SchuMaS

In der Bund-Länder Initiative „Schule macht stark“, kurz SchuMaS, erarbeiten Wissenschaftler*innen aus 13 Institutionen in Zusammenarbeit mit insgesamt 200 Schulen Maßnahmen, um die Lernbedingungen und Leistungen von sozial benachteiligten Schüler*innen zu verbessern. Die Gemeinsamkeit der ausgewählten 200 Schulen besteht in der sozial herausfordernden Lage, in der sich die Schulen befinden und den erschwerten Bedingungen für Unterrichten und Lernen, die damit einhergehen. Diese Bedingungen sind: Erhöhter Sprachförderbedarf, große Personalfluktuation, armutsgefährdete Elternhäuser. Auch die aktuelle Pandemiesituation bleibt dabei nicht ungeachtet. 

Der tatsächliche Erfolg der Schüler*innen steht bei „SchuMaS“ im Vordergrund. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schüler*innen zu verbessern und auf diese Weise soziale Ungleichheiten abzubauen.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Verbesserung von mathematischen Basiskompetenzen, die Lernmotivation und auch die sozialen Kompetenzen der Schüler*innen. 

Bezogen auf die besonderen Anforderungsbereiche der Schulen, stehen vier thematischen Handlungsfelder im Vordergrund, für die in enger wissenschaftlicher und praktischer Zusammenarbeit individuelle Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Diese sind:

  1. den Unterricht weiterzuentwickeln – mit einem besonderen Fokus auf Mathematik und Deutsch,
  2. das an den Schulen tätige pädagogische Personal noch gezielter zu qualifizieren und dabei die spezifischen Bedingungen von Schulen in sozial herausfordernder Lage in den Blick zu nehmen,
  3. die Schulen als Organisation, die Schulkultur und das Führungshandeln weiterzuentwickeln und
  4. das Lernen außerhalb des Unterrichts und die Unterstützung im sozialen Umfeld zu fördern.

In vier Regionalzentren des interdisziplinären Forschungsverbundes werden die 200 teilnehmenden Schulen in enger Kooperation mit den Landesinstituten, Agenturen zur Qualitätsentwicklung sowie den Schulaufsichtsbehörden bei der Meisterung ihrer Anforderungen beraten und unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgt durch weitere Arbeitsgruppen des Projektverbundes, aus dessen Ergebnissen nach fünf Jahren eine Handlungsempfehlung entstehen soll, die zur Handreichung an weitere Schulen in herausfordernden Lagen verwendet werden kann,

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) ist das international führende wissenschaftliche Zentrum für die Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache. Die Forschung und theoretische Modellbildungen zur Vielfalt sprachlicher Erscheinungsformen, ihrer Struktur und ihrem Gebrauch erfolgt auf Basis empirischer Methoden. Referenzwerke (u. a. (vergleichende) Grammatiken, Wörterbücher) und hochdifferenzierte Sprachressourcen (v. a. Korpora, Informationssysteme) dokumentieren unsere Forschung. Das IDS ist führend im Angebot nachhaltiger Forschungsinfrastrukturen, die für die gesamte Fachgemeinschaft von zentraler Bedeutung und Nutzen sind. Mit unseren Forschungsergebnissen und Dokumentationsleistungen unterstützt und berät das IDS auf wissenschaftlicher Grundlage Politik und Gesellschaft zu Fragen von Standardisierung, Sprachpolitik und sprachlicher Bildung und beteiligt sich aktiv an öffentlichen Debatten zu sprachbezogenen Themen. Dabei vermitteln wir ein wissenschaftlich fundiertes Bild der Sprache, das die Vielfalt und Varianz sprachlicher Erscheinungsformen betont, und sind uns dabei unserer sprachkulturellen Verantwortung bewusst. Wir kooperieren mit wissenschaftlichen Institutionen in der Region, im Land, in Deutschland, im gesamten deutschsprachigen und internationalen Raum und vernetzen uns auf allen diesen Ebenen. Für die internationale germanistische Linguistik fungieren wir als zentraler Knotenpunkt, auf internationaler Ebene pflegen wir Kooperationen im linguistischen und geisteswissenschaftlichen Bereich. Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft wirken wir am Erreichen übergreifender Ziele der Gemeinschaft mit und kooperieren mit anderen Mitgliedseinrichtungen und sehen uns im Sinne der Science Diplomacy dem internationalen wissenschaftlichen Austausch auf der Grundlage des Leibniz-Gedankens verpflichtet.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

  • Die Aufgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung unterstützen wir wissenschaftlich und organisatorisch. In diesem Kontext wird das öffentlich verbindliche „Amtliche Regelwerk“ erarbeitet.
  • Im Bereich der Alphabetisierungsdekade erstellen wir Materialien wie den Rechtschreibwortschatz.
  • Als federführendes Mitglied des ständigen Gremiums für Schulgrammatische Terminologie erstellen wir das Verzeichnis grundlegender grammatischer Fachausdrücke für die Schule.
  • Die Korpora geschriebener Gegenwartssprache des IDS bilden mit 46,9 Milliarden Wörtern (Stand 18.01.2020) die weltweit größte linguistisch motivierte Sammlung elektronischer Korpora mit geschriebenen deutschsprachigen Texten aus der Gegenwart und der neueren Vergangenheit. Die mündlichen Korpora im Archiv für Gesprochenes Deutsch repräsentieren Daten des gesprochenen Deutsch in Interaktionen und Daten der inländischen und ausländischen Varietäten des Deutschen. Mit dem Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch (FOLK) wird ein großes Gesprächskorpus des Deutschen aufgebaut.
  • Sprachliche Informationsysteme dokumentieren Wortschätze, Aussprache und Grammatik des Gegenwartsdeutschen.
  • Als Kooperationsbeteiligte von Hochschulen, des Goethe-Instituts, lokalen Mitwirkenden aus Wirtschaft, Berufsförderung und der Agentur für Arbeit evaluieren wir Ausbildungsmaßnahmen für Geflüchtete und den Verlauf des Erwerbsprozesses kommunikativer Kompetenzen. Siehe u. a.: „Perspektive Beruf” oder setzen Transferprojekte u. a. zu Fragen der sprachlichen Verständlichkeit um.
  • Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft möchte das IDS mit dem zentralen Projekt Forum Deutsche Sprache neue und nachhaltige Wege des Austausches mit der Gesellschaft beschreiten. Das Forum soll Sprache, seine Erforschung und sprachliche Bildung als zentralen Gegenstandsbereich und als wichtige Zielsetzung ins Zentrum stellen. Das geplante Museum soll als Dokumentationszentrum der deutschen Sprache eine dauerhafte Überschneidung des innerwissenschaftlichen und des öffentlichkeitsbezogenen Diskurses ermöglichen.

ReCo

Im Projekt „Automatic Response Coding“, kurz ReCo, dreht sich alles um Textantworten in Tests. Lautet eine eingegebene Antwort im PISA-Test etwa, „Dem Autor geht es darum, dass die Bäume erhalten bleiben.“, so kann die Software ReCo unter anderem automatisch einschätzen, ob diese Antwort richtig ist. Aber auch andere Informationen, etwa ob damit Wissen über den Text hinausgehend hinzufügt wurde, können automatisch extrahiert werden.

Die Software ReCo wurde anfänglich an der Technischen Universität München (TUM) und im ZIB entwickelt. In Kooperation mit beiden Institutionen wird ReCo nun am DIPF im Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) weiterentwickelt. Das Projekt fasst die allgemeine ReCo-Entwicklung sowie Forschungsstudien rund um den Einsatz der Software zusammen. Dabei zeichnet die TBA-Gruppe einerseits für die konzeptuelle und technische Fortentwicklung verantwortlich, andererseits agiert sie als Projektleitung etwa im Projekt ReCo-Multi und unterstützt externe Forschungsgruppen in der Anwendung der Software.

GeLiNu

Geringe Literalität („funktionaler Analphabetismus“) und Numeralität, also Schwierigkeiten im Umgang mit Mathematik, im Erwachsenenalter ziehen oft erhebliche Einschränkungen im Leben der Betroffenen nach sich.

Um den Herausforderungen geringer Literalität/Numeralität zu begegnen, sind gezielte bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen nötig. Hierfür ist ein umfassendes Verständnis der Ursachen geringer Literalität/Numeralität unabdingbar. Leider liegt auf Basis der existierenden Forschung ein solch umfassendes Verständnis insbesondere der Verursachungsfaktoren geringer Literalität/Numeralität noch nicht vor. Hauptgrund hierfür ist das weitgehende Fehlen längsschnittlicher Daten. Für Deutschland wie auch im internationalen Kontext fußt die bisherige Forschung fast ausschließlich auf Studien, die auf Grundlage einmaliger Datenerhebungen das Phänomen zu analysieren versuchen. Sie erlauben kaum Aufschluss darüber, wie geringe Literalität/Numeralität entstehen – und unter welchen Bedingungen sie sich über die Zeit verändern lassen.

Das Kooperationsprojekt wollte Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung und Veränderung geringer Literalität und Numeralität bei deutschen Erwachsenen identifizieren. Mithilfe der Daten aus dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) sollten zwei übergeordnete Leitfragen zu geringer Literalität/Numeralität unter deutschen Erwachsenen beantwortet werden:

  1. Veränderbarkeit: Wie stabil ist geringe Literalität/Numeralität und wie veränderbar ist sie? Wie vielen Personen gelingt es im Zeitverlauf Kompetenzen hinzuzugewinnen, so dass sie den Definitionsbereich geringer Literalität/Numeralität verlassen? Wie viele Personen rutschen über die Zeit in diesen Bereich ab?
  2. Verursachungskomplexe: Welche individuellen (z. B. kognitive und nicht-kognitive Grundfertigkeiten), strukturellen und kontextuellen Faktoren (z. B. Erwerbstätigkeit, Familiengründung) beeinflussen die Wahrscheinlichkeit solcher Kompetenzzuwächse und -verluste?

REACH

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kooperationsprojekt „Zugänge zu jungen Erwachsenen mit geringen Schriftsprachkenntnissen” („REAching young adults with low ACHievement in literacy“, REACH) wurde von der Stiftung Lesen geleitet. Im Fokus von REACH standen junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren auf dem sog. alpha-Level 3, die eine besondere Gruppe unter den lesefernen Erwachsenen bilden: Sie können für ihren beruflichen Lebensweg besonders stark und nachhaltig von Förderangeboten profitieren.

REACH Fokus
Das Vorhaben fokussierte junge Erwachsene im Alter von 16 bis 35 Jahren, weil …

  • sie für ihren (beruflichen) Lebensweg am stärksten und nachhaltigsten von Förderangeboten profitieren können,
  • ihre frühzeitige Ansprache auf eine Erhaltung und Stärkung der Lesekompetenz in späteren Lebensphasen hoffen lässt,
  • mit ihrer Ansprache zugleich eine Motivation und Befähigung als Lesevorbilder für ihre Kinder möglich ist.

Mit Blick auf Zugangswege bestand die Notwendigkeit der Identifikation von …

  • (Schlüssel-) Personen und Orten, über die Zielgruppen erreicht werden können,
  • kommunikativen Ansätzen und Wegen wie etwa Medien,
  • inhaltlichen Anknüpfungspunkten: Themen, Interessengebiete, Aktivitäten.

REACH Ziele

  • Überprüfung der Eignung von Zugangswegen, die bereits aus der Praxis abgeleitet werden können
  • Identifikation und Prüfung durch eine möglichst differenzierte und genaue Charakterisierung der Zielgruppe
  • Analyse von Lebensbedingungen, Eigenschaften, Verhaltens-und Denkweisen (z. B. Mediennutzung, Aktivitäten in sozialen Netzwerken, Lebens-, Familiensituation, Freizeitinteressen, -gewohnheiten etc.)

Dazu sollten keine neuen Daten erhoben, sondern vorhandene Datenquellen möglichst effektiv genutzt und miteinander verknüpft werden. Anschließend wurde eine kleine Zahl von Zugangswegen und Ansprachemöglichkeiten pilothaft umgesetzt und begleitend evaluiert.

CAN-D

Im Frühjahr 2016 begann der Austausch zwischen Forschenden der kanadischen Forschungskoalition CYRRC und dem Leibniz-Forschungsverbunds Bildungspotenziale zu Fragen der Flüchtlingsforschung. Auf zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC-CRSH) geförderten Forschungsworkshops wurden die strukturellen Kontexte in Deutschland und Kanada dargestellt und vier gemeinsame Forschungsschwerpunkte identifiziert:

  • Ökonomische, soziale und politische Aspekte geflüchteter Kinder, Jugendlicher und Familien
  • Sprachkenntnisse, Lese- und Schreibfähigkeiten sowie Lernen im Allgemeinen
  • Soziale Integration, Menschenrechte, gesellschaftliche Stigmatisierung, kulturelle Aspekte, sowie Sicherheit/Gewalt
  • Psychische Gesundheit und soziale Determinanten von Wohlbefinden

Ziel des vom BMBF geförderten Projektes “Deutsch-kanadische Forschungszusammenarbeit zur Integration von Geflüchteten” war es, die Forschungsaktivitäten in Deutschland und Kanada weiter auszubauen und abzustimmen sowie gemeinsam auf wissenschaftlichen Fachveranstaltungen vorzustellen. Gleichzeitig sollte die Basis für eine vergleichende Betrachtung der beiden Staaten geschaffen werden. Neben der wissenschaftlichen Vernetzung wurde der Transfer von Forschungsaktivitäten und -erkenntnissen in die Öffentlichkeit (in Deutschland) angestrebt.

Das Projekt CAN-D arbeitete eng mit der Child and Youth Refugee Research Coalition (CYRRC) und dem Netzwerk Fluchtforschung zusammen.

Entwicklungszusammenhänge

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen allgemein-kognitiven Fähigkeiten und domänen-spezifischen Kompetenzen?

Das Projekt aus dem Leibniz-Kompetenzzentrum Frühe Bildung untersuchte in Kooperation mit der Universität Bamberg frühe Wurzeln der Kompetenzentwicklung. Speziell analysiert wurden Zusammenhänge zwischen allgemein-kognitiven Fähigkeiten (Fähigkeiten der Informationsverarbeitung, exekutive Funktionen) und der domänen-spezifischen Kompetenzentwicklung (sprachliche, mathematische Kompetenzen) in der frühen Kindheit. Der Rolle von Sprache und Sprachentwicklung wurde dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dies ist nicht zuletzt für Förderungen von besonderer Bedeutung, da Sprache sowohl wichtiges Vermittlungs- und Kommunikationsmittel als auch ein zentrales Repräsentationsmittel darstellt. Im Projekt wurden zwei Schwerpunkte gesetzt, die mit Hilfe bestehender Längsschnittstudien (NEPS, BiKS) analysiert wurden. Zum einen wurde der Einfluss früher Fähigkeiten und Einflussfaktoren im Alter von 7 und 16 Monaten auf die spätere Kompetenzentwicklung in der Kita untersucht. Den zweiten Schwerpunkt bildete die Frage nach dem Zusammenhang zwischen sprachlichen, kognitiven und mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten beim Übergang von der Kita in die Grundschule.

COLD

Nur wer gut Deutsch kann, hat die Möglichkeit an der Schule, am Alltag und Berufsleben teilzuhaben. Bei dem Erlernen der Sprache spielen die Lehrenden eine wichtige Rolle, die Deutsch als Zweitsprache unterrichten. Über welche Fähigkeiten und welches Wissen sie verfügen, wie sie ihren Unterricht gestalten und ob es Unterschiede zwischen Lehrkräften an Schulen und in der Erwachsenenbildung gibt – das untersucht das Projekt COLD (Competencies of school teachers and adult educators in teaching German as a second language in linguistically diverse classrooms). Das Verbundprojekt wurde gemeinsam vom DIE und dem MI initiiert und wird vom DIE geleitet. 

Von April 2019 bis März 2022 erfassen Forschende die professionellen Kompetenzen von Lehrkräften in Schule und Erwachsenenbildung beim Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache in sprachlich heterogenen Lerngruppen. Das Projekt adressiert somit die besonderen Anforderungen an Lehre und Didaktik, die bildungsbereichsübergreifend durch neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstanden sind. Die Untersuchungen finden im realen Unterrichtskontext mit Lehrkräften in Vorbereitungsklassen und Integrationskursen statt.

Das interdisziplinäre Projektteam umfasst Expert*innen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, der Fachdidaktik Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, der empirischen Bildungsforschung, der Linguistik, der Computerlinguistik und der Psychologie. Ein besonderes Gewicht liegt mit der überwiegenden Besetzung der Projektstellen mit Promovierenden auf der Nachwuchsförderung.

NEPSBA

Das in Berlin angesiedelte Teilprojekt der Säule „Bildungserwerb von Personen mit Migrationshintergrund im Lebenslauf“ des Nationalen Bildungspanels (NEPS) verfolgte die folgenden Ziele:

  • Untersuchung des Bildungserwerbs von Personen mit Migrationshintergrund
  • Erfassung bildungsrelevanter migrationsspezifischer Merkmale von Personen mit Migrationshintergrund
  • Entwicklung von Testverfahren zur Erfassung erstsprachlicher Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Erstsprachen Russisch und Türkisch für den Einsatz in den Schuljahrgangsstufen 2, 7 und 9
  • Entwicklung von Fragebogeninstrumenten, die sich auf sprachliche Kompetenzen von Heranwachsenden mit Migrationshintergrund beziehen; z.B. subjektive Selbsteinschätzung sprachlicher Kompetenz, schulische und außerschulische Sprachlernumwelten, Teilnahme an institutioneller Sprachförderung

NEPS

Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS) ist eine Studie des LIfBi und steht für ein interdisziplinär zusammengesetztes multilokales Exzellenznetzwerk aus Forschungsinstituten, Forschungsgruppen und Forschungspersönlichkeiten. Die Längsschnittstudie untersucht Bildungsprozesse und Kompetenzentwicklung von früher Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter, um mehr über Bildungserwerb und seine Folgen für individuelle Lebensverläufe zu erfahren und um zentrale Bildungsprozesse und -verläufe über die gesamte Lebensspanne zu beschreiben und zu analysieren. Die von NEPS erhobenen Daten werden der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft unentgeltlich zur Analyse von Bildungsprozessen zur Verfügung gestellt. Die Konzeption von NEPS ermöglicht mittel- und langfristig einen Beitrag zur Beantwortung u.a. folgender Fragestellungen:

  • Wie entfalten sich Kompetenzen im Lebenslauf?
  • Wie beeinflussen Kompetenzen Entscheidungsprozesse an verschiedenen kritischen Übergängen der Bildungskarriere (und umgekehrt)?
  • Wie und in welchem Umfang werden Kompetenzen von Lerngelegenheiten in der Familie, in der Gleichaltrigengruppe und in den Lernumwelten Kindergarten, Schule, Hochschule und Berufsausbildung sowie Weiterbildung beeinflusst?
  • Welche Kompetenzen sind für das Erreichen von Bildungsabschlüssen, welche für lebenslanges Lernen und welche für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben maßgeblich?