied der CDU im Deutschen Bundestag. Er ist u.a. Obmann im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie sowie Mitglied im Finanzausschuss. Seit 2023 ist er zudem Mitglied des Bundesvorstands der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und Vorsitzender der MIT-Bundesfachkommission Wirtschaft. Vor seiner Zeit im Bundestag war der promovierte Volkswirt bei der Generali und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft als Chefvolkswirt tätig. Seit 2017 ist er zudem Dozent an der Deutschen Aktuar-Akademie. Besonders wichtig ist ihm eine exzellente Ausbildung an den Hochschulen und die bessere Verzahnung von Hochschulen und Arbeitsmarkt, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.

Portrait Ludger Wößmann

Prof. Dr. Ludger Wößmann

Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik,
Ludwig-Maximilians-Universität München

Ludger Wößmann leitet das ifo Zentrum für Bildungsökonomik und ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist auch Distinguished Visiting Fellow an der Hoover Institution, Stanford University. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Bildungsökonomik, insbesondere der Bedeutung von Bildung für wirtschaftlichen Wohlstand und den Auswirkungen von Schulsystemen auf Schülerleistungen und Chancengleichheit. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium und der International Academy of Education. 

Begrüßungen
Grußworte der Politik von Dorothee Feller und Dr. Petra Bahr
Begrüßung des Netzwerks von Prof. Dr. Kai Maaz

Einführung in das Thema
Prof. Dr. Ludger Wößmann

Keynote
Prof. Bernd Fitzenberger, Ph. D.

Forum I – Schule
Prof. Dr. Susan Seeber, Rainer Schulz, Dr. Donate Kluxen-Pyta

Bildungsdialog
Andreas Peikert, Prof. Dr. Heike Solga, Thomas Hoppe, Dr. Catrin Hannken

Abschluss
Dr. Jan-Martin Wiarda, Prof. Dr. Kerstin Schneider, Prof. Dr. Ludger Wößmann

Zum Positionspapier des Bildungspolitischen Forums 2025

Das Bildungspolitische Forum 2025 findet am 01. Oktober 2025 in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Hiroshimastraße 12-16 in Berlin statt.

Die Landesvertretung NRW liegt im Berliner Bezirk Mitte am Südrand des Tiergartens im alten Diplomaten- und Botschaftsviertel.

Verkehrsverbindungen per Bus & Bahn:

Bus 200 Haltestelle “Tiergartenstraße”
Bus 100, 106, 187, N26 Haltestelle “Nordische Botschaften/Adenauer-Stiftung”
Bus M29 Haltestelle “Hiroshimasteg”
S-Bahn Haltestelle “Potsdamer Platz”

Ja – das Bildungspolitische Forum 2025 findet hauptsächlich als Präsenzveranstaltung in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin vor Ort statt. Ausgewählte Programmpunkte können via Livestream auf der Veranstaltungsseite verfolgt werden. Diese sind im Programm entsprechend hervorgehoben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung ist allerdings verbindlich. Um uns die Organisation des Tages zu erleichtern, bitten wir im Falle einer Verhinderung um eine kurze Nachricht an .

Sie können sich ab Sommer 2025 über das Anmeldeformular auf der Veranstaltungsseite www.leibniz-bildung.de/bpf25 zum Bildungspolitischen Forum anmelden. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie umgehend eine Bestätigungsmail. Sollten Sie diese nicht erhalten, sichten Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Ansonsten sprechen Sie uns gerne an – wir prüfen dann, ob Ihre Anmeldung erfolgreich war. Unsere Kontaktdaten finden Sie unter Punkt 12.

Die Teilnehmendenzahl ist durch die Raumkapazitäten vor Ort begrenzt. Bitte denken Sie daher daran, dass Ihre Anmeldung verbindlich ist.

Nein, die während Ihres Anmeldeprozesses getroffene Auswahl zur Teilnahme an den parallelen Foren ist nicht verbindlich. Zur besseren Organisation und Planung bitten wir jedoch um vorherige Präferenznennung.

Ja – das Plenarprogramm des Bildungspolitischen Forums wird als Livestream übertragen sowie zur Dokumentation aufgezeichnet. Nicht aufgezeichnet werden jedoch die parallelen Foren.

Alle aufgezeichneten Veranstaltungsteile sowie ausgewählte Materialien aus den Foren werden zeitnah nach der Veranstaltung unter www.leibniz-bildung.de/bpf25 abrufbar sein.

Den Link zum Livestream veröffentlichen wir am Tag der Veranstaltung auf www.leibniz-bildung.de/bpf25.

Die Anmeldung für den Livestram ist optional. Sie müssen sich nicht zwingend anmelden und finden den Link zum Livestream am Tag der Veranstaltung auf der Veranstaltungsseite unter www.leibniz-bildung.de/bpf25.

Ja, sofern Sie Teilnehmende der Präsenzveranstaltung in Berlin sind. In diesem Fall ist es möglich, eine Teilnahmebestätigung zu erhalten. Wenden Sie sich gerne im Anschluss an das Bildungspolitische Forum via E-Mail an die LERN-Koordinationsstelle unter .

Für die Verfolgung des Livestreams können wir leider keine Teilnahmebestätigung ausstellen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an die LERN-Koordinationsstelle. Sie erreichen uns via E-Mail unter oder telefonisch unter 069/24708 – 476 – auch am Veranstaltungstag.

CIDER Transfer Workshop 2025

Der CIDER Transfer Workshop 2025 wird vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation organisiert und findet am DIPF in Frankfurt am Main statt. Im Rahmen des Workshops werden die Fellows in der Wissenschaftskommunikation weitergebildet und gemeinsam mit Akteuren der Presse sich gegenseitig für die Funktionslogiken und Bedarfe ihrer jeweiligen Professionen und Handlungsfelder sensibilisieren. Die Weiterbildung in der Wissenschaftskommunikation wird primär durch Vorträge und Formate mit einschlägigen Expert*innen erfolgen, die die Fellows in die Lage versetzen, ihre Erkenntnisse eigeninitiativ und in Zusammenarbeit mit Journalist*innen und weiteren Multiplikator*innen zu distribuieren.

CIDER Fall Workshop 2024

Der CIDER Fall Workshop 2024 fand am ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. statt. Organisiert wurde der Workshop vom ifo Institut, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in Zusammenarbeit mit der CIDER Coordination.

Die Veranstaltung begann mit einer Input-Session, in der CIDER Alumni ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit in interdisziplinären Micro Groups vorstellten, gefolgt von einer Keynote von Fabian Pfeffer (LMU) mit dem Titel Wealth and Education. Am Abend trafen sich die Teilnehmer*innen zum Abendessen im Hofbräukeller.

Am zweiten Tag hatten die Fellows die Möglichkeit, sich in verschiedenen Formaten auszutauschen und potenzielle Kooperationen in Micro Groups miteinander zu diskutieren. Dazu gehörten Präsentationen von Datensätzen, eine eigene Open-Space-Session und Paper-Präsentationen, die von Discussants aus anderen Disziplinen kommentiert wurden.

LERN-Jahrestagung 2025 – Übergänge im Bildungssystem

„Übergänge im Bildungssystem”

Die interne Wissenschaftliche Jahrestagung 2025 fand am 01. und 02. April 2025 in Essen statt und wurde gemeinsam von RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE) ausgerichtet.

Der Call for Papers ist für LERN-Mitglieder war bis 15. Januar 2025 geöffnet. Zum Call for Papers

Die Anmeldung zur Veranstaltung waren bis zum 10. März 2025 möglich. Zum Programm

Wie unterscheiden sich die Berufsaspirationen von Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen in verschiedenen institutionellen Rahmenbedingungen?

Christoph Homuth, Monja Schmitt, Sebastian Bauer (LIfBi)

Der Anteil von Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen (SPF) nimmt seit Jahren zu. Allerdings besuchen nach wie vor mehr als 50% aller Schülerinnen mit SPF eine Förderschule. Mehr als 70% der Förderschüler*innen erreichen keinen anerkannten Schulabschluss und meist erfolgt nach dem Förderschulbesuch kein direkter Übergang in eine berufliche Ausbildung.

Berufsaspirationen sind ein zentraler Aspekt zur Erklärung erfolgreicher Übergänge in die Berufsausbildung. Wir untersuchen, wie sich Berufsaspirationen von Schülerinnen mit SPF im Verlauf der Sekundarstufe I entwickeln und vergleichen inklusiv lernende Schülerinnen an Regelschulen mit exklusiv an Förderschulen lernenden.

Nach dem Wisconsin-Modell zur Erklärung von schichtspezifischer Herausbildung unterschiedlicher Aspirationsniveaus sind neben der Sozialisation im Elternhaus maßgeblich signifikante Andere (Freunde, Peers, Referenzgruppen) wichtig für die Entstehung von Aspirationen. Wir erwarten daher, dass Schülerinnen mit SPF in Regelschulen höhere Berufsaspirationen aufweisen als Förderschülerinnen, u.a. aufgrund des höheren Aspirationsniveaus an Regelschulen im Vergleich zu Förderschulen.

Zur Beantwortung der Forschungsfragen vergleichen wir regressionsanalytisch die sozialstrukturelle Höhe der idealistischen Berufsaspirationen (ISEI des Berufswunsches) am Ende der Sekundarstufe I für die Gruppen Förderschülerinnen als exklusiv lernende Schülerinnen mit SPF, inklusiv lernende Regelschülerinnen mit SPF an Hauptschulen, an Hauptschulzweigen bzw. berufsorientierten Schulformen und an nicht-gymnasialen Schulen in Bundesländern mit zweigliedrigen Sekundarschulsystemen, sowie Regelschülerinnen ohne SPF an denselben Schulformen unter Verwendung von Daten des Nationalen Bildungspanels.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass inklusiv lernende Schülerinnen mit SPF in Klassenstufe 8 unter Kontrolle der sozialen Herkunft ähnlich hohe Berufsaspirationen aufweisen wie die Vergleichsgruppe der Regelschülerinnen ohne SPF, während Förderschülerinnen statistisch signifikant deutlich niedrigere Berufsaspirationen zeigen. Der Vergleich von Klassenstufe 8 zu 9 zeigt, dass Schülerinnen mit SPF generell niedrigere Berufsaspirationen aufweisen je näher der erste Schulabschluss rückt, während dies nicht für Regelschülerinnen ohne SPF gilt. Somit kann erwartet werden, dass inklusiv lernende Schülerinnen mit SPF den Übergang erfolgreicher bewältigen als exklusiv lernende.

Online Tutoring, School Performance, and School-to-Work Transitions: Evidence from a Randomized Controlled Trial

Silke Anger (IAB, U Bamberg, IZA), Bernhard Christoph (IAB), Agata Galkiewicz (U Potsdam, IAB), Shushanik Margaryan (U Potsdam, IZA, BSoE), Malte Sandner (TH Nürnberg, IAB, IZA), Thomas Siedler (U Potsdam, IZA, BSoE)

Tutoring programs for low-performing students, whether in-person or online, appear to be effective in enhancing students’ school performance. However, their medium- and longer-term effects on labor market outcomes are less well understood. To ad- dress this gap, this study uses a randomized controlled trial involving 839 secondary school students to investigate the effects of an online tutoring program for low- performing students in Germany on school performance and school-to-work transi- tions. The findings reveal that the online tutoring program had an intention-to-treat effect on math grades of 0.14 standard deviation observed six months after the start of the program. Additionally, we find that students attending non-academic school tracks experienced smoother school-to-work transitions through a 12 pp. higher vo- cational training take-up 18 months later. The tutoring program is less effective for students who had already received tutoring services at baseline. The results show that tutoring can have lasting effects on low-performing students beyond school performance.

Bildungsaspirationen im schulischen Übergang: Welche Rolle spielen besondere Unterstützungsbedarfe, familiärer Hintergrund und schulische Leistung?

Sebastian Bauer (LIfBi), Cornelia Gresch (HU Berlin, IQB), Ines Reißenweber (LIfBi)

Schüler:innen mit besonderen Unterstützungsbedarfen, wie sonderpädagogischen Förderbedarfen (SPF) oder Teilleistungsschwächen (TLS), erreichen tendenziell niedrigere Bildungsabschlüsse, was ihren Übergang in weiterführende Bildungs- und Berufswege erschweren kann (Blanck, 2020; Shifrer, 2013). Bildungsaspirationen, als maßgeblicher Prädiktor für angestrebte Schulabschlüsse, werden wesentlich durch familiäre Herkunft und schulische Leistungen beeinflusst (Sewell et al., 1957; Stocké, 2013). Da Schüler:innen mit Unterstützungsbedarfen häufiger aus sozioökonomisch benachteiligten Familien stammen und geringere schulische Leistungen aufweisen (Lenkeit et al., 2022), können zusätzliche Barrieren entstehen.

Nach Gottfredson (1981) passen Jugendliche ihre Ziele an wahrgenommene Hindernisse an. Dies könnte besonders auf Schüler:innen zutreffen, die aufgrund von Etikettierungen mit Labels wie SPF oder TLS Identitätsverletzungen erleben (Blanck, 2020; Shifrer, 2013). Zusätzlich könnte sich ein zieldifferentes Curriculum, das bei Schüler:innen mit SPF im Bereich Lernen oder geistige Entwicklung üblich ist, negativ auf Bildungsaspirationen auswirken.

Dieser Beitrag analysiert die Bildungsaspirationen von Schüler:innen mit SPF (zielgleich oder zieldifferent unterrichtet) und TLS hinsichtlich ihres Schulabschlusswunsches unter Berücksichtigung familiärer Merkmale (HISEI, elterliche Bildung, Zuwanderungshintergrund) und schulischer Leistung (Mathe-, Deutschnote). Datengrundlage bildet die vom BMBF geförderte INSIDE-Studie. Die Analysestichprobe umfasst Schüler:innen der 7. Jahrgangsstufe (N = 1.092; 79 mit SPF, davon 55 % zieldifferent; 144 mit TLS). Fehlende Daten wurden imputiert; die Analysen erfolgten mittels multinomialer logistischer Regressionen.

Unter Kontrolle der Herkunft und Leistung zeigte sich, dass zieldifferent unterrichtete Schüler:innen mit SPF signifikant häufiger einen Hauptschul- statt eines Realschulabschlusses anstrebten als Schüler:innen ohne Unterstützungsbedarfe oder zielgleich unterrichtete Schüler:innen mit SPF. Für Schüler:innen mit TLS ergeben sich keine signifikanten Unterschiede. Beim Vergleich des Abiturwunsches mit dem Realschulabschluss zeigte sich, dass zieldifferent unterrichtete Schüler:innen mit SPF und Schüler:innen mit TLS seltener ein Abitur anstrebten. Diese Effekte waren nach Kontrolle der Herkunft und Leistung nicht mehr signifikant. Zusammenfassend wiesen insbesondere zieldifferent unterrichtete Schüler:innen geringere Bildungsaspirationen auf. Um unbeabsichtigte Benachteiligungen im Übergangsprozess zu vermeiden, ist daher eine sorgfältig abgewogene Zuweisung von Unterstützungsbedarfen erforderlich.

Chair: tbd / RWI

Did You Serve? New Evidence on the Causal Effect of Conscription on Wage in Germany

Anna Daelen (BiB)

Using German administrative data, I identify the causal effect of conscription on men’s early career wage. My quasi-experimental design exploits a discontinuity in the probability of having served induced by the school start cutoff in connection with the suspension of conscription in 2011. Comparing men born in a narrow window around the cutoff, I find that conscription has a positive effect on wage for men of high educational background. Falsification tests using men and women of different birth years show that the effect is unique to men for whom the school start cutoff induces a discontinuity in the probability of having served. I test several mechanisms: draft avoidance behavior and the selection into broad occupational sectors do not explain my result. Rather, conscription causes men to select into jobs requiring more teamwork, which are on average higher-paying. In connection with qualitative survey evidence of the literature, my results suggest that men under conscription acquire social skills. The results imply that students pursuing academic education would benefit from more exposure to team settings, especially at a stage before decisions about tertiary education are made.

Soziale Disparitäten beim Übergang an die Hochschule im Kontext vorgelagerter Bildungspfade

Heike Spangenberg, Heiko Quast, Hanna Mentges, Sandra Bucholz, Jessica Ordemann (DZHW)

Deutschland hat ein stark differenziertes Schulsystem mit unterschiedlichen zur Hochschulreife führenden Bildungswegen. Mit den bildungspolitischen Reformen der 1960er und 1970er Jahre wurden die alternativen Bildungswege zur Hochschulreife deutlich ausgebaut. So wurden stärker praxisorientierte Schularten und die Fachhochschulen eingerichtet. Ein zentrales Ziel der Reformen war es, soziale Ungleichheiten beim Hochschulzugang abzubauen. Kinder aus nicht-akademisch gebildeten Familien haben aber nicht nur weiterhin geringere Chancen, eine Studienberechtigung zu erreichen (Kracke et al., 2024), sie nehmen nach dem Erwerb der Hochschulreife auch seltener ein Studium auf. Je nach Bildungsweg variiert der anschließende Übergang in ein Studium dabei erheblich (Spangenberg C Quast, 2023). Vor diesem Hintergrund untersuchen wir unter Bezugnahme auf die Rational-Choice- Theorie drei zentrale Forschungsfragen: (1) Welche typischen Bildungswege führen zu einer Hochschulzugangsberechtigung? (2) Wie wahrscheinlich ist eine Studien- aufnahme, wenn die soziale Zusammensetzung berücksichtigt wird? (3) Warum gehen Absolventinnen alternativer Bildungswege seltener in ein Studium über? Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen verwenden wir Daten des Student Life Cycle Panels des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, mit dem 2017 und 2018 bundesweit ca. 8.800 Studienberechtigte im Längsschnitt zu ihren Bildungswegen befragt wurden. Mit Hilfe von Sequenzmusteranalysen werden zunächst typische Wege zum Erwerb einer Hochschulreife identifiziert. Die früheren Bildungswege werden hierbei über mehrere Jahre einbezogen, so dass auch Veränderungen zwischen den Schultypen sowie den beruflichen und schulischen Phasen berücksichtigt werden. Anschließend wird mittels Regressionsanalysen die Wahrscheinlichkeit von Schul- absolventinnen alternativer (beruflicher) Wege im Vergleich zu Absolvent*innen des klassischen Bildungsweges (durchgehender Gymnasialbesuch) untersucht, ein Hochschulstudium aufzunehmen.
Im letzten Schritt werden mittels Dekompositionsanalyse die Mechanismen untersucht, die die Unterschiede beim Hochschulzugang zwischen klassischen und alternativen Bildungswegen erklären können.

Helping High-School Students in Choosing Their Careers: Experimental Evidence from a Large-Scale School Policy in Germany

Adrian Lerche (LMU, IAB, IZA), Malte Sandner (TH Nürnberg, IAB), Silke Anger (IAB, U Bamberg, IZA), Sarah Bernhard (IAB), Hans Dietrich (IAB), Alexander Patzina (U Bamberg, IAB), Carina Toussaint (FAU Nuremberg, IAB)

The post-secondary education choice influences long-term life and labor market outcomes, and poses a complex decision problem under uncertainty for high school students. This study examines the causal effects of a large-scale school policy in Germany that expands the free access to assistance from professional career counselors. By randomly varying the start of the policy for a subset of schools, we find that the students in treatment schools are more likely to attend a career presentation and personal one-on-one meetings. The policy translates to unanticipated effects on the actual education decisions. Students in treatment schools move away from college education, particularly from universities and are less likely to choose natural science and engineering degrees. However, they report greater satisfaction with their choice and a lower likelihood to drop out. While these findings may suggest a previous mismatch in the post-secondary education choice, we find evidence that the career counseling provides limited personalized assistance and that students focus on short-term outcomes in their decision.

Chair: tbd

Von der Schule ins Lehramt: Nachhaltige Berufsorientierung durch pädagogische Erfahrungen

Lea Sophie Brückner, Stefan Sorge, Ilka Parchmann (IPN)

Der Übergang von der Schule in ein Studium / eine Ausbildung und weiter in den Ar- beitsmarkt ist eine Schlüsselphase im Bildungssystem. Der gravierende Lehrkräfteman- gel in einigen MINT-Fächern ist ein zentrales Problem unserer Zeit. Um Berufschancen für Schüler:innen sichtbar zu machen und ihnen Einblicke in dieses Arbeitsgebiet zu geben, adressiert das Projekt MILeNa.SH Aufgaben und Potenziale einer Tätigkeit als MINT Lehrkraft. Das an der RWTH Aachen entwickelte und ab diesem Jahr auch in Schleswig-Holstein startende Projekt unterstützt Schüler:innen durch erste eigene Lehrerfahrungen und Einblicke in ein Studium. Ziel ist es, fundierte Entscheidungs- grundlagen für den Beruf der MINT-Lehrkraft zu schaffen und somit langfristig dem Nachwuchsmangel im Lehrberuf entgegenzuwirken.

Mithilfe mehrtägiger Workshops erhalten die Teilnehmenden Einblicke in das Lehramts- studium und gestalten erste Lehrmaterialien, die sie im Rahmen von Übungsstunden selbst ausprobieren können. Ergänzt wird das Programm durch Exkursionen zu außer- schulischen Lernorten, die praxisnahe Lernerfahrungen ermöglichen. Schüler:innen von verschiedenen Schulen in Schleswig-Holstein nehmen an diesen Angeboten teil. Insge- samt sollen 100 Schüler:innen erreicht werden, die durch die Christian-Albrechts-Uni- versität zu Kiel (CAU), das IPN (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaf- ten und Mathematik) und die Europa-Universität Flensburg (EUF) betreut werden.

Im Rahmen der auf dem Poster präsentierten Begleitforschung wird untersucht, wie berufliche Interessen, das Selbstkonzept, Selbstwirksamkeitserwartungen und das Schulbild die Berufswahl beeinflussen. Auf Basis der Erwartungs-Wert-Theorie kommt eine methodische Triangulation zum Einsatz, um die Wirksamkeit von MILeNa.SH um- fassend zu analysieren. Geplante Evaluationsmethoden beinhalten die systematische Erhebung und Dokumentation Schüler:innenperspektive des Schulbildes und die Ent- wicklung über die Programmdauer hinweg.

Die Ergebnisse dieser Forschung können wichtige Hinweise darauf geben, wie Übergänge im Bildungssystem besser gestaltet werden können, um langfristige Effekte auf die Be- rufsentscheidungen junger Menschen zu erzielen.

Mehrsprachigkeit als Ressource im Zweiten Bildungsweg? Perspektiven von Lernenden und Lehrkräften eines Weiterbildungskollegs

Ina-Maria Maahs (Mercator-Institut), Marco Triulzi (LMU), Andrea DeCapua (EdCons.)

In der Diskussion um sprachliche Bildung im Kontext von Zuwanderung bleibt eine Gruppe von Lernenden zumeist unterrepräsentiert: junge Erwachsene mit einer aufgrund von Migration unter- brochenen bzw. in Deutschland nicht anerkannten Schulbildung. Diese sind zu alt, um im Regelschul- system einen Abschluss zu erwerben und wenden sich daher an Institutionen des Zweiten Bildungswegs (Bellenberg et al. 2021), um den Übergang an eine deutsche Hochschule oder den qualifizierten Arbeitsmarkt zu bewältigen.

Das Projekt MehrLit untersucht, wie mit (sprachlicher) Heterogenität und Mehrsprachigkeit im Schul- und Unterrichtsalltag der Institutionen des Zweiten Bildungswegs umgegangen wird und welche Rolle die Mehrsprachigkeit der Lernenden in außerschulischen (Lern-)Kontexten spielt. Erfasst wird dafür sowohl die Perspektive der Lernenden als auch die der Lehrkräfte. Konkret wurden leitfadengestützte Interviews mit 15 mehrsprachigen Lernenden und acht Lehrkräften an einem Weiterbildungskolleg (WbK) in NRW geführt, die qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet wurden (Kuckartz 2018). Dabei zeigte sich, dass die Zielgruppe aufgrund von Alter, Sprach- und Lernbiografien, Migrations- und Fluchterfahrungen sowie persönlichen Zielen eine große Hetero- genität in Bezug auf ihre Lernvoraussetzungen aufweist. Deren didaktische Berücksichtigung stellt die Lehrkräfte im Unterrichtsalltag vor Herausforderungen, die sie im Sinne der Lerner:innen- orientierung jedoch sehr aktiv annehmen.

Im Beitrag sollen die Analyseergebnisse vorgestellt und diskutiert werden, indem hemmende und unterstützende Faktoren für den Lernprozess der WbK-Studierenden herausgearbeitet werden. Die Ergebnisse dieser Studien sollen einen Beitrag zur mehrsprachigkeitsorientierten Entwicklung vom sprachsensiblen Unterricht (Busse 2019) in der Erwachsenenbildung leisten, der den Lernvoraus- setzungen der untersuchten Gruppe gerecht wird und sie sprachlich empowert ihre persönlichen Berufsziele zu erreichen.

Rolle von individuellen Lehrkräftemerkmalen hinsichtlich der Berufsorientierung für die berufliche Orientierung der Schüler*innen am Ende der Sekundarstufe I

Lena Külker (HU Berlin, IQB), Jacquelin Kluge, Michael Grosche (BU Wuppertal)

Der Übergang von der Schule in die nachschulische Lebens- und Arbeitswelt ist für alle Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I eine zu bewältigende Aufgabe. Neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten ergibt sich für Lehrkräfte aller Sekundarschulformen in Deutschland die Aufgabe, Jugendliche hierauf im Rahmen der Berufsorientierung (BO) vorzubereiten und zu begleiten (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 2014). Dabei gilt der Übergang für benachteiligte Schülerinnengruppen als besondere Anforderung, die den Übergang zur „Risikolebenslage“ (Köck, 2010, S. 20) machen kann. Dies gilt u.a. für Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen. Weiterhin unterscheidet sich die BO zwischen den Schulformen der Sekundarstufe I und scheint zudem von individuellen Merkmalen der Lehrkräfte mitbeeinflusst (Nentwig, 2020).

Im Rahmen der diesjährigen LERN-Tagung möchten wir eine Paper-Idee zum Einfluss von individuellen Lehrkräftemerkmalen hinsichtlich der Berufsorientierung auf die berufliche Orientierung der Schülerinnen vorstellen. Hierfür ziehen wir Daten aus dem vom BMBF geförderten, längsschnittlichen Projekt „INSIDE II – Schulische Inklusion und Übergänge nach der Sekundarstufe I in Deutschland“ hinzu. Für unsere Analysen möchten wir Daten des dritten und vierten Messzeitpunktes (MZPIII/Klasse 9: N= 1.061 Schülerinnen, N= 406 Lehrkräfte, MZPIV/Klasse 10: N= 862 Schülerinnen, N= 294 Lehrkräfte) berücksichtigen und über den Entwicklungszeitraum von einem Schuljahr untersuchen, inwiefern das persönliche Verantwortungsgefühl der Lehrkräfte für die BO, ihre Einstellung zur BO sowie die von ihnen verfolgten Ziele im Rahmen der BO die berufliche Orientierung der Schülerinnen beeinflussen. Um die Situation von im Schulsystem häufig benachteiligten Schülerinnengruppen in den Blick zu nehmen, wollen wir zusätzlich individuelle Merkmale der Schülerinnen, wie z.B. Zuwanderungshintergrund, Status eines sonderpädagogischen Förderbedarfs oder sozio-ökonomischen Status, mitberücksichtigen.

„Was denkst du über Wissenschaft?“ Eine Erweiterung des Self-to-PrototypeMatching-Modells zur Förderung der Studienwahl im MINT-Bereich

Paul Benjamin Diemel, Carolin Enzingmüller, Ilka Parchmann (IPN)

Der Übergang von der Schule in die Hochschule stellt für viele Jugendliche eine entscheidende Weichenstellung dar. Insbesondere im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sorgen Stereotype (Noonan & Laffarge, 2017; Scholes & Stahl, 2022) dafür, dass dieser Übergang oft ungenutzt bleibt und viele Studienplätze nicht besetzt werden, was den bestehenden Fachkräftemangel verstärkt (VDI, 2024). Das vorgestellte Promotionsprojekt widmet sich der Entwicklung einer Intervention mithilfe einer digitalen Lernumgebung, die stereotype Vorstellungen über MINT-Berufe adressiert und Schüler:innen in einen Reflexionsprozess über eigene Vorstellungen und MINT-Studiengänge einbindet. Als inhaltliche Basis dient ein medizintechnischer Kontext zu Arbeitsbereichen des Sonderforschungsbereichs 1261 und darauf vorbereitende Studiengänge, um die Bedeutung von MINT-Berufen für Menschen und Gesellschaft hervorzuheben und Verbindungen zwischen Schule und Studium aufzuzeigen.

Als empirische Fundierung der geplanten Entwicklungsarbeiten ist eine Erweiterung des Self-to-Prototype-Matching-Modells (Kessels et al., 2014; Niedenthal et al., 1985) um spezifische Dimensionen wie Interesse, soziale Anerkennung, Selbstwirksamkeit und externe Faktoren geplant. Mit dem adaptierten Instrument sollen Passungen zwischen Berufsselbstbild und Berufsprototyp erhoben werden, um Reflexionsangebote auf unterschiedliche Passungsprofile ausrichten zu können. Wirkung der entwickelten Ressourcen auf die Berufsorientierung sollen im weiteren Projektverlauf ebenfalls evaluiert werden.

Redefining (Legal) Adulthood: Effects of Lowering the Age of Majority on the Transition to University

Lidia Gutu (BiB, JGU Mainz), Anna Daelen (BiB), C. Katharina Spieß (BiB, JGU Mainz)

The age of majority marks a significant milestone for many young people. In most countries around the world, becoming legally adult confers many rights and obligations, including but not limited to voting or getting married, signing contracts or being put on trial. While reaching legal adulthood earlier has an established effect on risky behaviors such as drinking and driving, its impact on investments in human capital remain less understood. Becoming legally adult earlier and choosing one’s educational path independent of parents’ opinion can have serious implications, especially in a setup where university attendance is stratified by parental background.

In this study, we focus on the effects of lowering the age of legal adulthood on tertiary education attainment by exploiting a 1975 reform which lowered the age of majority from 21 to 18 in Germany. This led to multiple birth cohorts reaching legal adulthood simultaneously, and, under other rights, becoming legally able to matriculate to university without parental consent. Using the German Microcensus from 2005 to 2021, we compare students who turned legally adults just before and just after completing their secondary schooling.
We show that eligible cohorts of women are more likely to have a tertiary degree overall, as well as choose a university education over no degree. Results for men are mostly insignificant, which we attribute to the fact that they enroll in university later than women due to mandatory military and civil service.

Upon reaching the age of majority, young adults embark on a new phase of development, enabling them to take on full responsibility for their choices. Our research shows that a pairing of a brisk lowering of the legal age, coupled with a rigid educational system, can influence human capital acquisition for women in particular.

Im Übergang von der Theorie zur Praxis – Professionelle Kompetenzen angehender Biologielehrkräfte im Kontext des Praxissemesters

Anna Maria Rotermund, Till Schmäing & Moritz Krell (IPN)

Innerhalb Lehrkräfteausbildung gibt es zwei prägende Übergänge: Von einer primär theoretischen Ausbildung im Studium zu einer praxisorientierten begleiteten Phase des Referendariats und von dieser in den Beruf. Die Übergänge sind Schlüsselmomente der Professionalisierung von angehenden Lehrkräften (Herzog, 2014) und stellen diese vor vielfältige Herausforderungen („Praxisschock“; Voss & Kunter, 2020). Dies zeigt sich empirisch beispielsweise oftmals in einem erhöhten Stressempfinden und einer sinkenden Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) (Edwards & Nuttall, 2015; Klempin et al., 2019). Da die Übergänge von einem zunehmenden Praxisanteil und stärkerer Eigenverantwortung geprägt sind, kann in diesem Sinne das Praxissemester als ein erster Übergang innerhalb des Studiums bezeichnet werden und ein sogenannter „Praxisschock“ bereits hier auftreten.

Das DFG geförderte Projekt ProKoWiD untersucht anhand eines Multikohorten- Längsschnittdesign mittels inhaltsspezifischer naturwissenschaftlicher Instrumente (z.B. Welter et al., 2024), wie sich im Verlauf der Ausbildungsphasen das Fachwissen (FW), das Fachdidaktische Wissen (FDW) und die SWE angehender Biologielehrkräfte im Bereich des wissenschaftlichen Denkens entwickeln. Diese sind wichtige Teile der professionellen Kompetenz von Naturwissenschaftslehrkräften. Erste querschnittliche Ergebnisse (unter Zusammenfassung der Daten aller Kohorten) zeigen, dass Biologiestudierende im dritten Mastersemester, das heißt nach dem Übergang in das Praxissemester (n = 115; M = 2.17; SD = .35) eine signifikant geringer ausgeprägte SWE als Biologiestudierende zu Beginn des Masters und somit vor dem Praxissemester haben (n=132; M = 2.25; SD = .31; t(245) = 1.85; p = .03; d = -.24). Im dritten Mastersemester weisen sie ein signifikant höher ausgeprägtes FW sowie FDW (FW: M = .48; SD = .15; FDW: M = .51; SD = .19) im Vergleich mit Studierenden zu Beginn des Masters auf (FW: M = .45; SD = .14; t(245) = 1.62; p = .05; d = .21; FDW: M = .46; SD = .18; t(245) = 2.39; p = .009; d = .30).

Auf der LERN-Tagung werden das Studiendesign sowie die Ergebnisse im Kontext des Praxissemesters vorgestellt. Auf Basis dessen werden Implikationen diskutiert, inwiefern Übergänge im Zuge der Lehrkräfteausbildung unterstützt werden sollten.

Chair: tbd

Prognostische Validität des Erreichens von Bildungsstandards: längsschnittliche Analysen zum Zusammenhang von Kompetenzniveau im Primarbereich und Bildungserfolg in der Sekundarstufe

Christoph Jindra (HU Berlin, IQB), Stefan Schipolowski (HU Berlin, IQB), Karoline A. Sachse (HU Berlin, IQB), Tobias Brändle (IfBQ), Britta Pohlmann (IfBQ), Stefan Klitsche (IfBQ), Lena Nusser (LIfBi) & Petra Stanat (HU Berlin, IQB)

Groß angelegte Schulleistungsstudien auf Basis der Bildungsstandards der Kultusminister- konferenz haben wiederholt gezeigt, dass substanzielle Anteile von Kindern und Jugendlichen die Mindeststandards und noch höhere Anteile die Regelstandards verfehlen (vgl. Author et al. 2022a; 2023a). Es ist weitgehend Konsens, dass diese Befunde problematisch sind und Hand- lungsbedarf aufzeigen. Allerdings liegt bisher wenig empirische Evidenz dazu vor, welche Bedeutung dem Verfehlen bzw. Erreichen von Bildungsstandards für die weitere Bildungs- laufbahn und damit letztlich für die gesellschaftliche Teilhabe zukommt. In diesem Beitrag untersuchen wir die prognostische Validität der Standarderreichung anhand längsschnittlicher Daten, die einen Zeitraum von sieben Jahren umfassen. Konkret analysieren wir Zusammen- hänge zwischen dem Erreichen der Bildungsstandards am Ende der vierten Jahrgangsstufe und zwei Indikatoren des späteren Schulerfolgs: dem Übergang in die gymnasiale Oberstu- fe und fachspezifische schriftliche Prüfungsleistungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA). Hierzu wurden die Daten des IQB-Bildungstrends 2016 mit Individualdaten der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg zusammengeführt. Die Er- gebnisse zeigen, dass die erreichte Kompetenzstufe im Lesen und in Mathematik am Ende der 4. Jahrgangsstufe bedeutende Prädiktoren für den Übergang in die Oberstufe und für No- ten in den schriftlichen MSA-Prüfungen sind. Beispielsweise fällt die Prüfungsnote im Fach Deutsch am Ende der 10. Klasse bei Schülerinnen und Schülern, die in der 4. Klasse den Mindeststandard im Kompetenzbereich Lesen erreichen, im Mittel rund einen halben Noten- punkt besser aus als bei Schülerinnen und Schülern, die den Mindeststandard im Lesen in der Grundschule verfehlen. Damit unterstreichen die Befunde die Bedeutsamkeit einer frühen Identifikation und gezielten Förderung schwacher Schülerinnen und Schüler.

Der Einfluss von Geschwistern auf den Übergang zur Sekundarstufe

Elena Wittmann (LIfBi) & Michael Bayer (EvH Nürnberg, LIfBi)

Diese Studie untersucht, ob der erfolgreiche Übergang eines älteren Geschwisters auf das Gymnasium die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das jüngere Geschwisterkind denselben Übergang schafft. Anhand von Daten aus der Nationalen Bildungspanelstudie (n=2.974) wurde der Einfluss von Geschwistern auf den Übergang zum Gymnasium mittels Strukturgleichungsmodellen analysiert, wobei verschiedene Einflusskanäle berücksichtigt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass ein älteres Geschwisterkind mit Gymnasiumserfahrung die Wahrscheinlichkeit, dass das jüngere Geschwisterkind ebenfalls auf das Gymnasium wechselt, signifikant erhöht.

Die Methode umfasste die Verwendung von Strukturgleichungsmodellen, um die direkten und indirekten Effekte des Bildungserfolgs des älteren Geschwisters auf den Übergang des jüngeren Geschwisters zu analysieren. Dabei wurden affektiv-motivationale Merkmale wie Lernfreude, Anstrengungsbereitschaft und Bildungsaspirationen als Mediatoren betrachtet. Die Datenbasis bildeten Längsschnittdaten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), insbesondere der Startkohorte 2 „Frühe Bildung in Kindergarten und Grundschule“.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Bildungserfolg des älteren Geschwisters einen signifikanten direkten Effekt auf den Bildungserfolg des jüngeren Geschwisters hat. Darüber hinaus beeinflusst der Bildungserfolg des älteren Geschwisters die Bildungsaspirationen des jüngeren Geschwisters positiv, was wiederum den Übergang zum Gymnasium fördert. Die indirekten Effekte über die Lernfreude und Anstrengungsbereitschaft waren hingegen nicht signifikant.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Geschwister neben den Eltern eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Bildungsweges von Kindern spielen, und unterstreicht die Bedeutung der intragenerationellen Bildungsweitergabe. Die Ergebnisse betonen die Komplexität und Vielschichtigkeit der Geschwistereinflüsse auf Bildungsergebnisse und bieten wertvolle Einblicke für zukünftige Forschungsarbeiten.

Bourdieus kulturelles Kapital im 21. Jahrhundert. Über die (Nicht-)Passung früher familiärer Lernumwelten an institutionelle Anforderungen der Grundschulbildung

Ronja Lämmchen (DIPF)

Frühe Bildungsungleichheiten vor Eintritt in das institutionelle Bildungssystem sind gut dokumentiert (Lämmchen et al., 2022). Die sozioökonomisch bedingte ungleiche Gestaltung der frühen familiären Lernumwelt geht mit ungleichen Lernerfahrungen (inkorporiertes kulturelles Kapital; Bourdieu, 1983) beim Eintritt in die Grundschule einher. Unklar ist, worin die institutionelle Anforderungsstruktur der Grundschule besteht und wie die ungleichen Lernerfahrungen von Schüler*innen an diese passen (kulturelle Passung; Krarup & Munk, 2016; Lareau & Weininger, 2003). Die vorliegende Studie verbindet daher erstmalig die institutionellen Anforderungen der Grundschulbildung mit der vorschulischen Gestaltung der familiären Lernumwelt, sodass frühe sozioökonomisch bedingte Bildungsungleichheiten anhand der konkreten Anforderungsstruktur des Bildungssystems identifiziert werden können.

Die institutionelle Anforderungsstruktur der Grundschulbildung wird über die Schulgesetze der Bundesländer, die Bildungsstandards für den Primarbereich und die Rahmenlehr- und Bildungspläne der Bundesländer abgebildet. In einem sequenziell-explorativen Mixed Methods Design (Schoonenboom & Johnson, 2017) wurde zunächst die institutionelle Anforderungsstruktur hinsichtlich der Lernziele (fachliche/ überfachliche Kompetenzen, Werthaltungen) und Lernprozesse (Unterrichtsaktivitäten, Unterrichtsmaterialien, außerschulische Lernkontexte) inhaltsanalytisch (Kuckartz & Rädiker, 2022) für die Fächer Deutsch und Mathematik (N= 50 Dokumente) erfasst. Systematisch genannte Lernprozesse der Grundschulbildung wurden mittels repräsentativer Daten des NEPS (NEPS-Netzwerk, 2024) auf die vorschulische familiäre Lernumwelt übertragen und in Zusammenhang mit der sozialen Herkunft gesetzt (Regressionsanalyse).

Mit dieser Studie liegt eine umfassende Quantifizierung der institutionellen Anforderungsstruktur der Grundschulbildung vor. Die Quantifizierung legt nahe, dass kulturelles Kapital über die (Nicht-)Passung an die institutionelle Anforderungsstruktur wirkt, nicht über verdeckte Mechanismen (Mikus et al., 2020). Das bekräftigt die Bedeutung von Steuerungsmaßnahmen im institutionellen Bildungssystem. Die vorliegenden Befunde zeigen weiterhin, dass strukturell bedingte ungleiche Lernerfahrungen vor Schuleintritt eine ungleiche Passung an institutionelle Anforderungen aufweisen: Die Lernprozesse von sozial privilegierten Kindern entsprechen denen in der Grundschule – allerdings lässt sich dies nur für das Fach Deutsch nachweisen, nicht für das Fach Mathematik. Das unterstreicht die Notwendigkeit der konkreten Identifikation früher Bildungsungleichheiten vor Schuleintritt und deren Abbau.

Chair: tbd

Tragen Persönlichkeitseigenschaften zur Überwindung von Bildungsungleichheiten bei? Analysen anhand von drei Übergängen im Hochschulsystem

David Nika & Hanna Mentges (DZHW)

Soziale Ungleichheiten bei Bildungsübergängen sind ein konstantes Phänomen in Deutschland. Kinder aus sozial weniger privilegierten Familien besuchen seltener das Gymnasium, nehmen seltener ein Studium auf, schließen dieses seltener erfolgreich ab und entscheiden sich seltener für ein Masterstudium (Lörz 2019) als Kinder aus sozial bessergestellten Familien. Diese Ungleichheiten lassen sich maßgeblich durch primäre und sekundäre Herkunftseffekte erklären (Boudon 1974). Darunter sind herkunftsspezifische Unterschiede in den schulischen Leistungen sowie in Kosten-/ Nutzen- und Erfolgserwartungen von höheren Bildungsgängen zu verstehen. Obwohl die Mechanismen dieser Herkunftseffekte gut erforscht und vielfach repliziert sind, bleibt eine zentrale Frage bislang unbeantwortet: Wie gelingt es einzelnen Personen aus sozial weniger privilegierten Gruppen, trotz dieser widrigen Ausgangsbedingungen erfolgreich Bildungsübergänge zu bewältigen, wie beispielsweise den Beginn und Abschluss eines Studiums? Der vorliegende Beitrag untersucht, inwiefern Persönlichkeitseigenschaften (McCrae & Costa 1999) als individuelle Ressource dazu beitragen können, soziale Ungleichheiten in Bildungsübergängen zu überwinden. Mithilfe von DZHW-Studienberechtigtendaten des Student Life Cycle Panels (SLC) wird eine Lebensverlaufsperspektive eingenommen, um drei zentrale Übergänge zu analysieren: den Übergang in ein Studium, den erfolgreichen Abschluss eines Bachelorstudiums sowie den Übergang in ein Masterstudium. Mittels logistischer Regressionsmodelle wird untersucht, welchen Einfluss soziale Herkunft, Persönlichkeitseigenschaften sowie weitere relevante Variablen auf die jeweiligen Übergänge haben. Interaktionsanalysen prüfen, ob und wie sich die Wirkung von Persönlichkeitseigenschaften zwischen verschiedenen sozialen Herkunftsgruppen unterscheidet. Die Ergebnisse zeigen, dass spezifische Eigenschaften je nach Übergang unterschiedlich relevant sind: Kinder aus weniger privilegierten Familien profitieren stärker von höherer Offenheit für den Übergang in ein Studium als Kinder aus sozial bessergestellten Familien, während für den Studienabschluss eine höhere Extraversion entscheidend ist. Beim Übergang in das Masterstudium erweist sich emotionale Stabilität als vorteilhaft, unabhängig von der sozialen Herkunft. Zusammenfassend verdeutlicht die Analyse, dass Persönlichkeitseigenschaften einen Beitrag zur Überwindung sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem leisten können. Dabei variiert die Relevanz einzelner Eigenschaften in Abhängigkeit von den spezifischen Bildungsübergängen.

Exploring Scholarship Effects of the Studienstiftung on Bachelor to Master Transitions

Sebastian Lang (LIfBi) & Jessica Ordemann (DZHW)

As part of the Bologna reform, Germany introduced a two-tier higher education system with Bachelor’s and Master’s programs. This change created another transition within tertiary education where social inequality can emerge at which students from less privileged backgrounds are less likely to pursue Master’s programs (Lörz et al., 2016; Neugebauer et al., 2016). This has significant consequences, as Bachelor’s graduates typically earn less and experience lower returns in other life domains compared to those with Master’s degrees (Neugebauer & Weiss, 2017). At the same time, Germany hosts a range of organizations supporting gifted students, including the “Studienstiftung des deutschen Volkes”, the oldest and largest scholarship foundation, which promotes talented individuals irrespective of their background.

This study examines whether scholarships from the Studienstiftung influence transitions from Bachelor’s to Master’s programs. It focuses on potential heterogeneities and social disparities, applying capital theory to hypothesize that scholarships enhance transitions by providing financial, cultural, and social capital. The primary research questions are: Do Studienstiftung scholarships affect the transition to a Master’s program? Are there heterogeneous effects by social origin, migration background, or gender?

Using data from the Graduate Panel 2017 (Fabian et al., 2023) and an additional sample of Studienstiftung scholars, we applied propensity score matching with 3 nearest neighbors using a boosting algorithm (Schonlau 2005) for a propensity score estimation to estimate causal effects. Among 4782 untreated and 723 treated Bachelor graduates on common support, we found a causal effect of scholarships on the intend to study in a Master’s program (ATT=0.078) and on the actual transition into higher education (0.054). Furthermore, we find heterogenous effects by social origin and gender. By addressing these dynamics, the study contributes to discussions on educational mobility and social stratification, offering insights to inform policies aimed at a more inclusive higher education system.

Study Effort in Higher Education: Field Experimental Evidence with Administrative and Tracking Data from Germany

Friederike Hertweck (RWI), Lukas Jonas (RWI), Melissa Kistner (Ruhr U Bochum), Deborah Maffia (Ruhr U Bochum)

This study investigates the impact of a low-cost, color-coded scale intervention designed to inform university students about the expected workload for a course, with the aim of improving students’ academic performance and learning behaviors. An initial intervention took place at the beginning of the course, with a follow-up reminder in the middle of the semester. Students who were treated once experienced no significant effect, but those who additionally received the second treatment significantly improved their course grade, scoring 0.51 points (or 21 %) higher on average. Heterogeneity analyses reveal that first-generation, migrant and high-ability students benefited most from the intervention, suggesting that such a treatment may help reduce some forms of educational inequality. To explore the underlying mechanisms, we utilized tracking data from an online learning platform through which the lecturer distributed course materials and provided opportunities for self-paced learning. While we find an overall increase in online activity following the intervention (though imprecisely measured), no specific academic behavior such as online test participation or material downloads can explain the ultimate increase in grades by itself.

Chair: tbd

Übergänge in Grundbildungspfaden – Theoretische Zugänge und Potenziale von Sekundäranalysen

Johannes Bonnes (DIE), Moritz Butscheidt (DIE), Sarah Neumann-Opitz (DIE), Nora Spielmann (DIE), Sylvia Rahn (DIE, BU Wuppertal)

Grundbildungspfade stellen Sequenzen genutzter Weiterbildungsangebote dar, die sich an Menschen mit Grundbildungsbedarf richten. Ziel ist es, auf diese Weise die Arbeitsmarktchancen und gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten von geringliteralisierten und geringqualifizierten Personengruppen zu verbessern. Im Rahmen einer aktuellen BMBF- Förderrichtlinie arbeiten zehn regionale Grundbildungsnetzwerke daran, auf Basis von wissenschaftlichem Wissen zu Bildungsentscheidungen (bspw. Rational-Choice) der Zielgruppen exemplarische Grundbildungspfade zu entwickeln. Die Grundbildungsnetzwerke beziehen sich auf die regionale Bildungslandschaft und integrieren bisher getrennte Angebotsstrukturen oder ergänzen diese.

Das Metavorhaben “Kompetenzzentrum GrundbildungsPFADE: Service – Forschung – Transfer” begleitet die Arbeit der regionalen Grundbildungsnetzwerke wissenschaftlich. Ein Forschungsschwerpunkt besteht in der Analyse der Übergänge zwischen den einzelnen Bildungsangeboten, ihrer Nutzung und der Identifizierung der Gelingensbedingungen bedarfsgerechter Lernwege sowie der Übergänge in das Beschäftigungssystem. Bislang haben noch nicht alle Grundbildungsnetzwerke in den jeweiligen Regionen ihre Zielgruppen identifiziert. Insofern besteht für die Konstitution der Grundbildungspfade Bedarf an steuerungsrelevantem Wissen über die Adressat:innen und Zielgruppen und hier explizit für die Gestaltung der Übergänge zwischen den einzelnen Grundbildungsepisoden.

Dem Gestaltungsinteresse der Grundbildungsnetzwerke steht eine ausdifferenzierte Forschungslandschaft zu den individuellen Bedingungen der Grund- und Weiterbildungsbeteiligung, der Verringerung von Dropout in Grundbildungsangeboten und dem Gelingen des Übergangs in das Beschäftigungssystem sowie zu Anforderungen von Menschen mit Grundbildungsbedarf gegenüber. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der folgenden Frage nach:

Welche Datenquellen und Forschungszugänge sind geeignet, um Übergänge in Grundbildungspfaden adäquat zu untersuchen?

Im Rahmen des Knowledge Cafés soll diskutiert werden, a) welche Theorien und Modelle aufzugreifen sind und b) welche Datenquellen genutzt werden können, um den beschriebenen Gestaltungsinteressen und dem Stand der Forschung angemessen Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck werden konkrete Praxisfälle aufgegriffen und diskutiert werden. In diesem Kontext werden sowohl die Eignung konkreter Forschungszugänge für Primäranalysen als auch die Verfügbarkeit unterschiedlicher Datenquellen für Sekundäranalysen beleuchtet sowie die daraus ableitbaren Impulse für Politik und Praxis diskutiert.

How do inclusive education and individual coaching affect the labour market outcomes of students with disabilities?

Silke Anger (IAB, U Bamberg, IZA), Pascal Heß (IAB), Malte Sandner (TH Nürnberg, IAB, IZA)

The inclusion of individuals with disabilities is on top of the political agenda in many countries. To make societies more inclusive, governments invest large amounts of public resources. In 2015, OECD countries spent on average 691 US-$ per person on disability and sickness leave benefits; this number has almost doubled since the 1990s (OECD, 2015). Governments invest in policies that focus on accessibility, subsidized employment, inclusive access to education, and support services for disabled individuals. Until now the literature has paid little attention to this global trend and barely analysed which of these policies are effective and which overall effects they have on societies. To add new insights to this topic, the project examines the effects of education and support policies for students with disabilities and special needs in Germany – in particular inclusive vs. separate education as well as individual coaching – on their school graduation and their transition into the labour market.

By investigating this topic, the project addresses three questions: first, whether inclusive or separated education, i.e. special needs schools, is more beneficial for the school-to-work transition of students with disabilities; and second, whether the enrolment of these students in a targeted individual coaching program improves their graduation and transition in the labour market. Third, the project explores whether more, fewer, or different children with special needs should be admitted into separated schooling and coaching programs. Until now, despite its theoretical ambiguity and the high policy relevance of these questions, empirical evidence is surprisingly small. The project aims to fill this gap using an innovative combination of administrative social security data, which has not been used before in educational research, and credible exogenous regional and time variation in the availability of special needs schools and individual coaching. Following this approach, the project offers several scientifically innovative and policy-relevant results.

Letters Lost: Exploring communication accessibility and barriers in primary schools

Moritz Welz (Ruhr U Bochum)

Selektionsbias ist ein bekanntes Problem in der Bildungsforschung, da Schulen mit bestimmten Merkmalen häufiger an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Dieses Projekt untersucht, ob und wie solche Selektionsmechanismen im Schulalltag existieren und sowohl Eltern als auch Kinder beeinflussen. Mithilfe einer Korrespondenzstudie senden wir fiktive Anfragen, die typische Anliegen von Eltern simulieren, an Grundschulen. Ziel ist es, zu analysieren, welche Faktoren – wie die Art der Anfrage, soziale und kulturelle Merkmale der Eltern sowie strukturelle Bedingungen der Schulen – die Wahrscheinlichkeit und Qualität von Rückmeldungen beeinflussen. Damit möchten wir erforschen, ob Eltern durch Selektionsbias im Alltag benachteiligt werden und welche Kommunikationshürden bestehen.

Darüber hinaus untersuchen wir, inwiefern sich Selektionsbias auf die Leistungen von Grundschülern überträgt. Dieser Aspekt wird auf Basis von Leistungsdaten analysiert, um mögliche Zusammenhänge zwischen den zugrundeliegenden Selektionsmechanismen und den Bildungsergebnissen von Schülern aufzuzeigen.

Die Ergebnisse sollen ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Selektionsbias auf die Eltern-Schul-Kommunikation sowie auf die Chancengleichheit im Bildungssystem liefern. Ziel ist es, praktische Ansätze zu entwickeln, um den Einfluss solcher Mechanismen zu minimieren und eine gerechtere Kommunikation zu fördern.

Im Rahmen des Knowledge Cafés möchten wir unsere zentralen Fragestellungen, methodischen Ansätze und erste Hypothesen vorstellen sowie gemeinsam mit den Teilnehmenden  Perspektiven und Lösungsansätze diskutieren.

Chair: tbd

KI-gestützte Zuweisung von Kompetenzmetadaten für Lernangebote zur Professionalitätsentwicklung von Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung

Anne Strauch & Martin Christian (DIE)

Für die Auffindbarkeit von geeigneten, in die Bildungsbiographie und die Lernintention passenden (Weiter-) Bildungsangeboten ist die Schaffung von gemeinsamen Bezugspunkten unabkömmlich. Ein Schlüsselbegriff ist hier die „Kompetenzorientierung“ und das Matching von Kompetenzentwicklungsbedarfen und Angeboten. Um diese steuerbar zu machen, ist es eine Voraussetzung, dass die Angebote mit kompetenzorientierten Metadaten ausgestattet werden.

Das Projekt TrainSpot2 liefert ein Praxisbeispiel, das zeigt, wie Fortbildungsangeboten kompetenzorientierte Metadaten zugewiesen werden. Es wurde ein KI-gestütztes Tool für ein so gennanntes „Mapping“-Verfahren entwickelt, das die Zuordnung von kompetenzorientierten Metadaten unterschiedlicher aufeinander beziehbarer Kompetenzklassifikationen –und -rahmenwerke (aktuell für ESCO, GRETA und DigCompEdu) ermöglicht. Entwickelt und erprobt wurde dies für das Zusammenspiel von Train-the-Trainer- Angeboten und „lernenden Lehrenden“ als Zielgruppe. Da es sich hierbei um einen unregulierten Beruf ohne Zugangsbeschränkung und Rahmencurricula handelt, ist der kompetenzorientierte Ansatz auch auf andere Anwendungsfelder übertragbar zur Schaffung von adaptiver Integrativität und dem Zusammenspiel verschiedener Bildungsakteure und Anbieter.

Die Anwendung basiert auf „multilingual e5 base“ einem sog. „Sentence Transformer“, der zur simultanen Übersetzung eines Textes in mehrere Sprachen unter Wahrung der sinnhaften Verständlichkeit entwickelt wurde. Diese semantische Ausrichtung eignet sich besonders, um Bezüge zwischen verschiedenen
Klassifikationsmodellen herstellen zu können. Der verwendete Trainingsdatensatz besteht aus Kursbeschreibungen von TrainSpot-Partnern. Ergebnisse wurden durch fachkundiges Personal bewertet, wodurch die KI trainiert und justiert werden konnte. Dadurch hat sich die Qualität der Ergebnisse signifikant verbessert.

Das Verfahren bildet die Basis dafür, dass Fortbildungswillige, die auf der Suche nach einem passenden
Angebot sind, geeignete Kursempfehlungen entsprechend ihrer eigenen (z.B. vorab in einem Einstiegstest festgestellten) Kompetenzentwicklungsfelder aus einer Kursdatenbank erhalten.

Vielfalt von Lebenswegen/Biografien junger Erwachsener in Deutschland – Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Umbruchzeiten

Markus Nester & Madlain Hoffmann (LIfBi)

In Deutschland formen strukturelle und politisch bedingte Veränderungen im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt sowie technologische und sektorale Verschiebungen in der Arbeitswelt die Lebenswege junger Menschen. Sie stehen vor der Herausforderung, innerhalb dieser sich wandelnden Rahmenbedingungen ihre Lebensplanung mit verlässlichen Perspektiven zu gestalten. Durch die genannten Veränderungen ist davon auszugehen, dass die Bildungs- und Erwerbsbiografien junger Erwachsener in Deutschland heute vermehrt durch größere Variabilität und Fragmentierung gekennzeichnet sind. Eine wachsende Zahl von Ausbildungs- oder Studienphasen nach der Schule wird z.B. aus mehreren Episoden bestehen oder Unterbrechungen und Umbrüche aufweisen. Es wird daher ferner angenommen, dass sogenannte „Normalbiografien“, mit einem direkten Übergang von Schule in Ausbildung/Studium und Arbeitsmarkt, kein Mehrheitsmuster mehr darstellen. Zur Prüfung dieser Annahmen haben wir die Bildungs- und (Erst-)Erwerbsverläufe junger Erwachsener in Deutschland nach dem Verlassen der Schule über einen 6-Jahreszeitraum analysiert. Als längsschnittliche Datenbasis wird dabei auf Daten der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zurückgegriffen. Das Analysesample besteht aus 5956 Schülern der 9. Klasse im Jahr 2010. Die Verläufe werden mit Standardmethoden der Sequenzanalyse aufbereitet, verglichen und typisiert und mögliche Prädiktoren (Geschlecht, sozialer Hintergrund, d. h. Bildung der Eltern und SES, Schulnoten, Berufsaspirationen und Schulabschlüsse) mittels multinomialer logistischer Regressionen untersucht. Die Analysen werden getrennt nach akademischen und nicht-akademischen Schulzweigen durchgeführt. Die Ergebnisse auf Basis der Analysestichprobe zeigen nicht standardisierte Übergänge und Verläufe für einen erheblichen Teil der jungen Erwachsenen. Nur eine Minderheit der Schülerinnen und Schüler nimmt noch unmittelbar nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung auf oder beginnt sofort ein (Fach-)Hochschulstudium und geht dann in die Erwerbstätigkeit über. Bei einem größeren Teil kommt es zunächst zu Unterbrechungen und Zwischenphasen vor Berufsausbildung oder (Fach-)Hochschulstudium und dem Arbeitsmarkteintritt. Hierbei zeigen sich je nach Schulabschluss auch deutliche Unterschiede im Hinblick auf das berufliche Aspirationsniveau, Geschlecht und die Einwanderungsgeschichte – auch unter Kontrolle von Abschlussnoten und sozialem Hintergrund.

Optimierungen der Datenqualität durch metadatenbasierte Automatisierungen von Surveyprozessen

Simon Dickopf & Daniel Bela (LIfBi)

Eine zentrale Voraussetzung für die Ableitung belastbarer Erkenntnisse aus empirischen Forschungsdaten liegt in der Qualität dieser Forschungsdaten. Sind solche Aussagen außerdem von hoher aktueller gesellschaftlicher Relevanz, wie bei Fragen nach Bildungsverläufen, ihren (Miss-) Erfolgsursachen oder damit verbundener Ungleichheiten sicher häufig der Fall, wird dieser Qualitätsanspruch umso bedeutsamer. Um das zu gewährleisten ist eine verlässliche und umfängliche Dokumentation möglichst aller den Datengenerierungsprozess kennzeichnender Umstände, Faktoren und Parameter notwendig. Das Management von Metadaten, die den Survey Life Cycle charakterisieren, ist auch deshalb in der jüngeren Vergangenheit immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und mittlerweile weithin etabliert. Die Dokumentation von Fragebogen und Erhebungsinstrumente bildet einen zentralen Bestandteil dieses Metadatenmanagements.

Wir möchten am Beispiel der neu rekrutierten Startkohorte 8 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) demonstrieren, wie die Dokumentation von (Fragebogen-) Metadaten in maschinenlesbarer Form für eine weitergehende Qualitätssteigerung empirischer Forschungsdaten genutzt werden kann. Am Zentrum für Studienmanagement des Leibniz- Institutes für Bildungsverläufe (LIfBi) ist dazu eine metadatenbasierte Fragebogenprogrammierung entwickelt worden, die bis zur Veröffentlichung der Instrumente in ihren feldmodusspezifischen Varianten für CAWI-, CASI-, CATI- und PAPI-Modi vollständig automatisiert ist. Damit kann die manuelle Erstellung von Progammiervorlagen und deren wiederum manuelle Übertragung in ein computerbasiertes Erhebungsinstrument entfallen, wodurch eine deutliche Reduktion potenzieller Fehlerquellen bei der Instrumenterfassung erzielt werden konnte. Außerdem wird auf diese Weise sichergestellt, dass der Inhalt von Feldinstrumenten verlässlich identisch zu deren dokumentierten Metadaten ist. Die durch die Eliminierung zahlreicher manueller Teilprozesse gesteigerte Qualität der eingesetzten Erhebungsinstrumente wird außerdem um deutliche zeitliche Einsparungen als Ergebnis dieser Automatisierungen ergänzt. Und auch für die Veröffentlichung der so gewonnenen Forschungsdaten und deren Dokumentation gegenüber Datennutzenden ist eine verlässliche, maschinenlesbare Metadatendokumentation ein entscheidender Vorteil.

Chair: tbd

Die LERN-Jahrestagung 2025 findet am 01. und 02. April 2025 in Essen am RWI statt und wird gemeinsam von RWI und DIE ausgerichtet.

Angehörige aus LERN-Mitgliedsinstituten sind herzlich eingeladen an der Jahrestagung teilzunehmen. Da es sich hierbei um eine interne Veranstaltung handelt, ist eine Teilnahme von externen Interessierten leider nicht möglich.

Die Anmeldung ist ab 01. Februar 2025 geöffnet. Anmeldungen sind bis zum 10. März 2025 möglich.

Bitte beachten: die zur Verfügung stehenden Hotelkontingente (siehe Punkt 5) sind allerdings nur bis spätestens 04. März 2025 abrufbar! Um eine frühzeitige Buchung wird daher gebeten.

Die Veranstaltungsräume befinden sich im RWI.

Adresse:
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Hohenzollernstraße 1-3
45128 Essen

Eine detaillierte Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf der Website des RWI.
Zur Anfahrtsbeschreibung.

Für die Teilnehmenden der Jahrestagung stehen folgende Hotelkontingente zur Verfügung:

Holiday Inn – The Niu, Cobbles

Zur Hotelwebsite
Friedrichstr. 43, 45128 Essen

Bedingungen
89,00€ inkl. Frühstück pro Nacht
Kostenlose Stornierung bis 7 Tage vor Anreise
Buchbar bis 17. Februar 2025

Zur Buchung
Bei Buchung RWI unter Group Rate angeben


Mercure Hotel Plaza Essen

Zur Hotelwebsite
Bismarckstr. 48-50, 45128 Essen

Bedingungen
122,00€ inkl. Frühstück pro Nacht
Kostenlose Stornierung bis 5 Tage vor Anreise
Buchbar bis 04. März 2025

Buchung mit dem Stichwort “LERN 2025” via E-Mail an:

Die Reisekosten müssen von den LERN-Mitgliedern selbst getragen werden. Eine Erstattung ist nicht möglich.

An beiden Veranstaltungstagen steht in den Pausen ein Catering zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es am 01. April ein gemeinsames Abendessen, bei dem die Kosten von LERN übernommen werden.

Das gemeinsame Abendessen findet für alle Teilnehmenden, die sich zu diesem Programmpunkt angemeldet haben, am 01. April 2025 um 19:00 Uhr im Restaurant The Mine” (Gelsenkirchner Str. 181, 45309 Essen) statt. Die Kosten für das Abendessen werden von LERN übernommen.

Als Social-Event findet vor dem Abendessen am 01. April 2025 von 17:45 – 18:45 Uhr eine Führung durch das Red Dot Design Museum statt (Gelsenkirchner Str. 181, 45309 Essen). Die Anzahl der Plätze ist auf 40 begrenzt. Um eine Anmeldung wird daher gebeten. Die Kosten werden ebenfalls von LERN übernommen.

Sollten Sie doch nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, bitten wir um eine kurze Mitteilung via E-Mail an , sodass wir Sie von der Teilnehmendenliste abmelden können.

CIDER IV Kick-off Workshop 2024

Die neue Kohorte des CIDER-Kollegs mit 31 Stipendiat*innen (sogenannten Fellows) startete mit dem CIDER IV Kick-off Workshop. Der Workshop wurde vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation organisiert und fand am DIPF in Frankfurt am Main statt. Im Fokus des Workshops stand das gegenseitige Kennenlernen der neuen Fellows. Das Programm bot hierfür zahlreiche Gelegenheiten, mit Formaten wie Posterpräsentationen, einem Open Space mit Fokus auf gemeinsamen Forschungsinteressen sowie verschiedenen Social Events. Darüber hinaus erhielten die Fellows eine Einführung in die drei zentralen Forschungsthemen des Kollegs durch interdisziplinäre Vorträge aus verschiedenen Fachrichtungen, die von CIDER-Alumni der letzten Kohorte und CIDER-Seniors gehalten wurden.

BPF 2024 – Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven

„Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven”

Das Bildungspolitische Forum 2024 fand am 11. Oktober 2024 in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, Berlin als Präsenzveranstaltung statt. Ausgewählte Programmteile sind auf YouTube verfügbar.

Moderiert wurde die Veranstaltung durch Armin Himmelrath (Der Spiegel).

Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale veröffentlichte im Rahmen des diesjährigen Bildungspolitischen Forums erneut ein Positionspapier: Zum Positionspapier

Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
BiB | Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
DIE | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen

ab 09:00 Uhr
Anmeldung

09:30 Uhr
Begrüßung durch das Netzwerk
im Livestream verfügbar

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation & Vorsitzender der Sprecher*innengruppe des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN)

09:35 Uhr
Grußworte der Politik
im Livestream verfügbar

Dr. Jens Brandenburg
Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung

Dr. Dorit Stenke
Staatssekretärin im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

09:55 Uhr
Einführung in das Thema
im Livestream verfügbar

Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

10:15 Uhr
Keynote
im Livestream verfügbar

Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung der Lehrkräftebildung

Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Universität Duisburg-Essen

11:00 Uhr – Kaffeepause

11:30 Uhr – Parallele Foren I, II und III

FORUM I

Frühe Bildung

Katja Tillmann
Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

Stefan Spieker
Geschäftsführer FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH

Nora Damme
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Leitung: Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

gemeinsam mit

Leonie Weber
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)


FORUM II

Schule

Prof. Dr. Uta Hauck-Thum
Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Prof. Dr. Falk Radisch
Universität Rostock

Dr. Dorit Stenke
Staatssekretärin im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

Leitung: Prof. Dr. Kai Maaz
Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation


FORUM III

Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Dr. Peter Brandt
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE)

Rebecca Klein
WBS TRAINING

Prof. Dr. Dirk Richter
Universität Potsdam

Stefan Angermüller
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Leitung: Prof. Dr. Josef Schrader
Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für
Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE)

12:30 Uhr – Mittagspause

13:30 Uhr – Parallele Foren IV & V

FORUM IV

Mehr Personal durch mehr Diversität?

Prof. Dr. Miriam Vock
Universität Potsdam

Dr. Christiane Meiner-Teubner
TU Dortmund

Dilan Tijen Özkaya
Horizonte-Förderprogramm, Hamburg

Leitung: Prof. Dr. Mareike Kunter
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

gemeinsam mit

Dr. Hannah Kleen, Frau Verena Jörg & Charlotte Schell
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation


FORUM V

Qualitätssicherung in Schulen und Lehrkräftebildung

Prof. Dr. Cornelia Gräsel
Bergische Universität Wuppertal

Christina Henke
Staatssekretärin für Bildung in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Prof. Dr. Holger Gärtner
Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. (ISQ) und Freie Universität Berlin

Leitung: Prof. Dr. Rebecca Lazarides
Universität Potsdam, Excellenzcluster „Science of Intelligence” und Technische Universität Berlin

14:30 Uhr – Kaffeepause

15:00 Uhr
BILDUNGSDIALOG
im Livestream verfügbar

Dem Fachkräftemangel in der Bildung begegnen: Chancen und Perspektiven für die Zukunft

Dr. Dorit Stenke
Staatssekretärin im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Kai Maaz
Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Universität Duisburg-Essen

Niels Espenhorst
Der Paritätische Gesamtverband

Dr. Jens Brandenburg
Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung

16:15-16:30 Uhr – Abschluss

Einführung ins Thema

Fachkräfte fehlen überall – was ist im Bildungsbereich so spezifisch?

Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der demografische Wandel in Deutschland bringt es mit sich, dass der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter seit vielen Jahren und auch künftig immer weiter abnehmen wird. Dieser Trend, der keinesfalls alle europäischen Länder betrifft, wird – so die Prognosen – zu einem weiter sinkenden Arbeitsvolumen führen. Dabei sind einzelne Wirtschaftsbereiche besonders von dem damit verbundenen Fachkräftemangel betroffen. Zu diesen Bereichen gehört der Bildungsbereich. Dies ist umso bemerkenswerter, da eine von vielen Maßnahmen, die diskutiert wird, um dem abnehmenden Erwerbspersonenpotential zu begegnen, verstärkte Anstrengungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung sind. Doch auch hier fehlen Fachkräfte. Wie sich die Prognosen in Hinblick auf die Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials darstellen und mit welchen Maßnahmen diesem Trend begegnet werden kann, wird in einem ersten Teil der Einführung in das Thema dargestellt. In einem zweiten Teil werden Spezifika der unterschiedlichen Bildungsbereiche diskutiert. Es werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der einzelnen Bereiche skizziert und auch hier grundsätzliche Lösungsansätze kurz umrissen, die im Kontext dieser Herausforderung diskutiert werden.


Keynote

Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung der Lehrkräfte

Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Universität Duisburg-Essen

Der anhaltende Mangel an qualifiziertem pädagogischem Personal stellt eine große Herausforderung für das Bildungswesen und seine Qualität dar. Der Beitrag widmet sich diesem Thema unter besonderer Berücksichtigung des Gutachtens der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) zur „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ sowie weiterer Empfehlungslinien der Kommission in diesem Zusammenhang. Von Interesse ist dabei exemplarisch nachzuvollziehen und zu diskutieren, wie die Empfehlungen auf verschiedenen Ebenen des Bildungssystems und durch verschiedene institutionelle Akteure der unterschiedlichen Phasen der Lehrkräftebildung rezipiert und gegebenenfalls schon in Strukturen und Prozessen aufgegriffen oder auch gezielt abgelehnt wurden, aber auch wie sich Reichweite und Wirksamkeit solcher Empfehlungen grundsätzlich erfassen lassen. Exemplarisch wird auch auf internationale Diskussionen zur Mangelsituation – auch im Hinblick auf die Situation in Deutschland, die durchaus wahrgenommen wird – sowie auf ausgewählte Ansätze geschaut: etwa zu Strategien der Rekrutierung von im Ausland qualifizierten Lehrkräften, zu First Generation Students oder auch zur Rolle der Digitalisierung. Der Blick über die Grenzen zeigt schließlich auch, dass die Art und Weise der Expertenberatung zur Bildungspolitik in Deutschland und entsprechende Kommunikations- und Verhandlungsstrukturen unter dem Stichwort ‚education policy advice‘ international zunehmend Beachtung finden. 


Forum I

Frühe Bildung

Leitung: Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

gemeinsam mit

Leonie Weber
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)

Auch im Bereich der frühen Bildung fehlen in großem Ausmaß Fachkräfte. Zunehmend wird deutlich, dass dieser Mangel zum Hemmschuh für eine weitere Entwicklung dieses Bildungs- und Betreuungsbereichs wird. Und dies vor dem Hintergrund, dass das System der frühen Bildung ohnehin mit weiteren Herausforderungen konfrontiert ist, die eigentlich mehr Personal notwendig machen, wenn z.B. daran gedacht wird, dass die Bedarfe von Kindern und Familien immer vielfältiger werden. Gleichwohl es in den letzten Jahren zu einem erheblichen Personalzuwachs kam, könnten im Jahr 2030 in Kitas zwischen 50.000 und 90.000 Fachkräfte fehlen. Insbesondere Einrichtungen in Westdeutschland werden davon betroffen sein. Damit kann der Bereich der Kindertagesbetreuung seinen Aufgaben nur noch bedingt gerecht werden: Eine pädagogisch gute Förderung von Kindern und eine Unterstützung von Eltern bei der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit kann nur noch mit Abstrichen gewährleistet werden. Auch andere positive Effekte, welche mit einer guten Kita-Infrastruktur verbunden sind, können nicht in vollem Umfang realisiert werden. Hinzu kommt, dass die in den Einrichtungen Beschäftigten aufgrund des Mangels vielfach überlastet sind und teilweise ausfallen oder aus dem Beruf aussteigen, was den Mangel noch verstärkt. Dieser Mangel hat auch auf andere Bereiche erhebliche Konsequenzen: Durch ihn können insbesondere Mütter ihre Erwerbswünsche teilweise nicht in vollem Umfang realisieren, was wiederum den Fachkräftemangel in anderen Bereichen erhöht. Darüber hinaus können die Potentiale einer frühen Bildung nicht genutzt werden – dies trägt weiter zu einem Fachkräftemangel der Zukunft bei. Vor diesem Hintergrund wird im Forum aufbauend auf einer aktuellen Bestandsaufnahme besprochen, was dieser Mangel für Kinder, Eltern und Einrichtungen bedeutet. Ansatzpunkte, wie mehr Menschen für dieses Berufsfeld gewonnen werden können, sollen in einem weiteren Teil des Forums bewertet werden. Dabei geht es auch darum, zu eruieren, wie reformwillig dieser Bereich ist, um schnelle und effektive Vorschläge zur Gewinnung von mehr Fachkräften umzusetzen. Es diskutieren Vertreter aus der Wissenschaft, der Politik und der Praxis.


Forum II

Schulische Bildung

Leitung: Prof. Dr. Kai Maaz
Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Der aktuelle Bildungsbericht hat den Personalmangel in den Schulen und die Reaktion der Länder darauf noch einmal deutlich gemacht. Es fehlen nicht nur Fachlehrkräfte, auch fehlt es an Personal für einen qualitätsvollen Ganztag. Bundesweit haben 12% der Neueinstellungen keine vollständige Lehramtsausbildung absolviert, in einigen Ländern sind es sogar mehr als 50%. Damit liegen zwei Herausforderungen auf der Hand, die miteinander verbunden sind und in diesem Forum thematisiert werden: Personalrekrutierung und Qualitätssicherung. Dabei wird oft eine dritte Komponente vergessen, die die beiden ersten ergänzt und im Forum diskutiert werden soll. Ressourcen frei machen durch eine Veränderung in der Art und Weise, wie Schule und Unterricht gestaltet wird. Das meint die konsequente Nutzung digitaler Technologien in allen schulischen Kontexten, aber auch die kluge Ressourcenverteilung verschiedener Professionen, die auch nicht nur auf eine Schule bezogen bleiben dürfen. Damit werden Aktivitäten der Rekrutierung nicht infrage gestellt, aber sie können mit zum Teil vorhandenem Personal konzeptionell erweitert werden. Das setzt auch Mut und Experimentierfreude voraus, die aber wissenschaftlich begleitet werden muss. Das Forum möchte daher den Blick für neue und vielleicht auch unkonventionelle Wege im Umgang mit dem Fachkräftemangel öffnen.


Forum III

Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Leitung: Prof. Dr. Josef Schrader
Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Zentrums für Erwachsenenbildung – Leibniz-Institut für Lebenslanges Lernen

Nach Jahrzehnten der Expansion steht inzwischen auch die Erwachsenen- und Weiterbildung vor einem Fachkräftemangel. Dieser ist zunächst bei den Festangestellten in Einrichtungen und Unternehmen, mehr aber noch bei mehr als einer Million Beschäftigten zu konstatieren, die lehrend trainierend oder beratend tätig sind und zumeist neben- oder freiberuflich arbeiten. Hier wirkt die Corona-Pandemie mit ihren Einbrüchen im Weiterbildungsangebot nach, so dass viele Lehrkräfte bessere Beschäftigungsbedingungen außerhalb der Weiterbildung gesucht haben. Diese Bedinungen in Bezug auf Bezhalung und Sicherheit nachhaltig zu verbessern wäre eine wichtige Aufgabe der Weiterbildungspolitik, die allerdings auf mehrere Steuerungsebenen und Ressorts verteilt ist. Kurzfristig bieten aber auch wissenschaftlich fundierte, niedrigschwellige, zeit- und ortsunabhängig sowie berufsbegleitend nutzbare und zertifizierbare Fortbildungsangebote eine Möglichkeit, die Attraktivität des Weiterbildungsmarktes zu steigern. Das Forum stellt zunächst empirische Befunden zum Fachkräftemangel, zu Rekrutierungsstrategien und zu Fortbildungsbereitschaft vor. Anschließend werden übergreifende Infrastrukturen für Fortbildung und Kompetenzanerkennung vorgestellt und mit Vertretern von Praxis und Politik diskutiert.


Forum IV

Mehr Personal durch mehr Diversität?

Leitung: Prof. Dr. Mareike Kunter
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel im Bildungsbereich zu begegnen, ist es, Personen aus bisher unterrepräsentierten Gruppen für eine Tätigkeit im Bildungsbereich zu gewinnen. So wird beispielsweise gefordert, im Primar- und Elementarbereich vermehrt Männer zu gewinnen, oder Personen mit Zuwanderungsgeschichte für das Lehramt. Hierbei müssen auch formale Hürden berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Zudem ist es wichtig, die Bedingungen und Faktoren zu verstehen, die in den unterrepräsentierten Gruppen zu einem Abbruch der Ausbildung oder der Berufsausübung führen können. In diesem Forum werden Maßnahmen diskutiert, die gewinnbringend erscheinen, aber auch Herausforderungen und Wissenslücken diskutiert.


Forum V

Qualitätssicherung in Schulen und Lehrkräftebildung

Leitung: Prof. Dr. Rebecca Lazarides
Universität Potsdam, Excellenzcluster „Science of Intelligence” & Technische Universität Berlin

Die Ergebnisse internationaler Leistungsvergleichsstudien wie PISA oder IGLU zeigen, dass sich die durchschnittlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler in Deutschland im Vergleich zu vorherigen Erhebungen verringert haben. Das Forum V „Qualitätssicherung in Schulen und Lehrkräftebildung“ des Bildungspolitischen Forums des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale befasst sich vor diesem Hintergrund mit Fragen der Qualitätssicherung in Schulen und in der Lehrkräftebildung ein. Neben Chancen des Bildungsmonitorings diskutieren wir unter anderem die Bedeutung der Etablierung alternativer Wege zum Beruf der Lehrkraft für Schul- und Unterrichtsqualität. Das Forum führt multiple Perspektiven aus Bildungsforschung, Bildungspolitik und schulischer Bildungspraxis auf Fragen der Qualitätssicherung in Schulen zusammen.

Porträt Stefan Angermüller (BMBF)



Stefan Angermüller

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)


Stefan Angermüller arbeitet im BMBF in der Abteilung „Allgemeine und berufliche Bildung; Lebensbegleitendes Lernen“. Aktuell ist er in der Projektgruppe „Nationaler Digitaler Bildungsraum“ als stellvertretender Referatsleiter an der Entwicklung von digitalen Vernetzungsinfrastrukturen beteiligt und beschäftigt sich mit Grundsatzfragen des digitalen Bildungsraums. Zuvor koordinierte er für das BMBF die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS). Auch in früheren Zuständigkeitsbereichen war er mit Fragen der Kompetenzerfassung und –entwicklung u.a. im Bereich der Berufsanerkennung befasst. Nach einer Berufsausbildung schloss er nach dem Zweiten Bildungsweg ein Hochschulstudium mit ökonomischen Schwerpunkt ab.



Dr. Jens Brandenburg

Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung

Seit Dezember 2021 ist Dr. Jens Brandenburg Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bil-dung und Forschung. Dr. Jens Brandenburg ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages aus dem Wahlkreis Rhein-Neckar. Für die Fraktion der Freien Demokraten war er in der 19. Legislaturperiode Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen sowie Sprecher für LSBTI. Zudem war er Obmann seiner Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie in der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“. Er leitete die AG Bildung und Forschung seiner Fraktion. An der Universität Mannheim absolvierte er ein B.A.-Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre (2008) und ein M.A.-Studium der Politikwissenschaft (2010). Seine Promotion schloss er 2015 an der Graduate School of Economic and Social Sciences der Universität Mannheim ab. Während des Studiums und der Promotion arbeitete er u. a. am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) und an Lehrstühlen der Universität Mannheim. Vor seiner Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag arbeitete er für eine weltweit tätige Unternehmensberatung (2014-2017).

Porträt Peter Brandt DIE



Dr. Peter Brandt

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE)

Dr. Peter Brandt leitet die Abteilung „Wissenstransfer“ im Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE). Seit 2002 entwickelt und verantwortet er Infrastrukturen für Wissenstransfer, also den produktiven Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Forschung, Praxis und Politik der Erwachsenen- und Weiterbildung. Nachdem sein Fokus zunächst bei Publikationsorganen lag, gehören inzwischen Portale, Praxisnetzwerke und Transferkonzepte zu seinen Aufgaben. Er war und ist verantwortlich für mehrere Drittmittelprojekte im Umfeld der Professionalitätsentwicklung des Weiterbildungspersonals. U.a. war er maßgeblich am Aufbau des Portals „wb-web“ beteiligt, das zu einer Selbstlernumgebung für Lehrkräfte ausgebaut wurde und aktuell Gegenstand von eher technologie-orientierten und z.T. KI-unterstützten Projekten zur Interoperabilität ist. Er ist Mitglied verschiedener Beratungsgremien in Wissenschaft und Bildungsadministration. Von der Ausbildung her ist er Dr. theol., aufbauend auf einem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Kath. Religionslehre und Mathematik.

Porträt Nora Damme BMFSFJ



Nora Damme

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)


Nora Damme ist seit 2006 im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend tätig. Nach Tätigkeiten in den Bereichen Familienpolitik und Integration wechselte sie 2015 in die Abteilung „Kinder und Jugend“. Seit 2019 leitet sie das Referat „Ausbau der Kinderbetreuung, Bundesprogramme, Fachkräfte“ im BMFSFJ.

Porträt Niels Espenhorst Paritätischer Gesamtverband



Niels Espenhorst

Der Paritätische Gesamtverband

Niels Espenhorst ist Referent für Kindertagesbetreuung beim Paritätischen Gesamtverband.

Porträt Holger Gärtner ISQ und Freie Universität Berlin



Prof. Dr. Holger Gärtner

Freie Universität Berlin und Wissenschaftlicher Leiter
Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. (ISQ)

Holger Gärtner ist Professor für Unterrichts- und Schulevaluation an der Freien Universität Berlin sowie wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. (ISQ) an der Freien Universität Berlin. Er promovierte über einen videogestützten Qualitätszirkel zur Weiterentwicklung von Mathematikunterricht und habilitierte über interne und externe Evaluation von Schulen im Lichte des neuen Steuerungsparadigmas.



Prof. Dr. Cornelia Gräsel

Bergische Universität Wuppertal

Porträt Marcus Hasselhorn DIPF



Prof. Dr. Marcus Hasselhorn

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und Vorsitzender der Sprechergruppe des Leibniz-Forschungsnetzwerkes Bildungspotenziale (LERN)

Marcus Hasselhorn ist seit 2007 als Professor für Psychologie und Leiter der Abteilung „Bildung und Entwicklung“ am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation tätig, dessen Geschäftsführender Direktor er von 2012 bis 2019 war. Nach dem Psychologie- und Pädagogikstudium promovierte er an der Universität Heidelberg. Der Habilitation an der Universität Göttingen folgten Professuren an der TU Dresden, an der Universität Göttingen und an der Goethe-Universität Frankfurt (seit 2007). Von 2008 bis 2019 war er wissenschaftlicher Leiter des Forschungszentrums IDeA (Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk). Den Vorsitz der Sprechergruppe des LERN-Netzwerks hat er seit der Gründung in 2013 – zunächst als Forschungsverbund und seit Juli 2020 als Forschungsnetzwerk – inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Ontogenese individueller Voraussetzungen erfolgreichen Lernens und die pädagogisch-psychologische Diagnostik. Er leitet Projekte zu früher Bildung sowie Lern- und Leistungsstörungen und interessiert sich für die Veränderbarkeit und Beeinflussbarkeit kognitiver und motivationaler Lernvoraussetzungen.

Porträt Uta Hauck-Thum LMU



Prof. Dr. Uta Hauck-Thum

Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Prof. Dr. Uta Hauck-Thum ist seit 2018 Professorin für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Ludwig- Maximilians-Universität in München. 

Sie forscht und lehrt zu schulischen Transformationsprozessen in der Kultur der Digitalität. Derzeit koordiniert sie im Rahmen der BMBF-geförderten MINT- Cluster mit MINTI – Female Empowerment Grundschule ein Netzwerk zur Unterstützung bildungsbenachteiligter Mädchen im Ganztag. Sie leitet außerdem die BMBF- geförderten Projekte BesserLesen, DiäS – Poetische Bildung digital und Digitale Chancengerechtigkeit (DCG). Um eine konsequente Wissenschafts-Praxiskommunikation zu ermöglichen, begleitet sie im Rahmen des Projekts CoTransform Freising 22 Grundschulen, die sich gemeinsam mit Schulträger und Schulaufsicht als Schulfamilien weiter entwickeln. Im Unilernhaus, einer innovativen Lernhausschule in München, ermöglicht sie Studierenden bereits während des Studiums, veränderte Lehr-, Lern- und Prüfungssettings zu gestalten und umzusetzen. Sie ist wissenschaftliche Beirätin im Kompetenzverbund lernen:digital und bei Schultransform. Zudem ist sie Mitglied des Insight-Forums und des Gremiums zur digitalen Transformation im Bildungsbereich des BMBF.

Porträt Christina Henke Bildung in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie



Christina Henke

Staatssekretärin für Bildung in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Christina Henke ist seit April 2023 Staatssekretärin für Bildung in Berlin. Ihre akademische Laufbahn begann 2005 mit einem Bachelorstudium in Sozialkunde, Deutscher Philologie und Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin, gefolgt von einem Masterstudium und dem Ersten Staatsexamen. Sie schloss ihr Lehramtsreferendariat 2012 mit dem Zweiten Staatsexamen erfolgreich ab.

Ihre berufliche Laufbahn ist vielseitig: Von 2004 bis 2008 sammelte sie Erfahrungen als Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Andrea Voßhoff. Sie lehrte an verschiedenen Berliner Schulen, war wissenschaftliche Tutorin an der Freien Universität Berlin und arbeitete zuletzt als Oberstudienrätin und Qualitätsbeauftragte an einem Berliner Gymnasium. Sie ist seit 2003 in der CDU aktiv und seit 2022 Landesvorsitzende der Frauen Union Berlin.

Christina Henke steht für engagierte Bildungspolitik und innovative Lehransätze, die die Qualität des Berliner Bildungssystems nachhaltig verbessern.



Armin Himmelrath

DER SPIEGEL

Armin Himmelrath ist Bildungs- und Wissenschaftsjournalist in Köln. Er arbeitet vor allem für den „Spiegel“, außerdem als Moderator u.a. für den Deutschlandfunk. Sein Studium der Sozialwissenschaften und der Germanistik absolvierte er in Wuppertal und Beer Sheva (Israel), außerdem ist er Autor mehrerer Sachbücher zum Thema Bildung.

Porträt Rebecca Klein WBS Training



Rebecca Klein

WBS TRAINING AG

Ich bin Lernprozessbegleiterin aus Leidenschaft und Projektreferentin mit Innovationslust. Mit Wurzeln in der Freizeitwissenschaft kam ich früh mit Pädagogik, insbesondere Zirkuspädagogik, in Berührung. Das Motto „Jeder kann etwas!“ begleitet mich seither. Als Führungskraft in verschiedenen Kommunikationscentern habe ich meine Mitarbeitenden durch Schulungen, Trainings und Coachings unterstützt. Das weckte mein Interesse an der Personalentwicklung. Daher absolvierte ich erfolgreich eine Weiterbildung zur Personalreferentin und zur geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogin. Seit April 2023 bin ich neben meiner mittlerweile fünfjährigen Tätigkeit als Online-Dozentin/Lernbegleitung auch im Forschungsteam meines Unternehmens tätig. Dort beschäftige ich mich vorrangig mit den Themen Kompetenzorientierung und Weiterentwicklung von Lehrenden. Nachhaltige, gehirngerechte Aus- und Weiterbildung fördere ich ehrenamtlich im Verein „Die geprüften Berufspädagogen/Aus- und Weiterbildungspädagogen Deutschland e.V.“ und arbeite in gewerkschaftlichen Arbeitsgruppen an Themen wie Prüfungswesen, Ausbildungsreform und Berufsbildungspolitik.

Porträt Mareike Kunter DIPF



Prof. Dr. Mareike Kunter

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Prof. Dr. Mareike Kunter ist seit Mai 2020 Direktorin der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation sowie Professorin für Empirische Bildungsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die Diplom-Psychologin promovierte 2004 an der Freien Universität Berlin, wo sie sich 2008 auch habilitierte. Von 2010-2020 war sie Professorin für Pädagogische Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der professionellen Kompetenz von Lehrkräften, Unterrichtsqualität und der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis. Zu diesen Themen hat sie diverse Studien durchgeführt und ihre Forschungsergebnisse sind in zahlreichen Zeitschriftenartikeln und Büchern publiziert.

Halkkörperporträt Rebecca Lazarides Universität Potsdam



Prof. Dr. Rebecca Lazarides

Universität Potsdam und Exzellenzcluster “Science of Intelligence”, Technische Universität Berlin

Rebecca Lazarides ist Professorin für Schulpädagogik / Empirische Unterrichtsforschung an der Universität Potsdam und Principal Investigator im Exzellenzcluster “Science of Intelligence” der TU und HU Berlin (https://www.scienceofintelligence.de/). Seit 2023 ist sie 3. Vizepräsidentin der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) und seit 2020 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg und externes Mitglied der International Max Planck Research School Across the Life Course (LIFE). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, International Editorial Advisory Board Member bei der internationalen Fachzeitschrift Learning and Instruction und Consulting Editor bei Journal of Educational Psychology. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Motivation von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften, Unterrichtsqualität, Lehrkräftebildung und den Einsatz von digitalen und KI-Tools im Unterricht.

Porträt Kai Maaz DIPF



Prof. Dr. Kai Maaz

Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Prof. Dr. Kai Maaz ist Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, wo er darüber hinaus die Abteilung „Struktur und Steuerung des Bildungswesens“ leitet. Zugleich ist er Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungssysteme und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die soziale Ungleichheit beim Bildungserwerb, die Entwicklung von Bildungsbiografien und Übergangsentscheidungen, die Evaluation von Schulstrukturen, Bildungsprogrammen und Schulen sowie das Bildungsmonitoring.

Porträt Christiane Meiner-Teubner TU Dortmund



Dr. Christiane Meiner-Teubner

Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

Dr. Christiane Meiner-Teubner studierte bis 2007 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Erziehungswissenschaft, Soziologie und Philosophie, arbeitete dort anschließend am Lehrstuhl für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung insbesondere zum Thema (Kinder-)Armut und schloss im Jahr 2016 ihre Promotion mit dem Titel „Kinder- und Kindheitsbilder in den Existenzsicherungsgesetzen“ dort ab. Seit 2013 ist sie am Forschungsverbund DJI/TU Dortmund in ganz unterschiedlichen Forschungsprojekten tätig – seit 2017 insbesondere in der Projektkoordination und -leitung im Bereich Kindertagesbetreuung und Ganztägige Angebote für Kinder im Grundschulalter. Zwischen 2014 und 2020 war sie zusätzlich am DJI angestellt und arbeitete dabei intensiv an mehreren Nationalen Bildungsberichten mit. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: strukturelle Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung und ganztägiger Angebote von Grundschulkindern, Personal in der Kindertagesbetreuung, Vorausberechnungen, Sekundärdatenanalyse insbesondere amtlicher Daten, Bildungs- und Sozialberichterstattung.

Porträt Falk Radisch Universität Rostock



Prof. Dr. Falk Radisch

Universität Rostock, Philosophische Fakultät, Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung

Falk Radisch ist Professor für Schulpädagogik mit den Schwerpunkten Schulforschung und Allgemeine Didaktik an der Universität Rostock. Er forscht u. a. zu inhaltlichen und methodischen Fragen der Schulqualität, Schulentwicklung, des pädagogischen Ganztags und der Lehrkräftebildung. Aktuell befasst er sich intensiv mit bildungsstatistischen Analysen auf der Systemebene (regionale Disparitäten, Schülerzahlprognosen, Lehrkräfteersatzbedarf usw.) sowie den Studienverläufen im Lehramtsstudium. Dabei spielen auch immer Fragen des Transfers und der Bereitstellung von Informationen für eine evidenzbasierte Beratung von Bildungspraxis und -politik eine zentrale Rolle. Falk Radisch ist Vorstandssprecher der Sektion Empirische Bildungsforschung in der DGfE.

Porträt Dirk Richter Universität Potsdam



Prof. Dr. Dirk Richter

Universität Potsdam

Dirk Richter ist Professor für Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung an der Universität Potsdam. Er ist Ko-Leitung der Transferstelle des Kompetenzverbunds lernen:digital und Sprecher des Departments Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam. Herr Richter studierte Erziehungswissenschaft an der TU Dresden und Quantitative Research, Evaluation and Measurement an der Ohio State University in Columbus, OH. Er promovierte zum Lebenslangen Lernen von Lehrkräften an der Freien Universität Berlin im Jahr 2011. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (2010-2015) und Juniorprofessor für quantitative Forschungsmethoden in der Bildungsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal. In seiner Forschung beschäftigt sich Herr Richter mit dem formalen und informellen Lernen von Lehrkräften, mit dem Quer- und Seiteneinstieg in den Lehrberuf und dem Lehren und Lernen in der Virtual Reality.

Halbkörperporträt Josef Schrader DIE



Prof. Dr. Josef Schrader

Wissenschaftlicher Direktor, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE)

Prof. Dr. Josef Schrader ist seit 2012 Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), Bonn und seit 2003 Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/ Weiterbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er forscht empirisch und theoretisch zum Lehren und Lernen Erwachsener, zum Einsatz digitaler Medien sowie zur Professionalisierung des Personals in Schule, Hochschule und Weiterbildung. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit betreffen die Struktur und Steuerung des Weiterbildungssystems, auch in international-vergleichender Perspektive. Er ist Mitglied der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und Mit-Herausgeber der „Zeitschrift für Erziehungswissenschaft“ sowie der „Zeitschrift für Weiterbildungsforschung“.

Porträt Stefan Spieker FRÖBEL Bildung und Erziehung



Stefan Spieker

Geschäftsführer bei FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH

Stefan Spieker ist Geschäftsführung und Vorstandsvorsitzender bei FRÖBEL. Der Betriebswirt war 2005 zunächst als kaufmännischer Leiter des deutschlandweit agierenden Kita-Trägers tätig, bevor er 2007 in die Geschäftsführung wechselte. Vor seiner Tätigkeit bei FRÖBEL war Stefan Spieker mehrere Jahre als Berater für junge Unternehmen und Existenzgründer tätig. Von 1991 bis 2001 hat er als Geschäftsführer ein IT-Systemhaus und Softwareunternehmen geführt. Ehrenamtlich ist er als Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Fachkräfte, Arbeitsmarkt bei der IHK Berlin und im DIHK-Mittelstandsausschuss aktiv.

Halbkörperporträt C. Katharina Spieß BiB



Prof. Dr. C. Katharina Spieß

Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) & Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Prof. Dr. C. Katharina Spieß ist Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). An der Johannes Gutenberg Universität Mainz hat sie die Professur für Bevölkerungsökonomie inne.

Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. 1996 promovierte sie sich an der Ruhr-Universität Bochum. Danach war sie Projektleiterin bei der Prognos AG in Basel und Berlin. Im Jahr 2000 wechselte sie an das DIW Berlin, wo sie bis zum Jahr 2012 bei der forschungsbasierten Infrastruktureinrichtung des SOEP tätig war. Im Jahr 2005 habilitierte sie sich an der Technischen Universität Berlin. Von 2006 bis 2021 hatte sie die Universitätsprofessur für Familien- und Bildungsökonomie an der Freien Universität Berlin inne. Die Abteilung Bildung und Familie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) leitete sie von 2012 bis 2021.

Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen bildungs-, bevölkerungs- und familienökonomische Fragestellungen. Sie ist Mitglied in unterschiedlichen Forschungsnetzwerken und Expert/innengruppen und Sachverständigenkommissionen, u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium.

Porträt Dorit Stenke Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein



Dr. Dorit Stenke

Staatssekretärin im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

Dr. Dorit Stenke (Jahrgang 1960) studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und machte 1986 ihren Abschluss als Diplom-Pädagogin. Ab 1997 war sie als Referentin im Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Dresden tätig, wechselte 2001 als stellvertretende Direktorin der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung nach Meißen und wurde 2003 Geschäftsführerin des Aufbaustabes der Sächsischen Evaluationsagentur in Dresden. Von 2007 an war Stenke Abteilungsleiterin, ab 2011 Direktorin des Sächsischen Bildungsinstituts in Radebeul. 2016 wechselte sie nach Schleswig-Holstein zunächst als Abteilungsleiterin für Berufliche Bildung, Qualitätsentwicklung und Digitalisierung, seit 2017 als Staatssekretärin MBWK und ab 2022 im MBWFK.



Katja Tillmann

Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

Porträt Isabell van Ackeren-Mindl Universität Duisburg-Essen



Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl

Universität Duisburg-Essen

Isabell van Ackeren-Mindl ist Professorin für Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Duisburg-Essen (UDE) in der Fakultät für Bildungswissenschaften am Institut für Erziehungswissenschaft. Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre (hier in der Lehrkräftebildung) liegen in den Bereichen Struktur und Steuerung von Bildungssystemen sowie Schulentwicklung, insbesondere in sozialräumlich benachteiligter Lage und im digitalen Kontext. Sie ist beteiligt an transferorientierten bundesweiten Programmen wie „Schule macht stark“ und lernen:digital, künftig auch am Startchancen-Programm, arbeitet aber auch kommunal mit Einzelschulen zusammen. Von 2014 bis 2022 war sie Prorektorin für Studium und Lehre an der UDE und leitete in dieser Funktion u.a. die Qualitätsoffensive Lehrerbildung-Projekte in Essen. Aktuell begleitet sie auch ein Stipendienprogramm für Lehramtsstudierende im Ruhrgebiet. Sie ist berufenes Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz und hat in der Redaktionsgruppe zum Gutachten „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ mitgewirkt.

Porträt Miriam Vock Universität Potsdam



Prof. Dr. Miriam Vock

Universität Potsdam

Prof. Dr. Miriam Vock ist seit 2011 Professorin für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung an der Universität Potsdam. Zuvor war sie sechs Jahre lang Wissenschaftlerin am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen umfassen unter anderem den Umgang mit heterogenen Lerngruppen, die schulische Begabungs- und Hochbegabtenförderung und Forschung zur Lehrkräfteaus- und -fortbildung. Sie war Steuergruppenmitglied des BMBF-geförderten Bund-Länder-Projekts „Leistung macht Schule“ (LemaS) und forscht mit ihrem Team als Projektleitung in LemaS-Transfer an kooperativer Unterrichtsentwicklung durch Lesson Study. Im Jahr 2016 entwickelte sie das deutschlandweit erste Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte an der Universität Potsdam. Das seitdem etablierte und vom Land Brandenburg geförderte „Refugee Teachers Programm“ haben inzwischen 109 internationale Lehrkräfte erfolgreich durchlaufen. Miriam Vock ist Mitglied in der Jury des Deutschen Schulpreises und im Wissenschaftlichen Beirat des brandenburgischen Bildungsministers Steffen Freiberg.

Porträt Leonie Weber BiB



Leonie Weber

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)


Leonie Weber ist seit Oktober 2023 Referentin der Direktorin des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Im Anschluss an ihr Lehramtsstudium für den Gymnasialzweig mit der Fächerkombination Deutsch und Politik & Wirtschaft arbeitete sie von 2022 bis 2023 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Strukturentwicklungsprojekt am Zentrum für Lehrkräftebildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Über den beruflichen Kontext hinaus beschäftigt sie sich anlässlich ihres Promotionsvorhabens mit Herausforderungen im Bildungsbereich und deren Auswirkungen auf die Professionalisierung von Lehrkräften.

Hinweise: Mit Klick auf “Video” werden Sie zu YouTube weitergeleitet.

Begrüßung durch das Netzwerk
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn

Begrüßung durch die Politik
Dr. Jens Brandenburg

Dr. Dorit Stenke

Einführung in die Thematik
Prof. Dr. C. Katharina Spieß



Keynote

Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl

Erfahren, Erkunden, Experimentieren – Außerschulische und informelle Lernorte der vierten Generation



Bildungsdialog

Dem Fachkräftemangel in der Bildung begegnen: Chancen und Perspektiven für die Zukunft


Lizenzen
Videoaufzeichnungen (Video): CC BY ND 3.0 DE
Präsentationen (PDF): Keine Open-Access-Lizenz.
Alle bereitgestellten Präsentationen sind urheberrechtlich geschützt. Sollten Sie Teile hiervon verwenden wollen, wenden Sie sich bitte an, sodass wir gegebenenfalls den Kontakt zum/r Urheber*in oder Nutzungsberechtigten herstellen können.

Begrüßung durch das Netzwerk
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn

Begrüßung durch die Politik
Dr. Jens Brandenburg

Dr. Dorit Stenke

Einführung in die Thematik
Prof. Dr. C. Katharina Spieß



Keynote

Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl

Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung der Lehrkräftebildung



Forum I

Frühe Bildung



Forum II

Schule


Forum III

Erwachsenenbildung/Weiterbildung



Forum IV

Mehr Personal durch mehr Diversität?




Forum V

Qualitätssicherung in Schulen und Lehrkräftebildung





Bildungsdialog

Dem Fachkräftemangel in der Bildung begegnen: Chancen und Perspektiven für die Zukunft


Lizenzen
Die Graphic Recordings wurden dankenswerterweise von Sandra Steffan & Team erstellt. https://www.ein-bild.com/

Das Bildungspolitische Forum 2024 findet in der Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, Berlin statt.

Da vor Ort keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt sich die Benutzung Öffentlicher Verkehrsmittel:

S-Bahn, Regional- und U-Bahnhaltestelle “Potsdamer Platz” (U 2, S 1, S 2, S 25, S 26)
15 Minuten Fußweg über Bellevuestraße und Tiergartenstraße

Von S-Bahn und U-Bahn Zoologischer Garten Bhf (Berlin) ist die Landesvertretung außerdem mit der Buslinie 200 ohne Umstiege in ca. 8 Min zu erreichen. Ausstieg an Haltestelle Tiergarten.

Zur Seite der Berliner Verkehrsgesellschaft

Google Maps Ausschnitt zwischen der Landesvertretung Baden-Württemberg und der U-/S-Bahn Station Potsdamer Platz

© Kartendaten 2023 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google

Ja – das Bildungspolitische Forum 2024 findet hauptsächlich als Präsenzveranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin vor Ort statt. Ausgewählte Programmpunkte können via Livestream auf der Veranstaltungsseite verfolgt werden.

Die Teilnahme am Bildungspolitischen Forum 2024 ist kostenlos. Die Anmeldung ist allerdings verbindlich. Um uns die Organisation zu erleichtern, bitten wir im Falle einer Verhinderung um eine kurze Nachricht an .

Sie können sich ab dem 15. Juni 2024 über das Anmeldeformular auf der Veranstaltungsseite www.leibniz-bildung.de/bpf24 zum Bildungspolitischen Forum anmelden. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie umgehend eine Bestätigungsmail. Sollten Sie diese nicht erhalten, sichten Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Ansonsten sprechen Sie uns gerne an – wir prüfen dann, ob Ihre Anmeldung erfolgreich war. Unsere Kontaktdaten finden Sie unter Punkt 12.

Die Teilnehmendenzahl ist durch die Raumkapazitäten vor Ort begrenzt. Bitte denken Sie daher daran, dass Ihre Anmeldung verbindlich ist. Ausgewählte Programmpunkte können via Livestream verfolgt werden.

Die während Ihres Anmeldeprozesses getroffene Auswahl zur Teilnahme an einem der parallelen Foren ist nicht verbindlich. Zur besseren Organisation und Planung bitten wir jedoch um vorherige Präferenznennung.

Ja – das Plenarprogramm des Bildungspolitischen Forums wird als Livestream übertragen sowie zur Dokumentation aufgezeichnet.

Nicht aufgezeichnet werden jedoch die parallelen Foren. Alle aufgezeichneten Veranstaltungsteile sowie ausgewählte Materialien aus den Foren werden zeitnah nach der Veranstaltung auf unserer LERN-Website unter www.leibniz-bildung.de/bpf24 abrufbar sein.

Den Link zum Livestream veröffentlichen wir zeitnah vor der Veranstaltung auf dieser Seite. Für die Teilnahme am Livestream ist keine Anmeldung notwendig.

Nein. Sie finden den Link zum Livestream zeitnah auf der Veranstaltungsseite unter www.leibniz-bildung.de/bpf24.

Ja, sofern Sie Teilnehmende der Präsenzveranstaltung in Berlin sind. In diesem Fall ist es möglich, eine Teilnahmebestätigung zu erhalten. Wenden Sie sich gerne im Anschluss an das Bildungspolitische Forum via E-Mail an die LERN-Koordinationsstelle unter .

Für die Verfolgung des Livestreams können wir leider keine Teilnahmebestätigung ausstellen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an die LERN-Koordinationsstelle. Sie erreichen uns via E-Mail unter oder telefonisch unter 069/24708 – 476.