ReCo

Im Projekt „Automatic Response Coding“, kurz ReCo, dreht sich alles um Textantworten in Tests. Lautet eine eingegebene Antwort im PISA-Test etwa, „Dem Autor geht es darum, dass die Bäume erhalten bleiben.“, so kann die Software ReCo unter anderem automatisch einschätzen, ob diese Antwort richtig ist. Aber auch andere Informationen, etwa ob damit Wissen über den Text hinausgehend hinzufügt wurde, können automatisch extrahiert werden.

Die Software ReCo wurde anfänglich an der Technischen Universität München (TUM) und im ZIB entwickelt. In Kooperation mit beiden Institutionen wird ReCo nun am DIPF im Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) weiterentwickelt. Das Projekt fasst die allgemeine ReCo-Entwicklung sowie Forschungsstudien rund um den Einsatz der Software zusammen. Dabei zeichnet die TBA-Gruppe einerseits für die konzeptuelle und technische Fortentwicklung verantwortlich, andererseits agiert sie als Projektleitung etwa im Projekt ReCo-Multi und unterstützt externe Forschungsgruppen in der Anwendung der Software.

OERinfo

Mit der Informationsstelle OER wird eine themenspezifische Online-Plattform geschaffen, die für die Öffentlichkeit und fachliche Zielgruppen umfassende Informationen zum Thema Open Educational Resources zur Verfügung stellt, den aktuellen Kenntnisstand für die Praxis aufbereitet, Informationen zu Best-Practice-Beispielen bündelt und die Vielfalt vorhandener Initiativen abbildet.

Im Ergebnis entsteht eine umfangreiche Wissensbasis in Gestalt u. a. von redaktionellen Dossiers und systematisch strukturierten Informationssammlungen, deren Reichweite durch die Integration multimedialer Formate (z. B. Podcasts, Videos, didaktisch aufbereitete Online-Module) und Kommunikationsplattformen auf der Basis von Social-Media-Anwendungen erweitert wird. Das Vorhaben zielt zudem darauf, die Zusammenarbeit und Vernetzung der unterschiedlichen OER-Agierenden und Initiativen durch geeignete Kommunikationsinstrumente, projektbegleitende Workshops und die Öffentlichkeitsarbeit der Informationsstelle zu unterstützen.

In der zweiten Projektphase (seit November 2018) liegt der Schwerpunkt der Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Web-Plattform maßgeblich auf praxis- bzw. anwendungsorientierten Fragestellungen im Kontext des didaktisch-unterrichtlichen Einsatzes frei lizenzierter (digitaler) Bildungsmedien. Die aktive Umsetzung des OER-Paradigmas in der Schul- und Bildungspraxis soll zusätzlich durch Workshops, Schulungsangebote und digitale Arbeitswerkzeuge unterstützt werden.

DATAFIED

Zum 1. Dezember 2019 ist das Verbundprojekt DATAFIED (DATAFor and In EDucation) offiziell gestartet. Zusammen mit dem GEI, der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU), den Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib), sowie dem DIPF sollen die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Datafizierung im schulischen Bildungssystem untersucht werden. Datafizierung meint hier, dass über alle Prozesse des Schulsystems Daten gesammelt werden, die gleichzeitig Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse verschiedener schulisch Agierender (etwa Bildungspolitik, Schulaufsicht, Schulträger, Lehrkräfte oder Eltern) beeinflussen.

Logo Datafied

Erwerb geometrischen Wissens

Wie entwickeln sich grundlegende geometrische Kompetenzen?

Im Projekt des Leibniz-Kompetenzzentrums Frühe Bildung steht die Förderung grundlegender geometrischer Kompetenzen von Kindern im Vorschul- und frühen Schulalter im Mittelpunkt. Dabei soll das Erkennen und Kategorisieren geometrischer Figuren sowie die Navigation im Raum fokussiert werden. Die übergeordnete Fragestellung ist, wie diese grundlegenden geometrischen Kompetenzen gefördert werden können und welche Rolle die sprachliche Interaktion dabei spielt. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, ob sich eine Förderung geometrischer Kompetenzen auf die Verarbeitung von Mengen und Zahlen bzw. auf arithmetische Fertigkeiten auswirkt.

Digi-EBF

Das Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung des BMBF trägt mit seinem Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung im Bildungsbereich“ im Handlungsfeld „Technologische Entwicklungen im Bildungsgeschehen gestalten und nutzen“ zur Umsetzung der „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ bei. Das BMBF plant in mehreren Schritten die Förderung von Forschungsprojekten, die von Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen über die Gestaltung von Bildungsprozessen bis hin zu der Frage nach den notwendigen Kompetenzen für die aktive Teilhabe an Bildung und Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung reichen.

Das von der Universität Duisburg-Essen (UDE) koordinierte Metavorhaben begleitet die Projekte des Forschungsschwerpunkts. Es stellt die Ergebnisse der Vorhaben in einen übergreifenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen, bereitet die Entwicklungen im Forschungsschwerpunkt wissenschaftlich auf, identifiziert Forschungslücken und fördert die Vernetzung der Wissenschaftler*innen untereinander sowie den Austausch mit der Bildungspraxis. Wegen dieser vielfältigen und umfangreichen Aufgaben arbeiten die Universität Duisburg-Essen, das DIPF , DIE sowie das IWM im Metavorhaben eng zusammen. Das Metavorhaben trägt damit zur Weiterentwicklung des Forschungsfeldes bei und befördert die Qualität der Forschung im Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung im Bildungsbereich“. Die Arbeit des Metavorhabens stärkt die Relevanz der Forschungsprojekte für die Bildungspraxis, fördert den wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und vermittelt zentrale Forschungsergebnisse einer breiteren Fachöffentlichkeit.

SOEP-Innovation Sample

Im Rahmen der SOEP-Innovation Sample untersucht dieses Projekt, wie unterschiedliche Formen der Darstellung von Sachinformationen individuelles Wissen über und die Einstellung zu Füchsen beeinflussen. Insbesondere befasst sich das Projekt mit den Auswirkungen unterschiedlicher visueller und textlicher Darstellungen. Es untersucht, ob Emotionalisierung durch visuelle Methoden eine ähnliche Wirkung hat wie eine durch Textdarstellungen vermittelte Emotionalisierung und ob die Ergebnisse durch das Alter oder den Bildungshintergrund der Rezipierenden beeinflusst werden.

Die Welt der Kinder

Das modellbildend angelegte E-Humanities-Projekt versprach durch engste Zusammenarbeit von Historiker*innen, Informatiker*innen sowie Informationswissenschaftler*innen neue Erkenntnisse zu einer Periode beschleunigter Wissenserzeugung, die durch Globalisierung und Nationalisierung zugleich geprägt war. In transdisziplinär-explorativer Forschung wurden für die Analyse großer (digitaler) Quellenkorpora nachnutzbare Instrumente entwickelt, die der Semantik unterschiedlicher Bildungsmedien des 19. Jahrhunderts gerecht werden und ‘qualitative’ Strukturen aufdecken. Dies eröffnete neue Zugänge zu „Massen“-Quellen, die zeittypische Muster der Weltdeutung und Elemente kulturellen Gedächtnisses gespiegelt und geformt haben, aber allein mit hermeneutischen Methoden kaum zu durchdringen waren. Verwendet wurden daher diachrone und synchrone Analysen zur (Trans-)Formation von Wissensbeständen sowie Metaanalysen zu Erkenntnispotenzialen und -grenzen digitaler Verfahren.

VerbundFDB

In 2013 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die drei Institute DIPF, GESIS und IQB beauftragt, Angebote und Services für die empirische Bildungsforschung aufzubauen, um die dort generierten Forschungsdaten und die eingesetzten Erhebungsinstrumente zu archivieren und diese Daten der wissenschaftlichen Community für Sekundäranalysen sowie zum Einsatz in der Lehre bereitzustellen. Entstanden ist daraus der Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB). Er ist zuständig für Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement in der empirischen Bildungsforschung. Dies umfasst Daten aus qualitativen und quantitativen Studien, bspw. Texte, Videodaten, Surveydaten sowie Daten aus Leistungs- und Kompetenzstudien. Zusätzlich stellt der VerbundFDB Erhebungsinstrumente und Dokumentationsmaterialien bereit, bspw. Codebücher und Skalendokumentationen. Ein weiterer Schwerpunktbereich umfasst Schulungen, Beratung und Informationsmaterialien zu Themen des Forschungsdatenmanagements.

Der VerbundFDB bietet Forschenden folgende Angebote:

  • Infrastruktur und Beratung, um Forschungsdaten und -instrumente zu sichern und Dritten verfügbar zu machen.
  • Eine zentrale Suche von Studien, Daten und Erhebungsinstrumente verschiedener Datenzentren für die Sekundärnutzung.
  • Schulungen, Informationsmaterialien und individuelle Beratung zum Forschungsdatenmanagement, bspw. zu den Themenbereichen Datenmanagementplan, rechtliche und ethische Anforderungen bei der Erhebung und Verarbeitung von Daten (wie z.B. informierte Einwilligung und Anonymisierung) sowie Archivierung von Daten.

Projektziele

Aufbau der technologischen, organisatorischen und rechtlichen Infrastruktur, um Forschungsdaten in einer geschützten Umgebung zu sichern, Forschungsdaten und -instrumente rechtskonform anzubieten, über den Studien- und Datenbestand an zentraler Stelle zu informieren sowie zu Fragen des Datenmanagements zu qualifizieren und zu schulen.

DBS

Als Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet bietet der Deutsche Bildungsserver (DBS) allen Interessierten grundlegende und hochwertige Informationen und Internetquellen – schnell, aktuell, umfassend und kostenfrei. In seiner Funktion als Meta-Server verweist er primär auf Internet-Ressourcen, die von Bund und Ländern, der Europäischen Union, von Hochschulen, Schulen, Landesinstituten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Museen und anderen bereitgestellt werden, strukturiert diese und präsentiert sie in fachlichen Kontexten. Darüber hinaus unterstützt er die Zusammenarbeit zwischen den Landesbildungsservern.
Das Angebot des Bildungsservers umfasst zudem das Innovationsportal zur Qualitätsentwicklung des Bildungssystems, einen Guide zum Thema Bildungsforschung sowie das Portal Bildung weltweit.

Metadaten-Austausch

Zwischen der ZPID-Referenzdatenbank PSYNDEX und den am DIPF betriebenen Informationsinfrastrukturen „Deutscher Bildungsserver“ und „FIS Bildung Literaturdatenbank“ findet ein kontinuierlicher Metadaten-Austausch mit regelmäßigen Updates statt, der sich auf Fachinformationen und Publikationen aus der Pädagogischen Psychologie und ausgewählten Grundlagenfächern der Psychologie im deutschsprachigen Bereich bezieht.