“Das Bildungswesen in Deutschland. Bestand und Potenziale” – ab 25.11.19 im Handel erhältlich

Der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale fasst Bildung als einen lebenslangen Prozess auf, dessen Komplexität und Vielfalt nur durch gemeinsame interdisziplinäre Forschungszusammenarbeit erschlossen werden kann.

Über den aktuellen Stand des Bildungswesens in Deutschland gibt das Werk “Das Bildungswesen in Deutschland. Bestand und Potenziale” einen ebenso umfassenden wie detaillierten Überblick. Dabei bietet besonders die bewertende Reflexion über Herausforderungen und Strategien von Bildungspotenzialen die große Chance, diese sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft besser nutzbar zu machen.

Die Publikation “Das Bildungswesen in Deutschland – Bestand und Potenziale” herausgegeben von Olaf Köller, Marcus Hasselhorn, Friedrich W. Hesse, Kai Maaz, Josef Schrader, Heike Solga, C. Katharina Spieß und Karin Zimmer ist am 25. November 2019 beim utb-Verlag erschienen.

Einen ersten Einblick ins Buch gibt es unter www.bildungswesen-deutschland.de

Neue Publikation: Evaluation in der Erwachsenenbildung

Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung 2020:

Dienstag, 15. September 2020 13:00 bis Mittwoch, 16. September 2020 13:00
Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg

Aktueller Hinweis

Die “Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung” findet am 15./16. September 2020 als Online-Meeting statt. Nähere Informationen erhalten Sie nach der Anmeldung. Die Kosten für die Teilnahme entfallen. Bereits bezahlte Beiträge werden zurückerstattet. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sektion Erwachsenenbildung und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn (DIE). Wir freuen uns auf die Werkstatt!

Die “Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung” findet am 15./16. September 2020 als Vorkonferenz zur diesjährigen Sektionstagung Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Hamburg statt. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sektion Erwachsenenbildung und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn (DIE).

Call for Papers (Pdf)

Die Werkstatt richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung und bietet ein Forum, um methodische sowie methodologische Fragen aus aktuellen Qualifizierungs- und Forschungsarbeiten präsentieren und diskutieren zu können. Darüber hinaus versteht sich die Werkstatt als einer der zentralen Orte der Vernetzung und des kollegialen Austauschs von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Disziplin.

Das aktuelle Organisationsteam setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Marion Fleige (DIE Bonn), Julia Franz (Universität Bamberg), Cornelia Maier-Gutheil (EH Darmstadt), Kira Nierobisch (KH Mainz), Anita Pachner (Universität Tübingen), Tim Stanik (Universität Tübingen).

Konzeption und Ablauf der Werkstatt

1. Tag

Im Mittelpunkt des ersten Tages stehen forschungsmethodische Fragen aus laufenden Qualifi-zierungs- und Forschungsarbeiten der Teilnehmenden. Um möglichst intensiv an konkreten Fragen und Problemen zu diskutieren, wird die Werkstatt in parallel stattfindenden Arbeits-gruppen durchgeführt. Dazu werden die aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, insbesondere eigene Erhebungsinstrumente und/oder empirische Daten (Interviewausschnitte, Fragebögen, audiovisuelle Daten o.ä.) für die Diskussion mitzubringen. Nach einer kurzen Vorstellung der Vorhaben und den damit verbundenen forschungsmethodischen Frage- und Problemstellun-gen findet eine gemeinsame, moderierte Diskussion statt. Auch Arbeiten, die sich noch im Anfangsstadium befinden oder erste Überlegungen zum Feldzugang, zum Forschungsdesign etc. sind willkommen.

2. Tag

Am zweiten Tag werden parallel 4 Workshops zu folgenden Methodologien bzw. Methoden angeboten:

  • Dokumentarische Methode – methodologische Verortungen und methodisches Vorge-hen (Julia Franz)
  • Qualitative Inhaltsanalyse – Grundlagen und Auswertungsstrategien (Kira Nierobisch)
  • Programmforschung in der Erwachsenen-/Weiterbildung (Marion Fleige)
  • Methodologie der Theoriebildung (Malte Ebner von Eschenbach und Farina Wagner)

Das detaillierte Programm erhalten alle angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Werkstatt Ende Juni.

Anmeldung mit aktiven Beiträgen

Diejenigen, die sich aktiv mit ihrem Qualifizierungs-/Forschungsprojekt an der Werkstatt beteiligen möchten, bitten wir, eine kurze Skizze (ca. 1 Seite) bis zum 01. Mai 2020 per E-Mail an die folgende Adresse zu schicken:

In der Skizze sollte das Forschungsprojekt/-vorhaben in seiner methodologischen, methodischen Anlage und in seinem derzeitigen Stand dargestellt werden (z.B. die Entwicklung der Fragestellung, Konzeption des Erhebungsinstrumentariums, Datenanalyse etc.). Das Anliegen, das im Kontext der Werkstatt diskutiert bzw. an dem gemeinsam zu arbeiten ist, sollte ebenfalls in der Skizze aufgezeigt werden.

Zudem wird darum gebeten, ab dem 01. September 2020 die Skizze und ggf. ergänzende Materialien (z.B. Interviewausschnitte, Fragebögen, audiovisuelle Daten o.ä.) bereitzuhalten, um sie anderen Teilnehmenden per Mail weiterzuleiten.

Anmeldung ohne aktiven Beitrag

Um an der Werkstatt teilzunehmen, ist es nicht erforderlich, ein Anliegen aus der eigenen Arbeit anzumelden: Alle, die in der Werkstatt ohne eigenen Beitrag mitdiskutieren möchten, sind herzlich willkommen. Hierfür ist eine verbindliche Anmeldung vom 01.04. bis 15.07.2020 (siehe unten) notwendig.

Für inhaltliche Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung:

  • Dr. Marion Fleige: fleige@die-bonn.de
  • Prof. Dr. Julia Franz: julia.franz@uni-bamberg.de
  • Prof. Dr. Cornelia Maier-Gutheil: c.maier-gutheil@eh-darmstadt.de
  • Prof. Dr. Kira Nierobisch: kira.nierobisch@kh-mz.de
  • Prof. Dr. Anita Pachner: anita.pachner@uni-tuebingen.de
  • Dr. Tim Stanik: tim.stanik@uni-tuebingen.de

Organisatorischer Rahmen der Werkstatt

Die “Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung” findet an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg statt. Die Werkstatt beginnt am 15.09.2020 um 13.00 Uhr und endet am 16.09.2020 um 13.00 Uhr.

Der Mittwochabend dient dem Austausch und der Vernetzung bei einem gemeinsamen Abendessen (Selbstzahlung). Übernachtungen müssen von den Teilnehmenden selbst organisiert werden.

 

Neuer DFG-Vizepräsident

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zwei neue Vizepräsidenten: Die Mitgliederversammlung der DFG wählte am Mittwoch, dem 1. Juli 2020, in ihrer Sitzung im Rahmen der DFG-Jahresversammlung den Molekularbiologen Professor Dr. Axel A. Brakhage sowie den Ingenieurwissenschaftler Professor Dr.-Ing. Hans Hasse in das Präsidium der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland. Brakhage folgt auf Professorin Dr. Katja Becker, die seit Anfang 2020 DFG-Präsidentin ist, Hasse übernimmt das Amt vom Ingenieurwissenschaftler Professor Dr.-Ing. Frank Allgöwer.

Neben den beiden neuen Mitgliedern im Präsidium wurden die Anglistische Literaturwissenschaftlerin Julika Griem als Vizepräsidentin und der Chemiker Roland A. Fischer als Vizepräsident für eine weitere Amtszeit gewählt. Die Mitgliederversammlung fand wie alle Gremiensitzungen der DFG-Jahresversammlung 2020 infolge der Coronavirus-Pandemie als Videokonferenz statt.

Axel A. Brakhage hat den Lehrstuhl für Mikrobiologie und Molekularbiologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne und ist Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI). Die Infektionsbiologie human-pathogener Pilze gehört ebenso zu seinen Forschungsschwerpunkten wie die mikrobielle Kommunikation oder die Suche nach mikrobiellen Wirkstoffen und die Entwicklung von Antibiotika. Der DFG ist er nicht zuletzt als Sprecher einer in der Exzellenzinitiative geförderten Graduiertenschule, eines Sonderforschungsbereichs (SFB)/Transregio sowie seit 2019 des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ verbunden. Außerdem war er acht Jahre Mitglied und davon vier Jahre Sprecher eines Fachkollegiums. Brakhage ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, zu deren Senator er 2020 ernannt wurde, und Fellow sowohl der europäischen als auch der amerikanischen Academy of Microbiology.

Hans Hasse leitet den Lehrstuhl für Thermodynamik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Er war von 2016 bis 2020 Mitglied im Senat der DFG und von 2008 bis 2016 Mitglied des Fachkollegiums „Verfahrenstechnik, Technische Chemie“, dessen Sprecher er von 2012 bis 2016 war. Seit 2011 ist Hasse zudem Sprecher des SFB „Bauteiloberflächen: Morphologie auf der Mikroskala“. Er war weiterhin Sprecher zahlreicher anderer koordinierter DFG-Förderprogramme, die sich unter anderem mit der Modellierung und Simulation verfahrenstechnischer Prozesse befassten. Hasse wurde mehrfach ausgezeichnet, so 2013 mit dem PRACE ISC Award für einen Weltrekord in der Systemgröße bei Molekulardynamik-Simulationen, 2014 mit dem Ernest-Solvay-Preis und 2015 mit dem Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 2019 ist er Mitglied der Akademie für Wissenschaften und Literatur in Mainz.

Die wiedergewählte Vizepräsidentin Julika Griem ist seit 2018 Leiterin des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen, nachdem sie zuvor als Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main und an der Technischen Universität Darmstadt tätig war. In ihrer ersten Amtszeit setzte sich Griem seit 2016 vor allem für die Anliegen der Geistes- und Sozialwissenschaften in der DFG ein. Ihr besonderes Interesse gilt der Wissenschaftskommunikation, so ist sie Vorsitzende der Jury für den Communicator-Preis, der jährlich vom Stifterverband und der DFG verliehen wird. Griem setzte sich zudem für die deutsch-japanische sowie die deutsch-israelische Projektkooperation ein.

Der ebenfalls wiedergewählte Vizepräsident Roland A. Fischer ist seit 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München und war zuvor Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Ruhr-Universität Bochum. Er engagierte sich in seiner ersten Amtszeit seit 2016 insbesondere für die Fortentwicklung und Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG und vertrat die DFG im Joint Committee mit ihrer chinesischen Partnerorganisation NSFC sowie im Governing Board von Science Europe.

Zusammen mit Präsidentin Katja Becker, den neuen Vizepräsidenten Axel A. Brakhage und Hans Hasse sowie den Wiedergewählten Julika Griem und Roland A. Fischer gehören dem Präsidium der DFG die Mathematikerin Professorin Dr. Marlis Hochbruck, die Informatikerin Professorin Dr. Kerstin Schill, die Medizinerin Professorin Dr. Britta Siegmund sowie der Rechtswissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Schön als Vizepräsidentinnen und -präsidenten an. Der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Professor Dr. Dr. Andreas Barner, gehört kraft Amtes dem Präsidium mit beratender Stimme an.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit diesem Präsidium die strategische und konzeptionelle Ausrichtung der DFG voranzutreiben und mit aller Kraft für die weitere Stärkung der Forschung und speziell der Grundlagenforschung an den Hochschulen in Deutschland und für die Belange der von uns geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einzutreten“, sagte Präsidentin Katja Becker nach den Wahlen und Wiederwahlen in der Mitgliederversammlung.

Becker verabschiedete zudem den ausscheidenden Vizepräsidenten Frank Allgöwer und dankte ihm für sein intensives und vielfältiges Engagement im Präsidium in den vergangenen acht Jahren. Allgöwer hatte hier einen Akzent vor allem auf interdisziplinäre Perspektiven gelegt, leitete den Gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung der DFG und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie das Expertengremium für den Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger war zudem Vorsitzender der Jury für den Communicator-Preis, Mitglied der Expertenkommission Digitaler Wandel und arbeitet auch in der jüngst eingerichteten interdisziplinären Kommission für Pandemieforschung der DFG mit. All diese und zahlreiche weitere Aufgaben habe Allgöwer „mit großer Leidenschaft und Bravour sowie mit bestechender geistiger Wachheit, unerschöpflicher Kreativität und unbändigem Leistungswillen übernommen und erfüllt“, so die DFG-Präsidentin.

Weitere Informationen und Kontakt

www.dfg.de

Foto: Anna Schroll

SOEPcampus@Home: Online-Workshop-Reihen im Sommer und Herbst

KonsortSWD wird Teil neuer Nationaler Forschungsdateninfrastruktur. GESIS übernimmt Konsortialführung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat heute beschlossen, das Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD) als eines von neun Gründungskonsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu fördern. GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften übernimmt die Sprecherrolle.

Auf ihrer Sitzung am 26.06.2020 gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die Förderung von neun Konsortien in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) bekannt. Dabei vertritt KonsortSWD die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften und baut auf einem wachsenden Netzwerk von Forschungsdatenzentren (FDZ) auf. Forschenden wird so ermöglicht, auch sensible personenbezogene Daten z. B. aus der amtlichen Statistik zu analysieren. KonsortSWD knüpft direkt an die wichtigen Arbeiten des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) an und wird im Rahmen der NFDI gemeinsam mit dem RatSWD entsprechende Dienste entwickeln und weiter ausbauen.

Als Sprecher des Konsortiums sagte Prof. Dr. Christof Wolf: „Wir freuen uns ausgesprochen, für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften eine forschungsfreundliche Dateninfrastruktur aufbauen und einen Beitrag zur NFDI leisten zu dürfen.“ Christof Wolf ist Präsident des GESIS – Leibniz-Institutes für Sozialwissenschaften, das den Antrag für dieses Konsortium gemeinsam mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Forschungsdatenzentrum Qualiservice der Universität Bremen, dem Forschungsdatenzentrum eLabour am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen der Georg-August-Universität (SOFI), der Universität Duisburg-Essen (UDE), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) sowie dem Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) auf den Weg gebracht hat.

KonsortSWD wird bei seiner Arbeit von 39 Forschungsdatenzentren, 15 Fachgesellschaften, sieben Fachinformationsdiensten, acht Ethikkommissionen und der Leibniz-Gemeinschaft unterstützt. Die Idee, Infrastrukturdienste durch eine Vielzahl von Einrichtungen zu erbringen ermöglicht es, vorhandene Kompetenzen zu bündeln und so Synergien zu nutzen. Die Koordination der Aktivitäten des Konsortiums wird dadurch gleichzeitig komplex. Als Sprecher-Institution wird GESIS die Arbeit der einzelnen Partnereinrichtungen aufeinander abstimmen und sicherstellen, dass die im Antrag gesteckten Ziele erreicht und erfolgreiche Angebote für die Forschenden in den Communities aufgebaut werden.

„Die Mission von KonsortSWD“, erläutert Prof. Regina T. Riphahn, Ph.D., Vorsitzende des RatSWD, „ist es, die Infrastruktur zur Beforschung von Gesellschaft und Wirtschaft zu stärken, zu erweitern und zu vertiefen. Damit wird Forschung zu Themen wie demographischem Wandel, Migration und Integration, Innovation, Finanzmarktstabilität, Arbeit, Bildung, Populismus und Demokratie unterstützt.“ Darüber hinaus werden auch Querschnittsthemen über die gesamte NFDI hinweg adressiert. „Als besonders wichtige Aufgabe wird KonsortSWD die wissenschaftlichen Communities dabei unterstützen, sich über ethische Standards für Datenerhebungen und die Forschung zu verständigen. Uns geht es insbesondere darum, eine Infrastruktur für Forschende bereitzustellen, die belastbare Antworten auf ethische Fragen gibt, etwa was den Datenschutz anbelangt,” sagt Co-Sprecherin des Konsortiums Maja Adena vom WZB.

KonsortSWD soll im Oktober 2020 seine Arbeit aufnehmen. „Wir möchten all jene, die Daten in unseren Wissenschaftsbereichen nutzen, tatkräftig unterstützen“ ergänzt Christof Wolf „und laden daher schon jetzt dazu ein, uns weitere Ideen für den Ausbau der Infrastruktur zukommen zu lassen.“
 

Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat in der vergangenen Woche die Förderung von neun Konsortien zum Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) beschlossen. An sieben der neun geförderten Konsortien sind mehr als 30 Leibniz-Einrichtungen beteiligt. Das Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD) wird vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften koordiniert. Die NFDI dient dem Aufbau einer koordinierten vernetzten Informationsinfrastruktur zur systematischen Nutzbarmachung von Forschungsdaten in Deutschland.

Der mehrstufige wissenschaftsgeleitete Auswahlprozess der ersten Förderrunde führte zur Bewilligung von neun aus 22 antragsstellenden Konsortien. Pro Konsortium sind jährliche Fördersummen zwischen zwei und fünf Millionen Euro vorgesehen.

Das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist zudem gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie damit betraut, die Gründungs- und Aufbauphase des NFDI-Direktorats zu begleiten, bis dieses im Jahr 2021 in eine eigene Rechtspersönlichkeit übergehen wird. Gründungsdirektor der NFDI ist York Sure-Vetter, der von 2009 bis 2015 Präsident des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften war.

Leibniz-Präsident Matthias Kleiner freut sich über das gute Abschneiden der Leibniz-Einrichtungen in der ersten Bewilligungsrunde: „Für die Leibniz-Gemeinschaft spielen Forschungsinfrastrukturen und insbesondere Informationsinfrastrukturen seit jeher eine zentrale Rolle. Auf der Basis höchster wissenschaftlicher Ansprüche stellen wir damit der gesamten Wissenschaft weltweit exzellente Rahmenbedingungen und Grundlagen für ihre Forschung zur Verfügung. Über die Nationale Forschungsdateninfrastruktur können wir diese Leistungen jetzt noch besser hinsichtlich systematischer Erschließung und Nutzbarkeit, nachhaltiger Sicherung und in nationaler Vernetzung anbieten. Auch bei der methodischen Weiterentwicklung und der Erarbeitung gemeinsamer disziplinengerechter Daten­managementstandards werden die Leibniz-Institute wichtige Beiträge leisten können.“

Die Konsortien mit Leibniz-Beteiligung im Einzelnen:

  • KonsortSWD – Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschafts­wissenschaften. Federführend: Leibniz-GESIS (Sprecher: Christof Wolf), beteiligte Leibniz-Institute: GESIS, LIfBi, DIPF, WZB, SOEP/DIW, ZBW, IDS, IWH, ZEW, ZPID, RWI, ifo. www.ratswd.de/konsortswd
  • NFDI4Cat – NFDI für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse. Federführend: DECHEMA ‑ Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (Sprecher: Matthias Beller/Leibniz-LIKAT), beteiligtes Leibniz-Institut: LIKAT. http://gecats.org/NFDI4Cat.html
  • NFDI4Health – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten. Federführend: ZB MED, beteiligte Leibniz-Institute: BIPS, DIfE. www.nfdi4health.de
  • NFDI4Chem – Fachkonsortium Chemie in der NFDI. Federführend: Friedrich Schiller Universität Jena & Leibniz-TIB (Co-Sprecher: Oliver Koepler/Leibniz-TIB), beteiligte Leibniz-Institute: TIB, IPB, FIZ KA. www.nfdi4chem.de
  • NFDI4BioDiversität – Biodiversität, Ökologie und Umweltdaten. Federführend: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, beteiligte Leibniz-Institute: DSMZ, IPK, FBN, IfL, IGB, ZFMK, MfN, SGN/BIK-F, IÖR, ZMT. www.nfdi4biodiversity.org
  • NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern. Federführend: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, beteiligte Leibniz-Institute: FIZ KA, TIB, HI, IEG, RGZM, GNM, DM, MfN. https://nfdi4culture.de
  • NFDI4Ing – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften. Federführend: RWTH Aachen, beteiligtes Leibniz-Institut: TIB. https://nfdi4ing.de/

Die Auswahl der Konsortien erfolgte auf Grundlage einer Förderempfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft nach einem mehrstufigen wissenschaftsgeleiteten Prozess, in den auch zahlreiche internationale Gutachterinnen und Gutachter einbezogen waren.

Hintergrund NFDI:

Die NFDI soll die heute oft dezentral, projektförmig und temporär gelagerten Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschließen. Die NFDI wird von Nutzern von Forschungsdaten und von Infrastruktureinrichtungen ausgestaltet, die dazu in und zwischen Konsortien zusammenarbeiten. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen.

Für Aufbau und Förderung der NFDI werden Bund und Länder vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch ihre gesetzgebenden Körperschaften von 2019 bis 2028 jährlich bis zu 90 Millionen Euro im Endausbau bereitstellen; hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, zehn Prozent der Kosten tragen die Länder. Insgesamt sind drei Bewilligungsrunden vorgesehen.

Weitere Informationen zur NFDI finden Sie unter www.nfdi.de sowie zu Forschungsinfrastrukturen in der Leibniz-Gemeinschaft unter www.leibniz-gemeinschaft.de/infrastrukturen/forschungsinfrastrukturen-in-der-leibniz-gemeinschaft.html.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie, Karlsruhe, www.dv-a.de

Noch bis zum 15. Juli für das Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache bewerben

Angesichts der zunehmenden sprachlichen und kulturellen Vielfalt in NRW gibt es einen Bedarf an qualifizierten Lehrkräften in den Schulen sowie in der Erwachsenenbildung, die (neu) Zugewanderte gezielt im Deutschen als Zweitsprache fördern, ihren Fachunterricht sprachsensibel gestalten und allen Lernenden handlungsorientierte Sprachkenntnisse vermitteln. Diese sind sowohl für den Schulabschluss und den Beruf als auch die gesellschaftliche Teilhabe und das alltägliche Leben in Deutschland nötig.

Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln bietet daher auch ab dem Wintersemester 2020/2021 ein Weiterbildungsstudium für (angehende) Lehrkräfte an Schulen und in der Erwachsenenbildung an. Dieses Jahr können Bewerberinnen und Bewerber sich neben dem einjährigen Modell DaZ INTENSIV auch wieder für das sechsmonatige Modell DaZ KOMPAKT bewerben. Dafür hat das Mercator-Institut die Finanzierung mit eigenen Mitteln aufgestockt.

Ziel des Weiterbildungsstudiums ist es, Lehrerinnen und Lehrer an Schulen sowie in der Erwachsenenbildung auf den Unterricht von Deutsch als Zweitsprache und die sprachsensible pädagogische Arbeit vorzubereiten.

Interessierte können sich noch bis zum 15. Juli 2020 für die Teilnahme an DaZ KOMPAKT oder DaZ INTENSIV bewerben. Dafür können sie die Links am Ende der Seite zu dem jeweiligen Modell nutzen.

Sollten Präsenzveranstaltungen aufgrund von Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus nicht möglich sein, werden die Veranstaltungen des Weiterbildungsstudiums als Webinare stattfinden.

Leitfaden zum Erstgespräch mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen veröffentlicht

Für neu zugewanderte Kinder und Jugendlichen ist der erste Tag in einer neuen Schule oder Kita sehr wichtig. Auch für die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte spielt dieser eine zentrale Rolle und bietet ihnen die Gelegenheit, ein erstes Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern zu führen. Aber worauf müssen sie beim Erstgespräch achten? Was sollten sie bei der Planung bedenken? Wie kann das pädagogische Personal dieses so gestalten, dass es den neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen das Ankommen erleichtert? 

Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die neue BiSS-Publikation Leitfaden für den Erstkontakt. Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche. Entwickelt hat den Leitfaden die BiSS-Fachgruppe Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche. Mithilfe eines Fragebogens erhalten Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte Informationen über die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen – sowohl im Deutschen als auch in anderen Sprachen. Diese kann das pädagogische Personal als Grundlage nehmen, um die Kinder und Jugendlichen gezielt zu unterstützen. Der Leitfaden ist in der BiSS-Publikation als Kopiervorlage eingebunden. Die Fragen sind thematisch geclustert und die Antworten können Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte direkt in der Kopie notieren.

Außerdem sind in der Publikation zwei Beiträge enthalten, die sich einerseits damit beschäftigen, wie sich das Ankommen neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher ins Deutsche Bildungssystem in der Regel gestaltet. Andererseits erklären die Autorinnen und Autoren in dem Beitrag, wie der Leitfaden entstanden ist, worauf er basiert und wie das pädagogische Personal ihn in der Praxis nutzen kann. Abgerundet wird die Publikation durch ein Interview, in dem eine Lehrerin über ihre Erfahrungen beim Erstgespräch berichtet und praktische Hinweise zu einem angenehmen Gesprächsklima gibt. 

Online-Seminar zu „Sekundärdaten finden und nutzen“ des VerbundFDB

Der Verbund Forschungsdaten Bildung veranstaltet am 6. Juli 2020 von 14:00 – 15:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Sekundärdaten finden und nutzen“. Die Veranstaltung ist kostenlos. Interessierte können sich ab sofort anmelden.

Was: Online-Seminar zu „Sekundärdaten finden und nutzen“
Wann: 6. Juli 2020 | 14:00- 15:00 Uhr

Weitere Informationen zur Veranstaltung.

Ringvorlesung der Uni-Tübingen zur Corona-Pandemie: Prof. Dr. Sonja Utz berichtet von ersten empirischen Studien

Im Rahmen einer virtuellen Vorlesungsreihe der Universität Tübingen spricht Prof. Dr. Sonja Utz, Leiterin der Nachwuchsgruppe Soziale Medien am IWM, am Mittwoch, 1. Juli 2020, über die Rolle der sozialen Medien in der Corona-Krise. Der Vortrag ist Teil einer Ringvorlesung, die eine Analyse und Reflexion der Pandemie aus Sicht der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bietet. Zwei Wochen lang beleuchten Forscherinnen und Forscher in jeweils 30-45-minütigen Vorträgen ausgewählte Aspekte der Corona-Pandemie anhand wissenschaftlicher Literatur oder eigener Forschung. Anschließend werden Fragen aus dem Publikum diskutiert.
Anhand erster Zwischenergebnisse empirischer Studien wird Prof. Dr. Sonja Utz in ihrem Vortrag über die Mediennutzung in Zeiten von Corona referieren. Sie beleuchtet dabei, die Rolle von Facebook, Instagram und Co. während des Shutdowns und betrachtet dabei auch die Auswirkungen. Die Psychologin wird insbesondere auch auf Themen wie Fake News und die Wissenschaftskommunikation der Virologen eingehen.
Beginn ist um 19.15 Uhr. Die Teilnahme an der Vorlesungsreihe ist kostenlos und auch für Nichtmitglieder der Universität frei und ohne Registrierung zugänglich. Die Vorlesungen werden als Zoom Webinar übertragen und zusätzlich live auf YouTube übertragen. Die erforderlichen Links werden jeweils wenige Tage vor dem Vortrag auf der Veranstaltungsseite veröffentlicht.
Über die Kommunikation von Virologen während der Corona-Krise sowie erste Zwischenergebnisse zu ihrer aktuellen Studie zur Mediennutzung sprach Sonja Utz auch bereits im Interview mit media bubble, das hier nachgelesen werden kann.

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