The Future of Education: AI and the Digitalization of Education
Location: ZEW – Leibniz Centre for European Economic Research, L7 1, 68161, Mannheim
The Future of Education: AI and the Digitalization of Education
Location: ZEW – Leibniz Centre for European Economic Research, L7 1, 68161, Mannheim
„Sprache(n) als Potential gesellschaftlicher und ökonomischer Teilhabe“
Das Bildungspolitische Forum 2026 findet am 07. Oktober 2026 in der Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin, als Präsenzveranstaltung statt.
Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):
ZAS | Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaften
IDS | Leibniz Institut für Deutsche Sprache
DIE – Deutsches Institut für Erwachsenenbildung | Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Die Anmeldung für die Veranstaltung startet am 30. Juni 2026 auf dieser Seite.
Weitere Informationen folgen.

Die nächste Gelegenheit vom lebhaften Austausch innerhalb der LERN-Mitgliedsinstitute zu profitieren und hilfreiche interdisziplinäre Einblicke für eigene Forschungsfragen zu erhalten haben Forschende der Mitgliedsinstitute des Forschungsnetzwerks hier:
“Nachhaltige Entwicklung und die Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen”
Die interne Wissenschaftliche Jahrestagung 2026 findet vom 05. bis 06. März 2026 im Leibnizhaus in Hannover statt und wird vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ausgerichtet.
Der Call for Papers für LERN-Mitglieder war bis 15. Dezember 2025 geöffnet. Zum Call for Papers
Die Anmeldung für die LERN-Jahrestagung war vom 15. Januar bis 27. Februar 2026 geöffnet.
Ziel der Wissenschaftlichen Jahrestagungen von LERN ist es, für das Netzwerk strategisch wichtige Themenfelder aufzugreifen, die im Netzwerk vorhandene Forschung und Expertise dazu sichtbar zu machen und weiterführende Forschungsbedarfe zu identifizieren, welche künftig im Rahmen des Netzwerks angegangen werden können.
Die LERN-Jahrestagung 2026 will sich mit Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung und die Rolle von Bildung und lebenslangem Lernen befassen. Die Welt steht vor großen Herausforderungen aufgrund von (negativem) Bevölkerungswachstum, zunehmender Urbanisierung, anhaltender Armut, nach wie vor bestehender sozialer Ungleichheit, aber auch durch Überbeanspruchung der Ressourcen und Klimawandel. Ein wichtiger Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung ist Bildung und lebenslanges Lernen. So hat beispielsweise die UNESCO das Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (Education for Sustainable Development) ins Leben gerufen, um es Lernenden aller Altersgruppen zu ermöglichen, Wissen, Fähigkeiten, Werte und Handlungskompetenzen zu erlangen und die genannten Herausforderungen anzugehen.
Für die LERN-Jahrestagung 2026 möchten wir dazu das Lernen oder den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten, Werte und Handlungskompetenzen an unterschiedlichen Orten und Zeitpunkten im Lebensverlauf beleuchten und dabei Bildungsstationen von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter abbilden. Es soll gefragt werden, ob und wie durch Bildung und lebenslangem Lernen innerhalb des gesamten Bildungssystems Wissen, Fähigkeiten und Werten zur nachhaltigen Entwicklung gefördert werden können. Wie müssen unterstützende Lern- und Lehrumgebungen aussehen für den Erwerb entsprechender Fähigkeiten und Werte? Wie können Politik und Praxis die Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem bewältigen.
In der LERN-Jahrestagung 2026 möchten wir daher insbesondere den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Handlungskompetenzen an unterschiedlichen Orten und somit auch unterschiedlichen Abschnitten im Lebensverlauf in den Blick nehmen.
Beiträge können dabei Themenfeldern adressieren, die Bildung und lebenslanges Lernen als möglichen Schlüssel zu
▪ Reduzierung sozialer Ungleichheit(en)
▪ Ermöglichung von Geschlechtergleichstellung
▪ Reduzierung/Entgegenwirken des (negativen) Bevölkerungswachstums
▪ Studentischem Engagement, Interessenvertretung und Handlungskompetenz
▪ Nutzung von KI und neuer Technologien im Arbeitsmarkt
▪ Förderung von Metakognition (Meinungen, Einstellungen, Kreativität)
▪ Gesundheit und Well-Being
erforschen.
Alle Personen an LERN-Mitgliedseinrichtungen sind dazu eingeladen, Vorschläge für Beiträge einzureichen. Vorgestellt werden können sowohl Ergebnisse abgeschlossener Forschungsprojekte, „Work in Progress“ oder auch (größere) Forschungsvorhaben, die sich noch am Anfang befinden und noch keine Ergebnisse vorweisen können. Gerade für Projekte, die sich noch im Anfangsstadium oder in der Planung befinden, kann das Format Knowledge Café produktiv sein.
Einreichung von Beiträgen:
Bitte mailen Sie ein kurzes Abstract (ca. 200 bis 300 Wörter) bis spätestens 15.12.2025 an unter Angabe der gewünschten Beitragsart (Vortrag, Impulsvortrag, Poster, Knowledge Café), Titel, Name und Affiliation der Referierenden (Vortragende sind zu unterstreichen). Sollten zu viele Beiträge eingereicht werden, behält sich das Organisationsteam vor, eine Auswahl zu treffen. Hierbei wird berücksichtigt, dass möglichst viele Mitgliedsinstitute des Netzwerks mit Beiträgen vertreten sind.
Call for Papers
Educational Success: Support, Measurement and Evaluation
Die CIDER-LERN-Konferenz 2025 wird organisiert vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) und dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit der CIDER-Koordination. Die Konferenz, die auch Bildungsforschenden außerhalb des CIDER-Netzwerks offen steht, findet vom 10. bis 11. November 2025 am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg statt.
Die Konferenz bringt Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um Ergebnisse sowie methodische und konzeptionelle Fragen der Bildungsforschung zu diskutieren. Das Thema der Veranstaltung lautet „Educational Success: Support, Measurement and Evaluation“. Die Veranstaltungssprache ist englisch.
Im Anschluss an die Konferenz findet am 12. November ein Workshop für CIDER-Fellows statt.
Keynote
Prof. Orla Doyle, Ph.D. (University College Dublin)
Prof. Dr. Samuel Greiff (Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB), Technische Universität München)
Call for Papers
Der Call for Papers ist bis zum 15. Juni 2025 geöffnet.
Um an der CIDER-LERN-Konferenz teilzunehmen, wählen Sie bitte ein Format (Vortrag oder Posterpräsentation) und senden Sie ein Abstract (maximal 350 Wörter, ohne Literaturangaben) an .
Fristen
Einreichungsfrist für Beiträge: 15. Juni 2025
Benachrichtigung über die Annahme: 15. Juli 2025
Beginn der Konferenzanmeldung: 15. Juli 2025
Ende der Konferenzanmeldung: 15. September 2025
Organisationskomitee
Prof. Dr. Cordula Artelt (LIfBi)
Dr. Christina Haas (LIfBi)
Prof. Dr. Florian Schmiedek (Head of CIDER)
Dr. Sophia Schmitz (BiB)
Prof. Dr. C. Katharina Spieß (BiB)
„Bildung in Zeiten von Transformation und beruflichem Wandel”
Das Bildungspolitische Forum 2025 fand am 01. Oktober 2025 in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, Berlin als Präsenzveranstaltung statt. Ausgewählte Programmteile wurden per Livestream übertragen.
Inhaltlich widmete sich das diesjährige Forum einem der drängendsten Themen unserer Zeit: der Transformation des Arbeitsmarkts im Kontext von Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischem Wandel. Diese drei tiefgreifenden Veränderungen beeinflussen nicht nur unsere Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die Art und Weise, wie Bildung gestaltet und erlebt wird.
Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale veröffentlichte im Rahmen des diesjährigen Bildungspolitischen Forums erneut ein Positionspapier: Zum Positionspapier
Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):
IAB | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V.
Fotos: William Veder Eventfotografie
Einführung in das Thema
Bildung als Befähigung zu stetigem Wandel
Prof. Dr. Ludger Wößmann
Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik | Ludwig-Maximilians-Universität München
Ständige Transformationsprozesse führen in der Wirtschaft zu Strukturwandel und damit auch zu stetigem beruflichem Wandel und Veränderungen in den beruflichen Tätigkeitsprofilen. Dadurch kann es zu einem Mismatch kommen zwischen den Qualifikationsprofilen der Arbeitnehmende und denjenigen, die die Unternehmen in ihren aktuellen Arbeitsprozessen benötigen. Um zu verhindern, dass die Veränderungen für viele Menschen den Verlust der Betätigungsmöglichkeit am Arbeitsmarkt, Armut und soziale Ungleichheit bedeuten, müssen die Menschen in die Lage versetzt werden, von den Chancen des andauernden wirtschaftlichen Strukturwandels zu profitieren. Wie kann das Bildungssystem auf diese Transformationen reagieren? Und wie kann es agieren, um die weitere zukünftige Entwicklung aktiv zu gestalten? Klar ist: Das Bildungssystem muss die Menschen auf eine sich wandelnde Zukunft vorbereiten. Aufgrund der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen besteht eine zentrale Herausforderung darin, den Menschen die Fähigkeit zur Veränderung zu vermitteln – sowohl Anpassungs- als auch Gestaltungsfähigkeit. Dabei geht es darum, das „Lernen zu lernen“, wofür grundlegende Basiskompetenzen unerlässlich sind. Der Kerngedanke von Anpassungsfähigkeit und Flexibilität hat wesentliche Auswirkungen auf allen Ebenen, vom Individuum über die Bildungseinrichtungen und Firmen bis zum Bildungssystem und seiner politischen Steuerung. Nicht zuletzt geht es um eine zielführende Governancestruktur, in der die Politik klare Vorgaben setzt, in der die Bildungseinrichtungen Freiheiten für die notwendigen Umsetzungsprozesse haben, und in der alle Ebenen Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen.
Keynote
Aus- und Weiterbildung in der Transformation
Prof. Bernd Fitzenberger, PhD
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Die aktuellen Transformationsprozesse – Digitalisierung, ökologische Transformation, Demographie sowie Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit – verändern in tiefgreifender Weise den Arbeitsmarkt in Deutschland. Mit dem Strukturwandel und insbesondere mit der zunehmenden Bedeutung neuer Technologien, insbesondere Künstlicher Intelligenz, steigt der Bedarf an Aus- und Weiterbildung, um Beschäftigungsfähigkeit und berufliche Mobilität zu sichern. Seit 2019 sind rund 300 neue Berufe entstanden, viele mit Fokus auf „Green Skills“ und digitale Kompetenzen. Gleichzeitig verschärfen hohe Anteile unbesetzter Ausbildungsplätze und steigende Abbruchquoten den Fachkräftemangel. Besonders junge Erwachsene ohne Berufsabschluss – häufig mit Migrationshintergrund – stellen ein bislang ungenutztes Potenzial dar. Betriebliche Weiterbildung ist trotz ihrer zentralen Rolle für Produktivität und Innovationsfähigkeit nach der Pandemie noch nicht auf Vorkrisenniveau zurückgekehrt und Beschäftigte in einfachen Tätigkeiten nehmen trotz Qualifizierungsbedarfen eher selten an einer Weiterbildung teil. Erfolgreiche Transformationsbewältigung erfordert daher eine systematische Stärkung beruflicher Orientierung, modernisierte Curricula sowie den Ausbau von Weiterbildungsangeboten, um Qualifikationsdefizite abzubauen und neue Chancen der Transformation zu nutzen. Die Keynote beleuchtet diese Herausforderungen anhand aktueller Daten und Projektionen und diskutiert Handlungsempfehlungen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
FORUM I
Schule: Sicherung der unverzichtbaren Kompetenzen im allgemeinbildenden Schulsystem
Leitung: Olaf Köller / Moderation: Kai Maaz
Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Schulische Kompetenzen stellen die Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Ausbildung dar. Sie vermitteln nicht nur fachliches Wissen, sondern auch wichtige Fähigkeiten, die für das Bestehen in der Arbeitswelt unerlässlich sind. Basale Kompetenzen in den Bereichen Bildungssprache, Naturwissenschaften und Mathematik sind essenzielle Voraussetzungen für nahezu jede berufliche Tätigkeit, da sie die Basis für die Kommunikation, Informationsverarbeitung und Problemlösung bilden.
Darüber hinaus spielen übergreifende Kompetenzen wie kritisches Denken, Teamarbeit und Zeitmanagement eine zentrale Rolle. Diese Fähigkeiten unterstützen Auszubildende dabei, sich in dynamischen Arbeitsumfeldern zurechtzufinden und auf neue Herausforderungen flexibel zu reagieren. Besonders in einer zunehmend digitalisierten Welt wird die Fähigkeit, digitale Werkzeuge zu nutzen und zu verstehen, immer wichtiger.
Auch soziale Kompetenzen, die häufig im schulischen Kontext durch Gruppenarbeiten und Projekte erlernt werden, sind für die berufliche Ausbildung von großer Bedeutung. Sie fördern die Zusammenarbeit und die Anpassungsfähigkeit in Teams. Ohne diese Schlüsselkompetenzen fällt es Auszubildenden schwer, die Anforderungen moderner Arbeitsplätze zu erfüllen.
Entsprechend diesen Anforderungen an die Ziele schulischer Bildungsprozesse in der Sekundarstufe I hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der KMK ein Gutachten Anfang des Jahres 2025 vorgestellt, in dem die für die berufliche Ausbildung unverzichtbaren basalen und funktionalen Kompetenzen beschrieben werden. Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren das Gutachten bzw. die Anforderungen, die sich in der Sekundarstufe I des allgemeinbildenden Schulsystem ergeben.
FORUM II
Weiterbildung inklusiv, digital und zukunftsorientiert gestalten
Leitung: Prof. Dr. Martin Ehlert
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor an der Freien Universität Berlin
Die Transformation des Arbeitsmarktes durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischen Wandel bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie neue Kompetenzen erwerben müssen. Weiterbildung ist ein zentrales Instrument, um Beschäftigte auf die veränderten Anforderungen vorzubereiten und Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels zukunftsfähig aufzustellen. Doch gerade jene Beschäftigtengruppen, die von diesen Veränderungen besonders betroffen sind – etwa Geringqualifizierte, ältere Menschen oder Beschäftigte in schrumpfenden Berufsfeldern –, nehmen bislang am seltensten an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Darüber hinaus verändert sich Weiterbildung durch neue digitale Angebote. Dies schafft neue Möglichkeiten der Teilhabe aber auch neue Herausforderungen beim Zugang und der Gestaltung des Lernprozesses.
Das Panel beleuchtet diese Herausforderungen und diskutiert, wie betriebliches und politisches Handeln die Chancengleichheit und die Effektivität von Weiterbildung gezielt fördern können. Welche politischen Rahmenbedingungen sind förderlich, um Weiterbildung für alle Beschäftigten attraktiv und zugänglich zu machen? Welche betrieblichen Strukturen schaffen eine inklusive Lernkultur? Welche Ansätze und Formate sind wirksam, um bisher unterrepräsentierte Gruppen zu erreichen und zum lebenslangen Lernen zu motivieren? Welche Weiterbildungen sind besonders effektiv für Beschäftigte und Unternehmen im Strukturwandel? Erhöhen digitale Lernumgebungen die Chancengleichheit und Effektivität oder schaffen sie neue Ungleichheiten?
Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft geben dazu praxisnahe Einblicke und Impulse. Im Panel wird diskutiert, wie durch inklusive Weiterbildungskonzepte sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert als auch allen Beschäftigten ein fairer Zugang zu Lerngelegenheiten in der sich wandelnden Arbeits- und Weiterbildungswelt ermöglicht werden kann.
FORUM III
Berufsausbildung in Zeiten der Transformation: Herausforderungen und Perspektiven
Leitung: Prof. Dr. Silke Anger
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Forschungsbereichsleiterin und Professorin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
gemeinsam mit
Dr. Bernhard Christoph
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Digitalisierung, Dekarbonisierung und demographische Entwicklung setzen das Berufsbildungssystem aus unterschiedlichen Richtungen unter Veränderungsdruck. Digitalisierung und Dekarbonisierung bringen einen technologischen Wandel mit sich, der die Qualifikationsanforderungen in der beruflichen Bildung deutlich verschiebt. Durch neue technische Möglichkeiten werden beispielsweise zuvor manuelle Tätigkeiten durch Technologie oder Maschinen ersetzt. Die Notwendigkeit, den Umgang mit den neuen Technologien zu vermitteln, kann die Ausbildungsinhalte betroffener Berufe verändern oder gänzlich neue Berufsprofile erfordern. Ähnliches gilt für die Dekarbonisierung, in deren Rahmen alte Technologien durch umweltfreundlichere abgelöst werden, wodurch sich Tätigkeitsinhalte (und damit auch Ausbildungserfordernisse) in den betroffenen Bereichen ändern. Die Diskussion soll sich hier darauf konzentrieren, welche Veränderungen im Bereich der Berufsbildung und der Ausbildungsordnungen – oder gegebenenfalls auch im Bereich der vorgelagerten schulischen Bildung – wünschenswert sind, um diesem technologischen Veränderungsdruck zu begegnen.
Im Gegensatz dazu sind die Veränderungen aufgrund der demographischen Entwicklung gänzlich anderer Natur: bedingt durch geringere Jahrgangsstärken und die Tendenz der Jugendlichen, eher höhere Qualifikationen anzustreben, wird es für viele Betriebe schwieriger, Auszubildende zu finden. Diese Besetzungsprobleme können je nach Beruf sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie attraktiv dieser für Jugendliche ist. Besonders in weniger beliebten Berufen wird es zunehmend schwierig, offene Ausbildungsstellen zu besetzen. Insofern stellt sich hier zwar nicht zwingend die Frage nach der Attraktivität der Berufsausbildung als solcher, wohl aber nach der Attraktivität einzelner Berufe und den Faktoren, die diese beeinflussen.
Hinzu kommt, dass es trotz des aktuell hohen Bedarfs an Auszubildenden eine große Zahl unversorgter Jugendlicher gibt. Dies wirft die Frage auf, worin die Ursachen für diese überraschende Konstellation mit gleichzeitig hohem Ausbildungsbedarf einerseits und einer hohen Zahl unversorgter Bewerberinnen und Bewerber andererseits liegen. Wir wollen diskutieren, wie die Voraussetzungen geschaffen werden können, um mehr Jugendliche in Ausbildung zu bringen, und welche Anpassungen hierfür gegebenenfalls auch seitens der Ausbildungsordnungen und/oder der Arbeitgeber notwendig wären.
FORUM IV
Strategien für zukunftsfähige Hochschulstrukturen in Zeiten des demografischen Wandels
Leitung: Prof. Dr. Kerstin Schneider
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Mitglied des erweiterten Vorstands und Bergische Universität Wuppertal
gemeinsam mit
Dr. Friederike Hertweck
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Der demografische Wandel verändert die deutsche Hochschullandschaft tiefgreifend. Zwar sinken die Studierendenzahlen insgesamt, gleichzeitig wächst jedoch die Heterogenität der Studierendenschaft hinsichtlich Bildungsbiografien, sozialer Hintergründe, internationaler Herkunft und individueller Lernbedarfe. Dadurch sehen sich Hochschulen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sie müssen passgenaue, diversitätssensible und flexible Studienangebote entwickeln, die dieser zunehmenden Vielfalt gerecht werden. Zugleich verändern sich die Qualifikationsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt durch die großen Transformationsprozesse rasant. Hochschulen müssen daher nicht nur fachliche und digitale Kompetenzen vermitteln, sondern auch auf lebenslanges Lernen vorbereiten. Dies betrifft sowohl klassische Studiengänge als auch neue interdisziplinäre Felder und verstärkt die Notwendigkeit, Studium, Lehre und Forschung in einem strukturell recht trägen System kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu benötigen Hochschulen eine strategische und datenbasierte Steuerung, die sowohl demografische Trends als auch die digitale und ökologische Transformation berücksichtigt. Nur so können sie ihrer Rolle als zentrale Orte für akademische Bildung, Fachkräftesicherung und lebenslanges Lernen gerecht werden. Wie dies gelingen kann, diskutieren wir mit Wissenschaft, Politik und Hochschule in diesem Forum.
Der CIDER Transfer Workshop 2025 wird vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation organisiert und findet am DIPF in Frankfurt am Main statt. Im Rahmen des Workshops werden die Fellows in der Wissenschaftskommunikation weitergebildet und gemeinsam mit Akteuren der Presse sich gegenseitig für die Funktionslogiken und Bedarfe ihrer jeweiligen Professionen und Handlungsfelder sensibilisieren. Die Weiterbildung in der Wissenschaftskommunikation wird primär durch Vorträge und Formate mit einschlägigen Expert*innen erfolgen, die die Fellows in die Lage versetzen, ihre Erkenntnisse eigeninitiativ und in Zusammenarbeit mit Journalist*innen und weiteren Multiplikator*innen zu distribuieren.
Der CIDER Fall Workshop 2024 fand am ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. statt. Organisiert wurde der Workshop vom ifo Institut, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in Zusammenarbeit mit der CIDER Coordination.
Die Veranstaltung begann mit einer Input-Session, in der CIDER Alumni ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit in interdisziplinären Micro Groups vorstellten, gefolgt von einer Keynote von Fabian Pfeffer (LMU) mit dem Titel Wealth and Education. Am Abend trafen sich die Teilnehmer*innen zum Abendessen im Hofbräukeller.
Am zweiten Tag hatten die Fellows die Möglichkeit, sich in verschiedenen Formaten auszutauschen und potenzielle Kooperationen in Micro Groups miteinander zu diskutieren. Dazu gehörten Präsentationen von Datensätzen, eine eigene Open-Space-Session und Paper-Präsentationen, die von Discussants aus anderen Disziplinen kommentiert wurden.
„Übergänge im Bildungssystem”
Die interne Wissenschaftliche Jahrestagung 2025 fand am 01. und 02. April 2025 in Essen statt und wurde gemeinsam von RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE) ausgerichtet.
Der Call for Papers ist für LERN-Mitglieder war bis 15. Januar 2025 geöffnet. Zum Call for Papers
Die Anmeldung zur Veranstaltung waren bis zum 10. März 2025 möglich. Zum Programm
Die neue Kohorte des CIDER-Kollegs mit 31 Stipendiat*innen (sogenannten Fellows) startete mit dem CIDER IV Kick-off Workshop. Der Workshop wurde vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation organisiert und fand am DIPF in Frankfurt am Main statt. Im Fokus des Workshops stand das gegenseitige Kennenlernen der neuen Fellows. Das Programm bot hierfür zahlreiche Gelegenheiten, mit Formaten wie Posterpräsentationen, einem Open Space mit Fokus auf gemeinsamen Forschungsinteressen sowie verschiedenen Social Events. Darüber hinaus erhielten die Fellows eine Einführung in die drei zentralen Forschungsthemen des Kollegs durch interdisziplinäre Vorträge aus verschiedenen Fachrichtungen, die von CIDER-Alumni der letzten Kohorte und CIDER-Seniors gehalten wurden.
„Fachkräftemangel in der Bildung: Chancen und Perspektiven”
Das Bildungspolitische Forum 2024 fand am 11. Oktober 2024 in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, Berlin als Präsenzveranstaltung statt. Ausgewählte Programmteile sind auf YouTube verfügbar.
Moderiert wurde die Veranstaltung durch Armin Himmelrath (Der Spiegel).
Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale veröffentlichte im Rahmen des diesjährigen Bildungspolitischen Forums erneut ein Positionspapier: Zum Positionspapier
Inhaltlich verantwortliche Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN):
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
BiB | Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
DIE | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen
Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Der demografische Wandel in Deutschland bringt es mit sich, dass der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter seit vielen Jahren und auch künftig immer weiter abnehmen wird. Dieser Trend, der keinesfalls alle europäischen Länder betrifft, wird – so die Prognosen – zu einem weiter sinkenden Arbeitsvolumen führen. Dabei sind einzelne Wirtschaftsbereiche besonders von dem damit verbundenen Fachkräftemangel betroffen. Zu diesen Bereichen gehört der Bildungsbereich. Dies ist umso bemerkenswerter, da eine von vielen Maßnahmen, die diskutiert wird, um dem abnehmenden Erwerbspersonenpotential zu begegnen, verstärkte Anstrengungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung sind. Doch auch hier fehlen Fachkräfte. Wie sich die Prognosen in Hinblick auf die Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials darstellen und mit welchen Maßnahmen diesem Trend begegnet werden kann, wird in einem ersten Teil der Einführung in das Thema dargestellt. In einem zweiten Teil werden Spezifika der unterschiedlichen Bildungsbereiche diskutiert. Es werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der einzelnen Bereiche skizziert und auch hier grundsätzliche Lösungsansätze kurz umrissen, die im Kontext dieser Herausforderung diskutiert werden.
Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Universität Duisburg-Essen
Der anhaltende Mangel an qualifiziertem pädagogischem Personal stellt eine große Herausforderung für das Bildungswesen und seine Qualität dar. Der Beitrag widmet sich diesem Thema unter besonderer Berücksichtigung des Gutachtens der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) zur „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ sowie weiterer Empfehlungslinien der Kommission in diesem Zusammenhang. Von Interesse ist dabei exemplarisch nachzuvollziehen und zu diskutieren, wie die Empfehlungen auf verschiedenen Ebenen des Bildungssystems und durch verschiedene institutionelle Akteure der unterschiedlichen Phasen der Lehrkräftebildung rezipiert und gegebenenfalls schon in Strukturen und Prozessen aufgegriffen oder auch gezielt abgelehnt wurden, aber auch wie sich Reichweite und Wirksamkeit solcher Empfehlungen grundsätzlich erfassen lassen. Exemplarisch wird auch auf internationale Diskussionen zur Mangelsituation – auch im Hinblick auf die Situation in Deutschland, die durchaus wahrgenommen wird – sowie auf ausgewählte Ansätze geschaut: etwa zu Strategien der Rekrutierung von im Ausland qualifizierten Lehrkräften, zu First Generation Students oder auch zur Rolle der Digitalisierung. Der Blick über die Grenzen zeigt schließlich auch, dass die Art und Weise der Expertenberatung zur Bildungspolitik in Deutschland und entsprechende Kommunikations- und Verhandlungsstrukturen unter dem Stichwort ‚education policy advice‘ international zunehmend Beachtung finden.
Leitung: Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Johannes Gutenberg-Universität Mainz
gemeinsam mit
Leonie Weber
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)
Auch im Bereich der frühen Bildung fehlen in großem Ausmaß Fachkräfte. Zunehmend wird deutlich, dass dieser Mangel zum Hemmschuh für eine weitere Entwicklung dieses Bildungs- und Betreuungsbereichs wird. Und dies vor dem Hintergrund, dass das System der frühen Bildung ohnehin mit weiteren Herausforderungen konfrontiert ist, die eigentlich mehr Personal notwendig machen, wenn z.B. daran gedacht wird, dass die Bedarfe von Kindern und Familien immer vielfältiger werden. Gleichwohl es in den letzten Jahren zu einem erheblichen Personalzuwachs kam, könnten im Jahr 2030 in Kitas zwischen 50.000 und 90.000 Fachkräfte fehlen. Insbesondere Einrichtungen in Westdeutschland werden davon betroffen sein. Damit kann der Bereich der Kindertagesbetreuung seinen Aufgaben nur noch bedingt gerecht werden: Eine pädagogisch gute Förderung von Kindern und eine Unterstützung von Eltern bei der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit kann nur noch mit Abstrichen gewährleistet werden. Auch andere positive Effekte, welche mit einer guten Kita-Infrastruktur verbunden sind, können nicht in vollem Umfang realisiert werden. Hinzu kommt, dass die in den Einrichtungen Beschäftigten aufgrund des Mangels vielfach überlastet sind und teilweise ausfallen oder aus dem Beruf aussteigen, was den Mangel noch verstärkt. Dieser Mangel hat auch auf andere Bereiche erhebliche Konsequenzen: Durch ihn können insbesondere Mütter ihre Erwerbswünsche teilweise nicht in vollem Umfang realisieren, was wiederum den Fachkräftemangel in anderen Bereichen erhöht. Darüber hinaus können die Potentiale einer frühen Bildung nicht genutzt werden – dies trägt weiter zu einem Fachkräftemangel der Zukunft bei. Vor diesem Hintergrund wird im Forum aufbauend auf einer aktuellen Bestandsaufnahme besprochen, was dieser Mangel für Kinder, Eltern und Einrichtungen bedeutet. Ansatzpunkte, wie mehr Menschen für dieses Berufsfeld gewonnen werden können, sollen in einem weiteren Teil des Forums bewertet werden. Dabei geht es auch darum, zu eruieren, wie reformwillig dieser Bereich ist, um schnelle und effektive Vorschläge zur Gewinnung von mehr Fachkräften umzusetzen. Es diskutieren Vertreter aus der Wissenschaft, der Politik und der Praxis.
Leitung: Prof. Dr. Kai Maaz
Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Der aktuelle Bildungsbericht hat den Personalmangel in den Schulen und die Reaktion der Länder darauf noch einmal deutlich gemacht. Es fehlen nicht nur Fachlehrkräfte, auch fehlt es an Personal für einen qualitätsvollen Ganztag. Bundesweit haben 12% der Neueinstellungen keine vollständige Lehramtsausbildung absolviert, in einigen Ländern sind es sogar mehr als 50%. Damit liegen zwei Herausforderungen auf der Hand, die miteinander verbunden sind und in diesem Forum thematisiert werden: Personalrekrutierung und Qualitätssicherung. Dabei wird oft eine dritte Komponente vergessen, die die beiden ersten ergänzt und im Forum diskutiert werden soll. Ressourcen frei machen durch eine Veränderung in der Art und Weise, wie Schule und Unterricht gestaltet wird. Das meint die konsequente Nutzung digitaler Technologien in allen schulischen Kontexten, aber auch die kluge Ressourcenverteilung verschiedener Professionen, die auch nicht nur auf eine Schule bezogen bleiben dürfen. Damit werden Aktivitäten der Rekrutierung nicht infrage gestellt, aber sie können mit zum Teil vorhandenem Personal konzeptionell erweitert werden. Das setzt auch Mut und Experimentierfreude voraus, die aber wissenschaftlich begleitet werden muss. Das Forum möchte daher den Blick für neue und vielleicht auch unkonventionelle Wege im Umgang mit dem Fachkräftemangel öffnen.
Leitung: Prof. Dr. Josef Schrader
Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Zentrums für Erwachsenenbildung – Leibniz-Institut für Lebenslanges Lernen
Nach Jahrzehnten der Expansion steht inzwischen auch die Erwachsenen- und Weiterbildung vor einem Fachkräftemangel. Dieser ist zunächst bei den Festangestellten in Einrichtungen und Unternehmen, mehr aber noch bei mehr als einer Million Beschäftigten zu konstatieren, die lehrend trainierend oder beratend tätig sind und zumeist neben- oder freiberuflich arbeiten. Hier wirkt die Corona-Pandemie mit ihren Einbrüchen im Weiterbildungsangebot nach, so dass viele Lehrkräfte bessere Beschäftigungsbedingungen außerhalb der Weiterbildung gesucht haben. Diese Bedinungen in Bezug auf Bezhalung und Sicherheit nachhaltig zu verbessern wäre eine wichtige Aufgabe der Weiterbildungspolitik, die allerdings auf mehrere Steuerungsebenen und Ressorts verteilt ist. Kurzfristig bieten aber auch wissenschaftlich fundierte, niedrigschwellige, zeit- und ortsunabhängig sowie berufsbegleitend nutzbare und zertifizierbare Fortbildungsangebote eine Möglichkeit, die Attraktivität des Weiterbildungsmarktes zu steigern. Das Forum stellt zunächst empirische Befunden zum Fachkräftemangel, zu Rekrutierungsstrategien und zu Fortbildungsbereitschaft vor. Anschließend werden übergreifende Infrastrukturen für Fortbildung und Kompetenzanerkennung vorgestellt und mit Vertretern von Praxis und Politik diskutiert.
Leitung: Prof. Dr. Mareike Kunter
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel im Bildungsbereich zu begegnen, ist es, Personen aus bisher unterrepräsentierten Gruppen für eine Tätigkeit im Bildungsbereich zu gewinnen. So wird beispielsweise gefordert, im Primar- und Elementarbereich vermehrt Männer zu gewinnen, oder Personen mit Zuwanderungsgeschichte für das Lehramt. Hierbei müssen auch formale Hürden berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Zudem ist es wichtig, die Bedingungen und Faktoren zu verstehen, die in den unterrepräsentierten Gruppen zu einem Abbruch der Ausbildung oder der Berufsausübung führen können. In diesem Forum werden Maßnahmen diskutiert, die gewinnbringend erscheinen, aber auch Herausforderungen und Wissenslücken diskutiert.
Leitung: Prof. Dr. Rebecca Lazarides
Universität Potsdam, Excellenzcluster „Science of Intelligence” & Technische Universität Berlin
Die Ergebnisse internationaler Leistungsvergleichsstudien wie PISA oder IGLU zeigen, dass sich die durchschnittlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler in Deutschland im Vergleich zu vorherigen Erhebungen verringert haben. Das Forum V „Qualitätssicherung in Schulen und Lehrkräftebildung“ des Bildungspolitischen Forums des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale befasst sich vor diesem Hintergrund mit Fragen der Qualitätssicherung in Schulen und in der Lehrkräftebildung ein. Neben Chancen des Bildungsmonitorings diskutieren wir unter anderem die Bedeutung der Etablierung alternativer Wege zum Beruf der Lehrkraft für Schul- und Unterrichtsqualität. Das Forum führt multiple Perspektiven aus Bildungsforschung, Bildungspolitik und schulischer Bildungspraxis auf Fragen der Qualitätssicherung in Schulen zusammen.