CATALPA – Center of Advanced Technology for Assisted Learning and Predictive Analytics

Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der FernUniversität in Hagen verbindet CATALPA theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung. So entstehen skalierbare Erkenntnisse und KI-gestützte Prototypen für Innovationen in der Hochschulbildung – u.a. zu Feedback, Selbstregulation, Assessments, Lehr-Lern- Konzepten und Gruppenprozessen.

Über 60 Wissenschaftler*innen arbeiten bei CATALPA interdisziplinär zusammen. Dabei betrachten sie praxisrelevante Fragestellungen aus dem Blickwinkel der Psychologie, Computerlinguistik und Bildungswissenschaft sowie der Informatik und Organisationssoziologie. Die gemeinsamen Wurzeln der CATALPA-Forschenden liegen in der Vision, allen Studierenden die individuell bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Die über 70.000 Studierenden der FernUniversität in Hagen sind so divers in Alter, Herkunft und Bildungshintergrund wie an kaum einer anderen deutschen Hochschule. Wo, wenn nicht hier, ließe sich besser erforschen, wie digitale Systeme das Lehren und Lernen verbessern können?

Im Sinne eines Reallabors entstehen bei CATALPA Erkenntnisse aus der Praxis, die direkt wieder zurück in die Praxis fließen – sei es durch Interventionen, die Stereotypisierung abbauen oder durch technologische Weiterentwicklungen in digitalen Lernumgebungen. Die Auswirkungen und Potenziale von Bildungstechnologien werden in einem geschützten Rahmen realitätsnah erforscht und Prototypen durch die enge Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lernen und Innovation (ZLI) und dem Zentrum für Digi-talisierung und IT (ZDI) der FernUniversität in der Praxis erprobt.

FID

Der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung leistet einen Beitrag zur überregionalen wissenschaftlichen Informationsversorgung in Deutschland und hat zum Ziel, Fachwissenschaftler*innen direkt und schnell die für ihren speziellen Forschungsbedarf benötigten Ressourcen – möglichst in digitaler Form – bereitzustellen. In enger Kooperation mit der Fachcommunity und zusammen mit drei weiteren Kooperationspartnern entwickeln das Informationszentrum Bildung und die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF die Services des Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung vorrangig für die folgenden fachlichen Schwerpunkte:

  • Erziehungswissenschaft
  • Bildungsforschung
  • Fachdidaktik
  • Hochschulforschung
  • Schulbuch- und Bildungsmedienforschung
  • Bildungsgeschichte

Die Services des Fachinformationsdienstes sind überwiegend in das Fachportal Pädagogik integriert, das mit Unterstützung der Projektpartner zu einem umfassenden Such- und Nachweisraum sowie fachlichen Serviceportal weiter ausgebaut wird.

Der Fachinformationsdienst wird flankiert durch einen Projektbeirat mit fachlicher und bibliothekarischer Expertise sowie durch kontinuierliche Nutzungsevaluation.

KonsortSWD

Welche Forschungsdaten werden benötigt, um die Erforschung gesellschaftlicher Zusammenhänge und Phänomene voranzubringen? Wie müssen diese Daten dokumentiert und verfügbar gemacht, wie erschlossen und vernetzt werden, um exzellente Forschung zu ermöglichen? Gemeinsam mit weiteren Partnern beteiligt sich das DIPF am Aufbau von KonsortSWD, der nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs-, und Wirtschaftswissenschaften.

KonsortSWD zielt darauf ab, die bestehende Forschungsdateninfrastruktur als gemeinsames Vorhaben weiterzuentwickeln, bestehende Lücken zu schließen und zukunftsfähig auszubauen.

IWWB-PLUS

Weiterbildung ist in der heutigen Zeit des schnellen und kontinuierlichen Wandels der Lebens- und Arbeitswelt wichtiger denn je. Die richtige Weiterbildung zu finden stellt Weiterbildungsinteressierte mitunter vor Herausforderungen. Als Metasuchmaschine unterstützt die webbasierte Plattform InfoWebWeiterbildung (IWWB) Menschen bereits seit Jahren bei der Suche nach geeigneten Kursangeboten zur Erreichung ihrer persönlichen Ziele. Das Vorhaben IWWB-PLUS konzentriert sich durch den Einsatz neuer Web- und Informatiktechnologien auf die Verbesserung und funktionale Erweiterung der bestehenden Plattform.

Folgende Hauptanliegen werden dabei verfolgt:

  • Chatbots: Implementierung von dialogischen Technologien zur Unterstützung der Nutzer*innen bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsangeboten
  • Light Assessments: Entwicklung und Integration von geeigneten Verfahren zur Ermittlung des aktuellen Wissensstandes von Weiterbildungsinteressierten, um passgenaue Weiterbildungen anbieten zu können
  • Interoperabilität mit externen Informationsanbietern (Europass): Anbindung an das Europass-System zur Personalisierung der Suchergebnislisten von Nutzer*innen

Ein weiteres wichtiges Anliegen von IWWB-PLUS ist das Re-engineering des UX-Designs, um das Nutzererlebnis durch eine optimale Mensch-Maschine-Schnittstelle entscheidend zu verbessern.

Bildungsbericht

Die nationale Bildungsberichterstattung liefert alle zwei Jahre eine empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens auf der Grundlage von Indikatoren zum frühkindlichen Bereich bis zur Weiterbildung.

Mit ihrer evaluativen Gesamtschau des deutschen Bildungswesens wenden sich die Bildungsberichte an unterschiedliche Zielgruppen in Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Bildungspraxis, in Wissenschaft und Ausbildung sowie an eine breite an Bildungsfragen interessierte Öffentlichkeit. Insbesondere geht es darum, die verfügbaren Daten und Befunde aus amtlichen Quellen sowie sozialwissenschaftlichen Erhebungen zu systematisieren, im Blick auf übergreifende Fragestellungen zu (re-)analysieren und in ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und Erträgen zu interpretieren. Kern der Bildungsberichterstattung ist ein überschaubarer, systematischer, regelmäßig aktualisierbarer Satz von Indikatoren, d. h. einer Kombination statistischer Kennziffern, die jeweils für ein zentrales Merkmal von Bildungsprozessen bzw. einen zentralen Aspekt von Bildungsqualität stehen. Die Weiterentwicklung von Indikatoren unter Aufnahme verbesserter, erweiterter oder neuer Datengrundlagen stellt einen integrierten Bestandteil der Bildungsberichterstattung dar.

Ziel der nationalen Bildungsberichterstattung für Deutschland ist es, Leistungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen des deutschen Bildungssystems zu benennen und damit bedeutsame Übergänge und Schnittstellen im Bildungswesen ins Blickfeld zu rücken. Der Bericht bietet Bildungspolitik und Administration Unterstützung bei ihren Steuerungsaufgaben, trägt wesentlich zur Transparenz aktueller Entwicklungen im Bildungsbereich bei und schafft eine wichtige Diskussionsgrundlage für Bildungspolitik und Öffentlichkeit.

Die Auswirkungen von Technologie-Diffusion und Narrativen auf Unternehmen und Beschäftigte

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Verbreitung und Wahrnehmung von digitalen Technologien auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Anhand von Online-Stellenangeboten und Medienberichten wird die Verbreitung von neuen, digitalen Technologien untersucht. Wir betonen sowohl deren Potenziale, wie z. B. Lohn- und Beschäftigungswachstum, als auch deren Risiken, wie z. B. Ungleichheit und verzerrte Darstellungen. Unsere Analysen stützen sich auf neuartige Textdaten, die wir zum Teil selbst konstruieren, sowie auf moderne Methoden des maschinellen Lernens und des NLP zur Analyse von Textdaten. Durch die Kombination unserer Textdaten mit Umfrage- und Verwaltungsdaten sind wir in der Lage, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsmarktergebnisse und Bildungsentscheidungen in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

ReCo

Im Projekt „Automatic Response Coding“, kurz ReCo, dreht sich alles um Textantworten in Tests. Lautet eine eingegebene Antwort im PISA-Test etwa, „Dem Autor geht es darum, dass die Bäume erhalten bleiben.“, so kann die Software ReCo unter anderem automatisch einschätzen, ob diese Antwort richtig ist. Aber auch andere Informationen, etwa ob damit Wissen über den Text hinausgehend hinzufügt wurde, können automatisch extrahiert werden.

Die Software ReCo wurde anfänglich an der Technischen Universität München (TUM) und im ZIB entwickelt. In Kooperation mit beiden Institutionen wird ReCo nun am DIPF im Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) weiterentwickelt. Das Projekt fasst die allgemeine ReCo-Entwicklung sowie Forschungsstudien rund um den Einsatz der Software zusammen. Dabei zeichnet die TBA-Gruppe einerseits für die konzeptuelle und technische Fortentwicklung verantwortlich, andererseits agiert sie als Projektleitung etwa im Projekt ReCo-Multi und unterstützt externe Forschungsgruppen in der Anwendung der Software.

OERinfo

Mit der Informationsstelle OER wurde eine themenspezifische Online-Plattform geschaffen, die für die Öffentlichkeit und fachliche Zielgruppen umfassende Informationen zum Thema Open Educational Resources zur Verfügung stellt, den aktuellen Kenntnisstand für die Praxis aufbereitet, Informationen zu Best-Practice-Beispielen bündelt und die Vielfalt vorhandener Initiativen abbildet.

Im Ergebnis entstand eine umfangreiche Wissensbasis in Gestalt u. a. von redaktionellen Dossiers und systematisch strukturierten Informationssammlungen, deren Reichweite durch die Integration multimedialer Formate (z. B. Podcasts, Videos, didaktisch aufbereitete Online-Module) und Kommunikationsplattformen auf der Basis von Social-Media-Anwendungen erweitert wurde. Das Vorhaben zielte zudem darauf, die Zusammenarbeit und Vernetzung der unterschiedlichen OER-Agierenden und Initiativen durch geeignete Kommunikationsinstrumente, projektbegleitende Workshops und die Öffentlichkeitsarbeit der Informationsstelle zu unterstützen.

In der zweiten Projektphase (seit November 2018) lag der Schwerpunkt der Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Web-Plattform maßgeblich auf praxis- bzw. anwendungsorientierten Fragestellungen im Kontext des didaktisch-unterrichtlichen Einsatzes frei lizenzierter (digitaler) Bildungsmedien. Die aktive Umsetzung des OER-Paradigmas in der Schul- und Bildungspraxis soll zusätzlich durch Workshops, Schulungsangebote und digitale Arbeitswerkzeuge unterstützt werden.

DBS

Als Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet bietet der Deutsche Bildungsserver (DBS) allen Interessierten grundlegende und hochwertige Informationen und Internetquellen – schnell, aktuell, umfassend und kostenfrei. In seiner Funktion als Meta-Server verweist er primär auf Internet-Ressourcen, die von Bund und Ländern, der Europäischen Union, von Hochschulen, Schulen, Landesinstituten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Museen und anderen bereitgestellt werden, strukturiert diese und präsentiert sie in fachlichen Kontexten. Darüber hinaus unterstützt er die Zusammenarbeit zwischen den Landesbildungsservern.
Das Angebot des Bildungsservers umfasst zudem das Innovationsportal zur Qualitätsentwicklung des Bildungssystems, einen Guide zum Thema Bildungsforschung sowie das Portal Bildung weltweit.

Metadaten-Austausch

Zwischen der ZPID-Referenzdatenbank PSYNDEX und den am DIPF betriebenen Informationsinfrastrukturen „Deutscher Bildungsserver“ und „FIS Bildung Literaturdatenbank“ findet ein kontinuierlicher Metadaten-Austausch mit regelmäßigen Updates statt, der sich auf Fachinformationen und Publikationen aus der Pädagogischen Psychologie und ausgewählten Grundlagenfächern der Psychologie im deutschsprachigen Bereich bezieht.