CIDER IV Public Science Award 2025

CIDER IV Public Science Awards 2025 von ZEIT STIFTUNG BUCERIUS

Die Förderung des wissenschaftlichen Bewusstseins für die öffentliche Wissenschaft ist ein Kernelement der Mission von CIDER. Um sicherzustellen, dass die Bildungsforschung einen spürbaren und positiven Einfluss auf die Bildungssysteme und die pädagogische Praxis hat, ist die Öffentlichkeitsarbeit unerlässlich. Mit dem Public Science Award wollen wir Aktivitäten auszeichnen und auszeichnen, die in akademischen Kreisen oft unterbewertet sind. Der von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderte CIDER Public Science Award zeichnet Projekte aus, die entweder wissenschaftliche Erkenntnisse an die breite Öffentlichkeit kommunizieren oder Forschungsfragen und Designs generieren, die zur Lösung praktischer Herausforderungen von Bildungspraktikern (z. B. Lehrern, Pädagogen, Eltern) oder Bildungsadministratoren beitragen. Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS sponsert großzügig den CIDER Public Science Award 2025 mit insgesamt 2.000 € Preisgeld.

Herzlichen Glückwunsch an Jascha Dräger (DIW Berlin) für den Gewinn des CIDER Public Science Award 2025! Gemeinsam mit Thorsten Schneider, seinem Bericht „Sprach- und Mathekompetenzenhängen in Deutschland, stärker von der sozialen Herkunft ab ab als in anderen“ befasste sich länderspezifisches Thema der Bildungsungleichheit in den Sprach- und Mathematikkompetenzen für Kleinkinder (Alter 6–8) in sechs Ländern. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Klarheit und Zugänglichkeit der Präsentation, einschließlich visuell ansprechender Grafiken, eines Mehrkanal-Ansatzes, der Text mit einem Videointerview kombiniert, und der Fähigkeit, komplexe Statistiken für ein breites Publikum verständlich zu machen.

Der zweite Preis wurde an Fabian Trennt (DZHW) für seine Transferpublikation „Probieren geht über Studien! Impulse zum Fachkräftemangel aus der Studienabbruchforschung“, co-Autor bei Johann Carstensen und Frauke Peter. Die Publikation überbrückt die Forschung zum Hochschulabbrecher mit dem aktuellen Fachkräftemangel in Deutschland. Die Autoren argumentieren überzeugend dafür, die starke Betonung des Landes auf formale Qualifikationen zu überdenken und kompetenzbasierte Ansätze als nachhaltigere Lösung zu untersuchen. Besonders beeindruckt war die Jury von dem klaren und ansprechenden Schreibstil, der sowohl direkt an sein Publikum als auch an die Kreativbefragung am Ende der Publikation spricht, eine kleine, aber effektive Möglichkeit, die Leser zum wissenschaftlichen Dialog einzuladen.

Tuğçe Aral (Universität Potsdam) gewann den dritten Preis für die Veranstaltung „SUCHE, (EN)JOY, SPEAK BACK: Redefining ‚Good‘ Science to Transform and Diversify Academia & Beyond“. Gemeinsam mit Linda Juang im Rahmen der Berlin Science Week organisiert, beeindruckte die Initiative die Jury mit ihrem kokonstruktiven Format, das das Publikum wirklich einlud, die Diskussion mitzugestalten. Die Veranstaltung reichte über die Mauern der Wissenschaft hinaus und machte die Wissenschaft greifbar, ansprechend und relevant für alle. Den Organisatoren gelang es, einen offenen und inklusiven Raum zu schaffen, der den Dialog, die Teilhabe und die Reflexion darüber förderte, was „gute Wissenschaft“ in einer vielfältigen und sich verändernden Welt bedeuten kann.

Die Jury zeigte sich von der Qualität aller Einreichungen sehr beeindruckt und gratuliert den drei Gewinnern sowie allen teilnehmenden Fellows zu ihren exzellenten öffentlichen Wissenschaftsprojekten!

Die drei Preisträger des Public Science Award 2025 der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS von links nach rechts: Tuğçe Aral (Universität Potsdam), Jascha Dräger (DIW Berlin) und Fabian Trennt (DZHW).