Gruppenfoto LERN-Jahrestagung 2026

LERN-Jahrestagung 2026: Welche Rolle spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der 11. Jahrestagung des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) am 5.–6. März 2026 in Hannover. Rund 40 Wissenschaftler*innen aus den LERN-Mitgliedsinstituten kamen im Leibnizhaus zusammen, um aktuelle Forschung zu diskutieren – von lebenslangem Lernen über soziale Ungleichheiten im Bildungssystem bis hin zum Arbeitsmarkt der Zukunft.Gastgeber der Tagung war das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).

In seiner Begrüßung betonte Dr. Marcus Beiner, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des DZHW, die zentrale Bedeutung der empirischen Bildungs- und Hochschulforschung für nachhaltige gesellschaftliche Entwicklungsprozesse – und für evidenzbasierte Entscheidungen in Politik und Praxis.

Besonderheit der Tagung

Alle Sessions wurden von Promovierenden des DZHW moderiert. Damit setzt die LERN-Jahrestagung bewusst auf einen engen Austausch zwischen Nachwuchswissenschaftler*innen, Senior-Forschenden und Institutsleitungen im Netzwerk.

Inhaltliche Einblicke

Lebenslanges Lernen
Forschung zeigt, dass Weiterbildungsbeteiligung stark von individuellen Kompetenzen abhängt – etwa Wissen über Weiterbildungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Motivation.

Soziale Ungleichheiten im Bildungssystem
Ein großer Teil späterer Bildungsungleichheiten lässt sich bereits auf frühe Kompetenzunterschiede zurückführen.

Studienverläufe und soziale Herkunft
„First-in-Family“-Studierende denken häufiger über einen Studienabbruch nach – soziale Integration an Hochschulen spielt hier eine zentrale Rolle.

Arbeitsmarkt und Qualifikationen
Berufsspezifische Ausbildung reduziert zwar das Risiko von Overskilling, erhöht langfristig aber das Risiko von Underskilling – ein starkes Argument für kontinuierliche Weiterbildung.

Knowledge Café & Poster-Session
Bei Poster-Pitches und Diskussionen wurde deutlich, wie vielfältig die Bildungsforschung im Netzwerk ist – von Studienabbrüchen über Berufsberatung für Schüler*innen mit Förderbedarf bis zu Ungleichheiten bei Gap-Year-Erfahrungen.

Vielen Dank an das DZHW für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft!
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch im Netzwerk.