LIfBi sucht Leitung für neue wissenschaftliche Nachwuchsgruppe

Im zweiten Halbjahr 2021 soll am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) eine neue wissenschaftliche Nachwuchsgruppe zum Thema „Outcomes of Education Across the Lifespan“ starten. Dazu sucht das Institut jetzt eine Leitung für die Gruppe. Bewerbungen werden bis zum 15.4.2021 entgegengenommen.

Bildung fördert die Entfaltung der Persönlichkeit und ermöglicht soziale, kulturelle und ökonomische Teilhabe. Besser gebildete Personen sind tendenziell gesünder, zeigen seltener abweichendes Verhalten und nehmen aktiver am sozialen und politischen Leben teil. Auch auf gesellschaftlicher Ebene unterstützt Bildung den Zusammenhalt und ist ein wesentlicher Faktor für die Sicherung des Wohlstands.

Die neue Nachwuchsgruppe „Outcomes of Education Across the Lifespan“ widmet sich den Mechanismen, über die Bildung und lebenslanges Lernen Einfluss auf diese unterschiedlichen Lebensbereiche nehmen. Durch innovative empirische Forschung untersucht sie die komplexen und dynamischen Prozesse der kurz- und längerfristiger Ergebnisse und Folgen von Bildung über den gesamten Lebensverlauf. Diese Forschung soll vorzugsweise auf der Datenbasis des Nationalen Bildungspanels (NEPS) durchgeführt werden.

Die Leitung umfasst unter anderem die Konkretisierung der Forschungsagenda und des Arbeitsplans der Forschungsgruppe, die Erarbeitung und Realisierung einer Publikations- und Disseminationsstrategie zu Forschungsbefunden, die insbesondere hochrangige Fachzeitschriften und auch Transferaktivitäten umfasst, sowie die eigenverantwortliche Leitung der Nachwuchsgruppe inklusive der Betreuung von Promotionen. Für weitere Auskünfte steht die Direktorin des LIfBi, Prof. Dr. Cordula Artelt, zur Verfügung.

Die neue Nachwuchsgruppe ist bereits die zweite, die am LIfBi eingerichtet wird. Bereits 2016 wurde ein Team junger Wissenschaftlerinnen zusammengestellt, das vier Jahre lang intensiv zum Thema „Geschlechterrollen und Kompetenzen im Lebenslauf“ arbeitete. In dieser Zeit haben die Wissenschaftlerinnen sich mit der Analyse von NEPS-Daten in der spezifischen Betrachtung und Abbildung geschlechtsspezifischer Kompetenzverläufe sowie den psychologischen Mechanismen zur Erklärung von Geschlechtsunterschieden in Kompetenzen und kompetenzrelevanten Konstrukten beschäftigt.

Zur ausführlichen Stellenausschreibung

Wie kommt die Wissenschaft in die Politik?

18. Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildungswissenschaft: Projekt- und Methodenwerkstätten für Wissenschaftler*innen in der Qualifizierungsphase

9.-11. Juni 2021
online

Worum geht es in der Werkstatt?

Die Werkstatt richtet sich an Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung und bietet einen Austausch- sowie Diskussionsraum, kollegiale Beratung auf Augenhöhe und Vernetzung mit all jenen, die an ähnlichen Fragen oder mit ähnlichen Methoden arbeiten.

Im Schwerpunkt bearbeiten wir konkrete Dissertations-, Habilitations- und andere Forschungsprojekte im Rahmen von Projektwerkstätten. Ergänzt werden die Projektwerkstätten um die Auseinandersetzung mit methodologischen Fragen und methodischen Zugängen in Methodenwerkstätten und anderen Austauschformaten.

Wann & wo findet die Werkstatt statt?

Die Werkstatt findet zwischen dem 9. Juni 2021 und 11. Juni 2021 in digitaler Form statt. Im Rahmen des konkreten Programms (verfügbar ab Ende März 2021) werden die Zeiträume und Zugangsdaten veröffentlicht.

An wen richtet sich die Werkstatt?

Die Werkstatt richtet sich an Personen in Qualifizierungsphasen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, die aktuell an Dissertations-, Habilitations- oder in anderen Forschungsprojekten arbeiten.

Wie kann ich an der Werkstatt teilnehmen?

Eine Teilnahme ist über die folgende Anmeldung [Link] möglich. Die Teilnahme ist in diesem Jahr kostenlos, da die 18. Werkstatt als Online-Veranstaltung stattfindet. Als Teilnehmer*in könnt Ihr in den Methodenwerkstätten methodologische und/oder methodische Zugänge kennenlernen, in den Projektwerkstätten die von anderen Teilnehmer*innen eingereichten Projekte diskutieren und Euch mit anderen Forschenden in Qualifizierungsphasen der Erwachsenenbildungswissenschaft vernetzen. Für die Anmeldung orientiert Euch im Programm, welche Projektwerkstätten und Methodenwerkstätten Euch interessieren. Die Anmeldung für die Teilnahme bei der Werkstatt ist vom 5. April 2021 bis zum 25. Mai 2021 möglich.”

Bei Fragen könnt Ihr uns gerne unter der E-Mail-Adresse

eb-forschungswerkstatt@listserv.dfn.de 

kontaktieren.

Die Forschungswerkstatt 2021 wird ausgerichtet von Nils Bernhardson-Laros (KU Eichstätt-Ingolstadt), Marion Fleige (DIE Bonn), Maria Kondratjuk (TU Dresden), Claudia Lobe (Uni Bielefeld), Karin Rott (LMU München), Jörg Schwarz (HSU Hamburg), Maria Stimm (MLU Halle-Wittenberg), Johannes Wahl (EKU Tübingen), Jana Wienberg (Uni Hamburg) und Franziska Wyßuwa (MLU Halle-Wittenberg).

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen.

 

Der Datenreport 2021 ist erschienen: Der Sozialbericht bildet u.a. auf Basis der SOEP-Daten die Lebensbedingungen in Deutschland ab

Archivierung und Nachnutzung qualitativer Forschungsdaten im Spannungsfeld von Nutzbarkeit und Datenschutzanforderungen: Erfahrungen und Konzepte aus dem Verbundprojekt eLabour

Abschlusskonferenz der Hochschulkooperation R/EQUAL

Am 11. und 12. März präsentierten die Partner der ERASMUS+-Hochschulpartnerschaft R/EQUAL – Requalification of (Recently) Immigrated and Refugee Teachers in Europe, die Universität zu Köln, die Universitäten Wien und Stockholm sowie die PH Weingarten, im Rahmen der internationalen Online-Konferenz Paths of Transition in Education die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Zusammenarbeit im Projekt. Das europäische Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, bestehende Programme für (neu) zugewanderte und geflüchtete Lehrkräfte zu unterstützen. Im Zentrum von R/EQUAL steht der partizipative Ansatz und damit die aktive Mitarbeit der internationalen Lehrkräfte, die an den Universitätsprogrammen der vier Standorte teilnehmen.

Die international ausgelegte Veranstaltung verzeichnete rund 150 Anmeldungen aus vielen verschiedenen Ländern innerhalb- und außerhalb der EU und bot – neben sieben Panels mit Vorträgen – einen interessanten Panel Talk mit fünf migrierten Lehrkräften, die in Australien, Deutschland, Kuwait, Österreich und Schweden leben und arbeiten.

„Die Tagung hat erneut gezeigt wie wichtig es ist, verschiedene Stimmen in der Diskussion zum Thema der Lehrkräftemigration zusammenzubringen, um einen Austausch auf europäischer und globaler Ebene zu ermöglichen. Erst dann können die global-gesellschaftlichen Zusammenhänge und Ungleichheitsstrukturen erfasst werden, in denen sich die Migration von Lehrkräften vollzieht“, erklärt Henrike Terhart, Koordinatorin des Projekts R/EQUAL am Mercator-Institut der Universität zu Köln. Sie betont, dass nicht nur die international ausgebildeten Lehrkräfte sondern auch die jeweiligen Schulsysteme in den Blick genommen werden müssen. Terhart zieht hinsichtlich des Projekts eine positive Bilanz: „Die gegenseitige Bezugnahme zwischen praktischen Unterstützungsstrukturen für migrierte Lehrkräfte, empirischen Untersuchungen und Theoretisierungen konnten gewinnbringend umgesetzt werden.“

Öffentliche Vortragsreihe: “Children at Risk: Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die Gestaltung von Bildungsprozessen”

Die Vortragsreihe – ein Kooperationsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt, der Hessischen Lehrkräfteakademie und dem IDeA-Zentrum – startet im April 2021. In diesem Jahr stellt sie Kinder mit Bildungsrisiken in den Fokus. Dass insbesondere für sie Schule mehr ist als Unterricht, haben die im Zuge der Pandemiebekämpfung erlassenen Schulschließungen deutlich gemacht.

Eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Postdoc) für das Projekt HIKOF-DL im Bereich Educational Technologies

zum nächstmöglichen Zeitpunkt, 80% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, befristet für 3 Jahre, Vergütung nach EG 13, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H), Dienstort: Frankfurt am Main, Bewerbungsfrist: 5. April 2021.

Eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in für die Abteilung Informationszentrum Bildung (IZB)

zum nächstmöglichen Zeitpunkt, 60% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, unbefristet, Vergütung nach EG 13, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H), Dienstort: Frankfurt am Main, Bewerbungsfrist: 5. April 2021.

Neues Forschungsprojekt zur sprachlichen Entwicklung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler gestartet

Allein im Jahr 2015 sind rund 200.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahre nach Deutschland zugewandert. Der steigende Zuzug Minderjähriger in vielen Ländern hat dazu geführt, dass Forschung und Didaktik sich vermehrt für die Sprach(en)entwicklung der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler interessieren. Obwohl diese ohnehin relevante Gruppe zeitweilen auch noch mehr als zehn Prozent der Schülerpopulation darstellt, wurde sie in bisherigen Studien wenig berücksichtigt.

Diese Forschungslücke möchte das Mercator-Institut mit einem neuen Projekt schließen: Dort steht die sprachliche Entwicklung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler (sogenannter Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger) im Deutschen, Englischen und in der Erstsprache im Fokus. Zudem untersuchen die Forschenden, ob (und wenn wie) die sprachlichen Fähigkeiten in den drei Sprachen zusammenhängen.

In diesem Projekt werden unterschiedliche und für die Schule relevante Fähigkeiten und Kenntnisse untersucht, u. a. das Lesen, der Wortschatz und das Hörverstehen. Außerdem wird in einem Scoping-Review die Forschungslage zu dieser Gruppe im deutschsprachigen Raum eruiert. In einer Sekundärdatenanalyse wird die deutschlandweite NEPS-Studie betrachtet und werden die Lesekompetenzen erstmalig für diese Zielgruppe ausgewertet. In mehreren weiteren Teilprojekten erheben die Forscherinnen aber auch neue Daten mit ca. 100 zugewanderten Schülerinnen und Schülern der 5. bis 8. Klasse im Regelunterricht. Auch ihre nicht zugewanderten Mitschülerinnen und Mitschüler in den gleichen Klassen werden erhoben. Damit soll ein erster explorativer Schritt zur Erforschung dieser Zielgruppe geleistet werden und sich gleichzeitig der Weg für neue Projekte anbahnen.