Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) ist das international führende wissenschaftliche Zentrum für die Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache. Die Forschung und theoretische Modellbildungen zur Vielfalt sprachlicher Erscheinungsformen, ihrer Struktur und ihrem Gebrauch erfolgt auf Basis empirischer Methoden. Referenzwerke (u. a. (vergleichende) Grammatiken, Wörterbücher) und hochdifferenzierte Sprachressourcen (v. a. Korpora, Informationssysteme) dokumentieren unsere Forschung. Das IDS ist führend im Angebot nachhaltiger Forschungsinfrastrukturen, die für die gesamte Fachgemeinschaft von zentraler Bedeutung und Nutzen sind. Mit unseren Forschungsergebnissen und Dokumentationsleistungen unterstützt und berät das IDS auf wissenschaftlicher Grundlage Politik und Gesellschaft zu Fragen von Standardisierung, Sprachpolitik und sprachlicher Bildung und beteiligt sich aktiv an öffentlichen Debatten zu sprachbezogenen Themen. Dabei vermitteln wir ein wissenschaftlich fundiertes Bild der Sprache, das die Vielfalt und Varianz sprachlicher Erscheinungsformen betont, und sind uns dabei unserer sprachkulturellen Verantwortung bewusst. Wir kooperieren mit wissenschaftlichen Institutionen in der Region, im Land, in Deutschland, im gesamten deutschsprachigen und internationalen Raum und vernetzen uns auf allen diesen Ebenen. Für die internationale germanistische Linguistik fungieren wir als zentraler Knotenpunkt, auf internationaler Ebene pflegen wir Kooperationen im linguistischen und geisteswissenschaftlichen Bereich. Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft wirken wir am Erreichen übergreifender Ziele der Gemeinschaft mit und kooperieren mit anderen Mitgliedseinrichtungen und sehen uns im Sinne der Science Diplomacy dem internationalen wissenschaftlichen Austausch auf der Grundlage des Leibniz-Gedankens verpflichtet.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

  • Die Aufgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung unterstützen wir wissenschaftlich und organisatorisch. In diesem Kontext wird das öffentlich verbindliche „Amtliche Regelwerk“ erarbeitet.
  • Im Bereich der Alphabetisierungsdekade erstellen wir Materialien wie den Rechtschreibwortschatz.
  • Als federführendes Mitglied des ständigen Gremiums für Schulgrammatische Terminologie erstellen wir das Verzeichnis grundlegender grammatischer Fachausdrücke für die Schule.
  • Die Korpora geschriebener Gegenwartssprache des IDS bilden mit 46,9 Milliarden Wörtern (Stand 18.01.2020) die weltweit größte linguistisch motivierte Sammlung elektronischer Korpora mit geschriebenen deutschsprachigen Texten aus der Gegenwart und der neueren Vergangenheit. Die mündlichen Korpora im Archiv für Gesprochenes Deutsch repräsentieren Daten des gesprochenen Deutsch in Interaktionen und Daten der inländischen und ausländischen Varietäten des Deutschen. Mit dem Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch (FOLK) wird ein großes Gesprächskorpus des Deutschen aufgebaut.
  • Sprachliche Informationsysteme dokumentieren Wortschätze, Aussprache und Grammatik des Gegenwartsdeutschen.
  • Als Kooperationsbeteiligte von Hochschulen, des Goethe-Instituts, lokalen Mitwirkenden aus Wirtschaft, Berufsförderung und der Agentur für Arbeit evaluieren wir Ausbildungsmaßnahmen für Geflüchtete und den Verlauf des Erwerbsprozesses kommunikativer Kompetenzen. Siehe u. a.: „Perspektive Beruf” oder setzen Transferprojekte u. a. zu Fragen der sprachlichen Verständlichkeit um.
  • Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft möchte das IDS mit dem zentralen Projekt Forum Deutsche Sprache neue und nachhaltige Wege des Austausches mit der Gesellschaft beschreiten. Das Forum soll Sprache, seine Erforschung und sprachliche Bildung als zentralen Gegenstandsbereich und als wichtige Zielsetzung ins Zentrum stellen. Das geplante Museum soll als Dokumentationszentrum der deutschen Sprache eine dauerhafte Überschneidung des innerwissenschaftlichen und des öffentlichkeitsbezogenen Diskurses ermöglichen.
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  • Linguistik

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