In den letzten Jahren ist die Zahl junger Menschen, die eine Studienberechtigung erlangen, in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Dennoch hängt die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Schritt in ein Hochschulstudium wagen, nach wie vor stark von ihrer sozialen Herkunft ab. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren verstärkt Beratungsprogramme ins Leben gerufen, die darauf abzielen, die Bildungsentscheidungen junger Menschen von ihrer sozialen Herkunft zu entkoppeln. Allerdings ist im deutschen Kontext noch relativ wenig darüber bekannt, ob diese Programme tatsächlich ihren gewünschten Effekt erzielen.
Im Rahmen des Projekts „Zukunfts- und Berufspläne vor dem Abitur“ (ZuBAb) wurde von 2016 bis 2024 durch die Universität zu Köln und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ein solches Programm (NRW-Talentscouting), das in Nordrhein-Westfalen angesiedelt ist, untersucht. Zur Beurteilung der Programmwirkung griff das Projekt auf ein längsschnittliches und randomisiert kontrolliertes Studiendesign zurück. Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen darüber, wie junge Erwachsene in ihren Bildungsentscheidungen unterstützt werden können, wurde zudem ein umfassender Überblick über die nachschulischen Bildungs- und Zukunftspläne von Oberstufenschüler:innen in NRW generiert.
In den ersten Förderphasen wurde unter anderem eine positive Wirkung des intensiven und langfristen Beratungsprogramms bestätigt
Die aktuelle Förderphase knüpft direkt an die vorangegangenen Projektphasen an. Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen zielt die aktuelle Förderphase darauf ab, die ersten Ergebnisse der ZuBAb-Studie zu erweitern und zu vertiefen.