ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

Das ZEW Mannheim ist ein gemeinnütziges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut in der Rechtsform einer GmbH. Es wurde 1990 auf Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Wirtschaft des Landes und der Universität Mannheim gegründet und nahm im April 1991 die Arbeit auf. Seitdem hat sich das ZEW als eines der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mit hoher europäischer Reputation etabliert. Das ZEW ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Die Arbeit des ZEW ist vier Zielen verpflichtet:

  • exzellenter Forschung,
  • anspruchsvoller wirtschaftspolitischer Beratung auf wissenschaftlicher Grundlage,
  • der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses und
  • dem Wissenstransfer an das Fachpublikum und die allgemeine Öffentlichkeit.

Unter der Präsidentschaft und Leitung von Achim Wambach und der kaufmännischen Direktion durch Thomas Kohl arbeiten 176 Personen in sieben Forschungseinheiten, einer Forschungsgruppe und drei Servicebereichen am ZEW. Zur Sicherung und Steigerung des wissenschaftlichen Niveaus legt das ZEW großen Wert auf eine internationale Vernetzung mit Universitäten, beispielsweise in Form einer Integration in dortige Promovierendenprogramme und einer Beteiligung an universitären Forschungsbereichen. Die Weiterqualifikation des Personals, unter anderem mit Hilfe von Sabbaticals, wird aktiv gefördert, um die Anfertigung von Dissertationen und Habilitationen sowie von Publikationen in angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften voranzubringen.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

Der übergreifende Forschungsleitgedanke am ZEW ist die ökonomische Analyse funktionstüchtiger Märkte und Institutionen in Europa. Bei seiner Forschungsarbeit verfolgt das ZEW einen methodischen Pluralismus mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der mikroökonomischen und mikroökonometrischen Forschung. Soweit erforderlich wird stets auch die gesamtwirtschaftliche Dimension berücksichtigt. Das ZEW arbeitet, wo die Problemstellung dies verlangt, eng mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen.

Stellvertretend für die Vielzahl der vom ZEW bereit gestellten aktuellen Informationen sei hier auf die regelmäßigen Befragungen zur Lage an den Finanzmärkten und zur wirtschaftlichen Situation der Informationswirtschaft verwiesen sowie auf die große jährliche Studie zur Innovationstätigkeit der deutschen Wirtschaft.

Das ZEW stellt eine Reihe seiner Forschungsdatensätze externer Wissenschaft zur Verfügung. Bei den im ZEW-FDZ angebotenen ZEW-Forschungsdaten handelt es sich um Individualdaten von ZEW-Unternehmensbefragungen oder ZEW-Expert*innenbefragungen.

Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi)

Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg fördert die bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung in Deutschland. Zu diesem Zweck betreibt LIfBi das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS) und stellt am Standort Bamberg grundlegende, überregional und international bedeutsame, forschungsbasierte Infrastrukturen für die empirische Bildungsforschung zur Verfügung. Das NEPS beschreibt und analysiert den Prozess des Bildungserwerbs in Deutschland und seine Folgen für individuelle Bildungsprozesse und -verläufe über die gesamte Lebensspanne. Somit ist die NEPS-Studie die erste Langzeitstudie in Deutschland, die der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft Längsschnittdaten zu Bildungsverlauf und Kompetenzentwicklung von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter zur Verfügung stellt. NEPS ist ein interdisziplinäres Exzellenznetzwerk aus Forschungsinstituten, Forschungsgruppen und Forschungspersönlichkeiten, das die Expertise von rund 220 Wissenschaftler*innen an mehr als 30 Standorten deutschlandweit vereint.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

  • Das LIfBi betreibt das Nationale Bildungspanel (NEPS). Dabei werden repräsentativ für Deutschland Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, -entscheidungen und -renditen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne erhoben.
  • Die NEPS-Daten werden der nationalen und internationalen Wissenschaft in Form von Scientific Use Files über verschiedene innovative Zugangswege mithilfe der neuesten Technologie bereitgestellt. Für Interessierte, die NEPS-Daten nutzen werden regelmäßig Nutzungsschulungen angeboten.
  • Die NEPS-Daten stellen eine empirische Forschungsgrundlage dar und bieten ein reichhaltiges Analysepotenzial für die Bildungsforschung und angrenzende Gebiete (z. B. Demographie, Erziehungswissenschaften, Ökonomie, Psychologie, Soziologie).
  • Neben der Dokumentation der einzelnen Scientific-Use-Files bietet das NEPS Forschungsdatenzentrum eine Reihe von ergänzenden Informationen und Werkzeugen für den Umgang mit den NEPS-Daten.
  • Das Forschungsdatenzentrum des LIfBi (FDZ-LIfBi) bereitet in erster Linie die Erhebungsdaten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) nutzungsfreundlich auf und stellt diese als Scientific-Use-Files für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung.
  • Drittmittelprojekte am LIfBi: Das LIfBi akquiriert fortlaufend neue Drittmittelprojekte.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Das DIW Berlin ist eines der größten Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Die Kernaufgaben sind anwendungsorientierte Grundlagenforschung, wirtschaftspolitische Beratung und das Bereitstellen von Forschungsinfrastruktur. Die besonderen Stärken des DIW Berlin liegen in der großen thematischen Breite der wissenschaftlichen Arbeit, dem hohen Maß an Interdisziplinarität sowie dem Zugang zu exzellenten empirischen Daten – hierfür steht beispielsweise das am DIW Berlin beheimatete Sozio-oekonomische Panel (SOEP), eine der weltweit besten Datenquellen zur sozio-ökonomischen Lage in Deutschland. Das DIW Berlin hat neun Forschungsabteilungen. Thematisch gliedert sich die wissenschaftliche Arbeit des Instituts in vier Forschungsbereiche (1) Makroökonomie und Finanzmärkte, (2) Nachhaltigkeit, (3) Industrieökonomie, (4) öffentliche Finanzen und Lebenslagen. Die Bearbeitung bildungsrelevanter Fragestellungen aus mikroökonomischer Perspektive erfolgt im letztgenannten Forschungsbereich. Bildungsbezogene Fragen stehen im Fokus der Abteilung Bildung und Familie, aber auch in den anderen beiden Abteilungen, welche dem Cluster angehören, darunter auch in der Forschungsbasierten Infrastruktureinrichtung SOEP, werden bildungsbezogenen Forschungsfragen empirisch beantwortet. Forschungsschwerpunkte sind der Erwerb von Fähigkeiten im Lebensverlauf und die Evaluierung institutioneller Rahmenbedingungen des deutschen Bildungssystems. Es werden auch damit verbundene Fragen von Bildungsungleichheiten untersucht. Die Abteilung Bildung und Familie fokussiert u. a. die frühe Kindheit, einer für den gesamten Lebenszyklus zentralen Phase. Mit dieser Schwerpunktsetzung verbinden sich bildungsökonomische Fragestellungen insbesondere mit solchen aus der Familienforschung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der tertiären Bildung und dem Übergang von der Schule in die berufliche Bildung.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

  • Mit der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) stellt das DIW eine sehr umfangreiche Datenquelle bereit, die von verschiedenen Fachdisziplinen ausgewertet werden kann. Das SOEP ist eine seit 1984 laufende, repräsentative Wiederholungsbefragung von zurzeit rund 23.000 Personen in über 12.000 Privathaushalten in Deutschland. Die Daten geben Auskunft zu Fragen über Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit. Die anonymisierten SOEP-Mikro-Daten werden für die Wissenschaft für statistischeZwecke zur Verfügung gestellt. Die Weitergabe bzw. die Zurverfügungstellung erfolgt über ein in der Abteilung SOEP eingerichtetes Forschungsdatenzentrum (FDZ).
    Kontakt: Philipp Kaminsky und Alisa Fränkel, Email: soepmail@diw.de, Tel.: +49 (0) 30 / 897 89 – 292
  • Das DIW Berlin verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Datensammlungen und Datenbanken. Viele dieser Daten sind die Grundlage von Veröffentlichungen und Indikatoren.
  • Forschungsdatenzentrum Betriebs- und Organisationsdaten (FDZ-BO): Das FDZ-BO am DIW Berlin ist ein zentrales Archiv für quantitative und qualitative Betriebs- und Organisationsdaten. Es archiviert diese, informiert über deren Bestand und stellt Datensätze für sekundäranalytische Zwecke zur Verfügung.
  • Das DIW koordiniert das Berlin Interdisciplinary Education Research Network (BIEN), das dem wissenschaftlichen Austausch und der Vernetzung von Berliner und Brandenburger Nachwuchswissenschaftler*innen in der Bildungsforschung dient.
    Kontakt: Josefine Koebe, Email: bien-edu@diw.de, Tel.: +49 (0) 30 / 897 89 – 295
  • Im Rahmen des DIW Graduate Center finden in unregelmäßigen Abständen GC Masterclasses statt. In diesen ein- bis zweitägigen Kursen lehren renommierte Wissenschaftler*innen.
  • Das DIW präsentiert seine Forschungsergebnisse in einer Reihe von Publikationen. Zur Übersicht dieser Publikationen.
  • Beteiligung am Kompetenzfeld Frühe Bildung und Abbildung der Netzwerkaktivitäten zu diesem Forschungsschwerpunkt.