Erfolge, aber auch weiteres Potential bei der schulischen und außerschulischen Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher

Zusammenfassung: In den letzten Jahren sind viele Kinder und Jugendliche mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet. Ihre Integration ist von zentraler Bedeutung für ihr Leben heute und ihren weiteren Lebensweg. Wichtige Indikatoren einer erfolgreichen Integration sind das Zugehörigkeitsgefühl zu ihren Schulen, ihre Teilnahme an schulischen und außerschulischen Aktivitäten sowie ihre sozialen Kontakte. Dieser Bericht beleuchtet diese Indikatoren auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), insbesondere der IAB-SOEP-Migrationsstichproben und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration von Zwölf-, 14und 17-Jährigen, die mit Familienangehörigen nach Deutschland gekommen sind, grundsätzlich auf einem guten Weg ist: Sie fühlen sich ihrer Schule zugehörig und besuchen vermehrt schulische Ganztags- sowie Hortangebote. Dadurch wird ihnen der ganztägige Kontakt mit Gleichaltrigen, die schon länger in Deutschland leben, ermöglicht. Die vergleichsweise geringe Beteiligung geflüchteter Kinder und Jugendlicher an Schul-AGs zeigt jedoch, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Hier sollten Bemühungen verstärkt werden, um eine höhere Teilnahme zu erreichen. Auch bei außerschulischen Aktivitäten besteht weiteres Potential. So könnten etwa Sportvereine noch aktiver um eine Teilnahme geflüchteter Kinder und Jugendlicher werben.